Beiträge

Evangelische Kirchenbücher aus Bayern bei Archion

Die ersten 8000 Kirchenbücher, die im Landeskirchlichen Archiv  der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Nürnberg lagern, sind bei Archion online gegangen. Es handelt sich um Kirchenbücher der Dekanate Ansbach, Hof, Michelau i.Ofr., Würzburg, Bad Neustadt a.d.Saale und Erlangen. Welche Bücher neu einzusehen sind kann man hier nachschauen. Die ältesten nunmehr veröffentlichten Aufzeichnungen der Taufen, Trauungen und Bestattungen stammen aus dem 16. Jahrhundert: Großhaslach (1558), Konradsreuth (1552) und Sommersdorf (1557). Die ältesten Kirchenbücher aus Bayern stannen aus Nürnberg (1624), Dinkelsbühl (1625) und Ansbach (1528).

Da weitere 20.000 Kirchenbücher etwa zur Hälfte noch  in den jeweiligen Pfarrämter aufbewahrt werden, müssen die Kirchengemeinden entscheiden, ob die Bücher nach der Digitalisierung im Nürnberger Archiv aufbewahrt werden oder wieder zurück in die Pfarrei gehen. Für das gesamte Projekt ist ein Zeitraum von mehr als zehn Jahren vorgesehen.

Das Pfarrbücherverzeichnis für die Evang.-Lutherische und Evang.-Reformierte Kirche des rechtsrheinischen Bayerns von Wilhelm Biebiger von 1940  ist ohne Einschränkung frei einzusehen.

Familienregister aus Württemberg bei Archion

Weitere 700 württembergische Familienregister stehen jetzt bei Archion online zur Verfügung. Diese württembergische Besonderheit fasst seit 1808 die Inhalte der Hauptregister (Taufen, Beerdigungen, Trauungen) zusammen und gibt Auskunft zu gleich drei Generationen. Gedruckte Formblätter geben den Registern eine übersichtliche Struktur und ermöglichen auch nicht so geübten Handschriftenlesern einen guten und schnellen Einstieg in die quellenbasierte Familienforschung.

Familienregister wurden ab 1808 flächendeckend neben den Hauptregistern geführt. Grund war eine Anordnung von König Friedrich I. von Württemberg wegen zunehmendem staatlichen Interesses an der Personenstandsführung. Ansatzpunkt der Register sind Hausmutter und Hausvater. Gelistet werden jeweils deren Eltern und Nachkommen. Anfangs alphabetisch geführt, ging man später zu einer chronologischen Ordnung über. Damit Personen schneller gefunden werden konnten, wurden alphabetische Namensverzeichnisse angelegt, die bei kleineren Orten jeweils am Ende eines Registerbandes zu finden sind. Bei größeren Orten liegen diese Namensverzeichnisse oft als eigene Bücher, als sogenannte Indexbände, vor.

Quelle: Archion

CompGen Mitgliederversammlung, Sindelfingen, April 2018

Das Mitgliedertreffen des Vereins für Computergenealogie e. V., einschließlich des vorausgehenden Rahmenprogramms, fand vom 6.4.-8.4.2018 im Haus der Donauschwaben in Sindelfingen statt. Am Freitag folgten rund 30 Mitglieder der Einladung ins Landeskirchliche Archiv in Stuttgart und nahmen hier an einer sehr interessanten Führung, die in zwei Gruppen durch Herrn Müller-Baur und Herrn Bing geleitet wurden, teil.
Der Samstag war geprägt von einem ganztägigen Vortrags- und Workshop-Programm, an dem über 50 Mitglieder und Gäste teilnahmen.
Weiterlesen