5. Familienforschungstag in Bramsche am 15. November 2026
Am Sonntag, 15. November 2026 lädt das Tuchmacher Museum Bramsche (Mühlenort 6, 49565 Bramsche) von 12 bis 16 Uhr zum 5. Familienforschungstag ein. Der Eintritt ist frei. Gemäß dem Motto „Spuren suchen, Geschichte finden“ können Besucher alte Briefe entziffern oder Lücken in ihrem Stammbaum schließen lassen, und so vielleicht überraschende Spuren der eigenen Familie entdecken. Dafür geben Archive, Vereine und Fachleute praktische Tipps, unterstützen bei der Suche nach der eigenen Familiengeschichte und beantworten individuelle Fragen.

Vortrag und Führung
Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die Frage nach den weißen Flecken in der Familiengeschichte. In seinem Impulsvortrag „Verluste und Lücken: Wenn jemand fehlt in der Familiengeschichte“ richtet Prof. Dr. Georg Fertig den Blick auf jene Stellen im Stammbaum, an denen Namen, Lebenswege oder ganze Kapitel fehlen. Er spricht unter anderem über ungeklärte Schicksale und über Menschen, die in Familiengeschichten „totgeschwiegen“ wurden.
Wer bereits am Vormittag auf historische Spurensuche gehen möchte, kann um 10 Uhr an der Führung auf dem „Pfad der Erinnerung“ mit Arne Wegner teilnehmen. Der Rundgang führt zu Orten in der Bramscher Innenstadt, die an die Schicksale von Bramscher Opfern des Nationalsozialismus erinnern. Er startet und endet am Tuchmacher Museum Bramsche.
Informations- und Beratungsstände
Während des Familienforschungstags stehen an zwölf Informationsständen Expertinnen und Experten für Fragen bereit. Das Diözesanarchiv Osnabrück und die Abteilung Osnabrück des Niedersächsischen Landesarchivs informieren über Recherchen in ihren Beständen und Datenbanken. Der Verein für Computergenealogie (CompGen) ist durch seinen Vorsitzenden und diesjährigen Referenten vertreten. Mit dabei sind außerdem der Niedersächsische Landesverein für Familienkunde, der Arbeitskreis Familienforschung Osnabrück, der Verein Familienforschung Tecklenburger Land sowie Die Maus – Gesellschaft für Familienforschung Bremen. Fragen zu Bramsche und dem Nordkreis beantwortet Udo Niemann; Falk Liebezeit ist Ansprechpartner für die Diepholzer Familienforschung und bietet Lesehilfe an. Als lokale Experten sind die Stadtbibliothek Bramsche und der Heimat- und Verkehrsverein Bramsche dabei.
Auch wer Vorfahren in anderen Regionen sucht, findet Unterstützung: Viele der Fachleute haben Zugriff auf Datenbanken, deren Nutzung zu Hause kostenpflichtig wäre. Die Veranstaltung im Tuchmacher Museum Bramsche bietet Interessierten eine Orientierung, wo die passende Antwort zu finden sein könnte. Je genauer die Angaben zu Namen, Geburtsorten und Geburtsdaten sind, desto größer sind die Chancen auf eine erfolgreiche Recherche.
Verkauf antiquarischer Bücher
Eine Premiere gibt es ebenfalls: Beim 5. Familienforschungstag werden erstmals antiquarische Bücher angeboten, darunter besondere Stücke aus zwei aufgelösten Osnabrücker Antiquariaten. Der Verkauf beginnt bereits um 11 Uhr. Der Erlös geht an den Verein für Computergenealogie und unterstützt damit die kostenfreie Bereitstellung genealogischer Daten und Digitalisate, z.B. im GenWiki.
Das Programm des 5. Familienforschungstag am Sonntag, 15. November 2026, in Bramsche:
10.00 – 11.00 Uhr: Führung „Pfad der Erinnerung“ mit Arne Wegner; Start und Ende am Tuchmacher Museum Bramsche
11.00 – 16.00 Uhr: Verkauf antiquarischer Bücher zugunsten von CompGen
Um 12.00 Uhr: Impulsvortrag „Verluste und Lücken: Wenn jemand fehlt in der Familiengeschichte“ mit Prof. Dr. Georg Fertig (1. Vorsitzender CompGen e. V.)
Ab 12.45 Uhr: Informationen und persönliche Beratung an den Ständen
Der Eintritt zur Führung und zum Familienforschungstag ist frei.

