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Archiv des Erzbistums München und Freising geht online

Eines der bedeutendsten Kirchenarchive Deutschlands geht online. Unter den rund vier Millionen digitalisierten Seiten finden sich auch das älteste Dokument im Archiv des Erzbistums, eine Urkunde von Bischof Otto I. aus dem Jahr 1147, alle historischen Tauf-, Trauungs- und Sterbebücher der Erzdiözese und die älteste Bistumsbeschreibung von 1315. Damit ermöglicht das Erzbistum eine zeitgemäße Nutzung seiner historischen Archivalien etwa für die Familien- und Ortsgeschichtsforschung. Zugleich soll die dauerhafte Überlieferung von Unterlagen gesichert sein. Historische wie gegenwärtige Aktenverwaltung werden verbunden durch ein integriertes System, das sowohl die digitale Planung und Erfüllung der archivischen Arbeiten als auch die Übernahme, Sicherung und Bereitstellung echter digitaler Verwaltungsunterlagen möglich macht. Auch die Online-Präsentation der Bestandsübersicht, von Findbüchern und digitalisierten Archivalien aller Gattungen wird so ermöglicht. Hier ist das Archiv ab dem 16. Juli abrufbar.

Quelle: VaticanNews

Evangelische Kirchenbücher aus Bayern bei Archion

Die ersten 8000 Kirchenbücher, die im Landeskirchlichen Archiv  der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Nürnberg lagern, sind bei Archion online gegangen. Es handelt sich um Kirchenbücher der Dekanate Ansbach, Hof, Michelau i.Ofr., Würzburg, Bad Neustadt a.d.Saale und Erlangen. Welche Bücher neu einzusehen sind kann man hier nachschauen. Die ältesten nunmehr veröffentlichten Aufzeichnungen der Taufen, Trauungen und Bestattungen stammen aus dem 16. Jahrhundert: Großhaslach (1558), Konradsreuth (1552) und Sommersdorf (1557). Die ältesten Kirchenbücher aus Bayern stannen aus Nürnberg (1624), Dinkelsbühl (1625) und Ansbach (1528).

Da weitere 20.000 Kirchenbücher etwa zur Hälfte noch  in den jeweiligen Pfarrämter aufbewahrt werden, müssen die Kirchengemeinden entscheiden, ob die Bücher nach der Digitalisierung im Nürnberger Archiv aufbewahrt werden oder wieder zurück in die Pfarrei gehen. Für das gesamte Projekt ist ein Zeitraum von mehr als zehn Jahren vorgesehen.

Das Pfarrbücherverzeichnis für die Evang.-Lutherische und Evang.-Reformierte Kirche des rechtsrheinischen Bayerns von Wilhelm Biebiger von 1940  ist ohne Einschränkung frei einzusehen.

„ein Abenteuer zu sich selbst mit offenem Ausgang“. Ahnenforschungs-Sendung im Deutschlandfunk

Die Ahnenforschung übt für immer mehr Menschen eine große Faszination aus. Diesem Statement auf der Informationsseite zur Sendung Ahnenforschung: Auf den Spuren der Vorfahren, die am 14. Juni im Deutschlandfunk live gesendet wurde, kann man nur zustimmen. Warum das so ist, wurde im Verlauf sehr deutlich. Sie kann online nachgehört werden (66 Minuten Dauer, Direktlink am Ende dieses Beitrags), hier soll aber eine Zusammenfassung geboten werden.

Nach einem Einstieg mit einigen Stimmen von Menschen aus Neuss und ihrer Meinung zur Ahnenforschung folgte eine Vorstellungsrunde der Studiogäste: Unser Gründungsmitglied Dr. Günter Junkers, sehr aktives Mitglied u. a. bei der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde und bei CompGen, von Hause aus Chemiker, schilderte seinen jugendlichen Einstieg in die Familienforschung und das dahinter stehende Interesse an dem Leben der Menschen in früheren Zeiten. Katrin Heil, Historikerin und Archivarin im Sächsischen Staatsarchiv, Referat Deutsche Zentralstelle für Genealogie / Sonderbestände, war aus Leipzig zugeschaltet und gab einen kurzen Einblick in die dortige Unterstützung familienkundlicher Recherchen. Die Anfragen sind privater Natur, aber ebenso mit wissenschaftlichem Hintergrund (z. B. bei der Provenienzforschung) oder aus anderen Kontexten (z. B. bei Stolperstein-Projekten in Leipzig). Die Historikerin, Berufsgenealogin und Familienforscherin Franziska Jahn erzählte abschließend von ihrem Weg zur Familienforschung, der ursprünglich einen privat-familiären Ausgangspunkt hatte, dann aber von zunehmender Faszination und Freude an der familienkundlichen Forschung geprägt war. In Kombination mit einem historischen Fachstudium mündete er in der professionellen Erbenermittlung und Familienforschung.

