Kooperation mit Archiven

Der Verein für Computergenealogie e. V. (CompGen) nutzt aktuelle Informationstechnik, legt aber bei seinen Projekten großen Wert auf eine solide Quellenbasis und -dokumentation. Daher streben wir die Zusammenarbeit mit Archiven an, in denen historische Primärquellen aus den vergangenen Jahrhunderten verwahrt werden.

Einen Schub erhielt die enge Verbindung von Archiven und Familienforschung mit der Novellierung des Personenstandsgesetzes, durch das 2009 die Zuständigkeit kommunaler und staatlicher Archive für Personenstandsregister geregelt wurde. Aber auch jenseits von Kirchenbüchern und Personenstandsregistern verwahren Archive unikale historische Quellen, deren bessere Zugänglichkeit im Interesse der Archive wie der Familien(geschichts)forscher ist.

Zentrale Elemente von Kooperationen sind in der Regel die Digitalisierung historischer Quellen als Grundlage für eine effiziente Indizierung, die Nutzung des von CompGen entwickelten Daten-Eingabe-Systems (DES) und der freie Zugang („open access“) zu den Digitalisaten und den erfassten Daten. Wenn Sie sich – als Archivarin oder Archivar – näher über Möglichkeiten der Zusammenarbeit informieren möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Laufende Projekte

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Historisches Archiv der Stadt Köln und Westdeutsche Gesellschaft für Familienforschung: Indizierung von Sterberegistern

Im Rahmen eines Kooperationsprojektes des Historischen Archivs der Stadt Köln, der Westdeutschen Gesellschaft für Familienforschung und des Vereins für Computergenealogie haben über 100 Teilnehmer mit dem DES ca. 157.000 Daten aus 10.000 Seiten der umfangreichen Namensregister aus dem Zeitraum von 1938 bis 1978 der Kölner Sterberegister des Kölner Standesamtes Köln (I, Mitte) abgeschrieben. Im zweiten Teil des Projekts wurden aus bisher 130.000 Sterbeurkunden aus dem Zeitraum 1876-1938 der Kölner Innenstadt die Daten von über 440.000 Personen erfasst.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen (LAV) und Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung: Indizirung der in der Abteilung Personenstandsarchiv Westfalen-Lippe vorhandenen Juden- und Dissidentenregister in Westfalen und Lippe

Seit Frühjahr 2017 werden in dem gemeinschaftlichen Crowdsourcing-Projekt Register aus den Gebieten des Regierungsbezirkes Arnsberg, Detmold und Münster erfasst. Die Bearbeitung der Register aus dem Gebiet des Regierungsbezirks Münster konnte bereits abgeschlossen werden. Aus den 2362 zu bearbeitenden Seiten wurden insgesamt 18809 einzelne Personendatensätze erfasst.

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Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig, Ref. 33 Deutsche Zentralstelle für Genealogie / Sonderbestände: Indizierung der „Kartei Leipziger Familien“

Im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit dem Sächsischen Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig, Ref. 33 Deutsche Zentralstelle für Genealogie / Sonderbestände wurde der Bestand 21959 Kartei Leipziger Familien durch CompGen digitalisiert und im Rahmen eines DES-Projektes bereitgestellt. Zwischen April 2018 und Januar 2019 wurden die Angaben zu über 190.000 Personen erfasst.

Kirchenbuchportal ARCHION und Arbeitsgruppe Familienforschung Kreis Herford: Indizierung von Kirchenbüchern

In dem Projekt zwischen ARCHION, CompGen und der Arbeitsgruppe Familienforschung Kreis Herford werden Sterbebücher der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Enger erfasst, Projektstart war im August 2018.

ICARUS, Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland, Archivstelle Boppard und Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde WGfF: Indizierung von Militärkirchenbüchern

In dem Kooperationsprojekt werden seit Juni 2018 die Garnisons-Bücher der Garnison Köln aus dem Evangelischen Kirchenarchiv Boppard durch Freiwillige indiziert.

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ICARUS und Bistumsarchiv Münster: Indizierung von Kirchenbüchern aus Bork

In dem Gemeinschaftsprojekt werden seit Juni 2018 die Kirchenbücher von St. Stephanus, Bork (Selm) erfasst. Die Digitalisate der im Bistumsarchiv Münster verwahrten Kirchenbücher sind im von ICARUS betriebenen Online-Portal Matricula zugänglich.

Abgeschlossene Projekte

  • Landesarchiv Baden-Württemberg: Erfassung der Kriegsgräberlisten Baden-Württembergs mit Hilfe des DES
    Zwischen März 2014 und Frühjahr 2015 wurden in einem gemeinschaftlichen Crowdsourcing-Projekt zwischen dem Landesarchiv Baden-Württemberg und dem Verein für Computergenealogie die Kriegsgräberlisten Baden-Württembergs erfasst. Die Transkription erstreckte sich auf knapp 136.000 Einträge. Grundlage waren im Staatsarchiv Ludwigsburg verwahrte Listen mit Informationen zu ungefähr 78.000 Kriegsgräbern auf mehr als 2.000 Friedhöfen im ganzen Bundesland.

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  • Sächsisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig, Ref. 33 Deutsche Zentralstelle für Genealogie / Sonderbestände (Historische Adressbücher)Im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit dem Sächsischen Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig, Ref. 33 Deutsche Zentralstelle für Genealogie wurden zwischen 2013 und 2016 rd. 200 Adressbücher aus dem Bestand 22278 Sammlung historische Adressbücher digitalisiert und in der DigiBib online und frei verfügbar bereitgestellt. Die (teilweise noch laufende) Erfassung mittels DES vereinfacht die Suche darin.

Baustelle, u. a. Logo zum Hessischen Landesarchiv noch zu ergänzen

  • Hessisches Landesarchiv, Hessisches Staatsarchiv Marburg (Historische Adressbücher)
    In Kooperation mit dem Hessischen Landesarchiv Marburg wurden zwischen [wann] [wieviele] Adressbücher digitalisiert und in der DigiBib online und frei verfügbar bereitgestellt. Die (teilweise noch laufende) Erfassung mittels DES vereinfacht die Suche darin.

    • Bericht im CompGen Blog?
    • Alle Bücher der Staatsarchivs Marburg in der DigiBib