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Kirchenbücher des Bistumarchivs Münster jetzt bei Matricula-Online.eu

Das Bistumsarchiv Münster hat von 314 Pfarreien aus dem nordrhein-westfälischen Teil der Diözese Münster die Kirchenbücher bei „Matricula-Online.eu“ eingestellt. Insgesamt wurden 6.021 Matrikelbücher mit 510.806 Seiten hochgeladen. Auch die Bücher aus dem Archiv des Offizialats im oldenburgischen Teil des Bistums sind nun online zugänglich. Einige wenige Kirchengemeinden haben ihre Matrikelbücher nicht an das Bistumsarchiv abgegeben – sie fehlen bei den Digitalisaten. Die Schutzfristen (bei Taufbüchern 120, bei Heiraten und Sterbebüchern 100 Jahre) sorgen dafür dass z.B. die Taufen nur bis 1898 angezeigt werden dürfen. Das Angebot findet großen Anklang. Seit Beginn der Digitalisierung der Kirchenbücher auf „Matricula“ im Frühjahr 2017 haben Nutzer mehr als 600.000 Mal auf das Onlineangebot zugegriffen. In einem Gemeinschaftsprojekt mit ICARUS, dem Verein für Computergenealogie und dem Bistumsarchiv Münster wurde mit der Erfassung des Kirchenbuchs Bork mit dem Online-Datenerfassungssystem DES begonnen.

Neben dem Bistum Münster sind auch die Kirchenbücher aus den Bistümern Hildesheim, Magdeburg, Passau und Paderborn bei Matricula zur Einsicht frei zugänglich. Hinzu kommen evangelische Militärkirchenbücher aus Köln und Kirchenbücher aus Österreich, Luxemburg, Polen, Serbien und Bosnien-Hercegovina.

Siehe auch die Pressemeldung vom 15.5.2019 bei Kirche+Leben Netz von Martin Schmitz, KNA

Neue Sperrfristen für Kirchenbücher in der Diözese Passau

Das Archiv des Bistums Passau hat die Sperrfristen für die Matrikelbücher der Pfarreien des Bistums Passau aktualisiert. Seit dem 9. Oktober 2018 an gelten die Sperrfristen für Taufen 120 Jahre, für Trauungen und Sterbefälle 100 Jahre. Die neuen, freigegebenen Seiten sind wie bisher bei Matricula kostenlos abrufbar. Die Genealogische Index-Datenbank, die  vor einem Jahr aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums der Erschließungsarbeit für die Kirchenbücher auf der Webseite des Bistums installiert wurde, ist nach wie vor direkt zugänglich. Zurzeit sind bereits mehr als 3 Millionen Datensätze indexiert. Bislang wurden die eingegebenen Daten in regelmäßigen Abständen an „Gen-Team“ von Prof. Ing. Felix Gundacker weitergeleitet, der dem Bistumsarchiv seine genealogische Website als Plattform bereitgestellt hat. Weitere Informationen erhalten Sie unter Genealogische Datenbank.

Paderborn geht online

Das Erzbistum Paderborn wird ab April nach und nach seine Kirchenbücher bei Matricula online zugänglich machen. Familienforscher müssen aber geduldig sein: Von den fast 8000 abgeschlossenden Kirchenbüchern des Bistums wurden seit 2015 erst 2.700 digitalisiert, die restlichen folgen im Lauf der nächsten vier Jahre. Als Vorgeschmack sind die Bücher der Paderborner Dompfarrei bereits online gegangen. Anlass waren der Tag der Archive am 3./4. März und ein Vortrag des Archivleiters Dr. Arnold Otto am 1. März über das Projekt beim Ahnenforscher-Stammtisch Unna und Umgebung – seine Präsentation war für die Zuhörer eine gelungene Überraschung. RE

Links:
Matricula http://www.matricula-online.eu

„Kirchenbücher online verfügbar – Plattform matricula-online.eu macht Kirchenbücher digital einsehbar“ Meldung auf der Website des Erzbistums Paderborn

Ahnenforscher-Stammtisch Unna und Umgebung