Newsletter 2003/04

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

die Bäume werden grün, die Tage werden länger – eine Zeit, in der die Stammbäume ein bisschen in den Hintergrund geraten. Aber Familienforschung findet ja nicht nur im Haus statt. Bei einem Frühlingsspaziergang könnte man sich überlegen: Ist der Weg, auf dem wir gerade laufen, neu oder ist er vielleicht ein alter Verbindungsweg zwischen zwei Dörfern? Sind vielleicht meine Vorfahren regelmäßig auf diesem Weg zur Kirche gegangen oder zum Tanz im Nachbarort? Und was haben die Menschen früher gesehen, die vor hundert, zweihundert oder mehr Jahren hier liefen, welche Kirchen, welche Häuser gab es schon?

Und am Abend hilft vielleicht der Blick in eine alte Karte, einen Eindruck von der historischen Landschaft zu bekommen, in der unsere Vorfahren lebten. Solche Karten finden sich in Atlanten oder Büchern, aber auch im Internet – wir geben Ihnen Tipps, wo Sie sie finden können. Und vielleicht versuchen Sie ja im Sommer mal eine Wanderung mit so einer Karte… (re)

Internet

Ohne Autobahnen

Historische Landkarten im Internet

Wer seine Familiengeschichte illustrieren will, möchte neben alten Porträts und Ortsansichten vielleicht auch einen Eindruck vermitteln, wie die Geographie in der Heimat der Vorfahren vor 100 oder 200 Jahren aussah. Mit viel kleineren Orten, ohne große Straßen und Gewerbegebiete. Solche Karten in Archiven zu besorgen, ist mühsam – und kopieren darf man sie normalerweise auch nicht.

Wer das Glück hat, passende Karten in einem historischen Buch oder Atlas zu finden, kann sie mit Hilfe von Scanner und Farbdrucker reproduzieren oder in einem Kopierladen eine Farbkopie anfertigen.

Aber es gibt immer mehr Websites, die solche Karten zugänglich machen. Wir wollen in der Computergenealogie in loser Folge Websites vorstellen, die solche historischen Karten anbieten, heute zunächst zwei aus den USA.

Beim Genealogie-Portal Ancestry, genauer: auf http://www.ancestry.com/search/rectype/reference/maps/main.asp, liegt zwar das Schwergewicht auf Karten aus den USA, Kanada und Großbritannien. Aber „Europe“ und der Rest der Welt sind ebenfalls vertreten. Wer sich einen Eindruck von der Entwicklung Mitteleuropas verschaffen möchte, findet dafür zahlreiche Karten aus sechs Jahrhunderten, die teilweise bestimmte historische Entwicklungen illustrieren. Gesamtdeutsche Karten finden sich in der Liste „European Maps“ unter „Germany“, einzelne Gebiete muss man aber unter ihrem eigenen Namen suche, z.B. „Brandenburg“, „Wurtemberg“, „Munich“ oder „Nuremberg“. Es handelt sich durchwegs um englischsprachige Karten, deren Auswahl zufällig wirkt.

Detailliertere Karten aus allen Teilen Deutschlands bietet der Blaeu-Atlas, den die Universität von Kalifornien in Los Angeles unter ins Internet gestellt hat. Das Werk zweier niederländischer Kartographen erschien im 17. Jahrhundert unter dem Titel „Theatrum Orbis Terrarum, sive Atlas Novus in quo Tabulae et Descriptiones Omnium Regionum, Editae a Guiljel: et Ioanne Blaeu“. Die Universität besitzt den ersten Band „Europa-Germania-Germania Inferior“, aus dem die Karten auf der Website stammen. Sie decken neben dem heutigen Deutschland auch etliche Nachbarländer und einige osteuropäische Gebiete ab. Die alphabetische Hauptliste der Karten ist nach heutigen politischen Grenzen eingeteilt. Zwei Verzeichnisse listen deutsche und englische Gebietsnamen auf.

Unter dem Stichwort „Germania“ findet man 71 Karten, jeweils mit lateinischem und englischem Titel. Für jede Karte kann man eine Vorschau („Preview“), eine 150- dpi- und eine 500-dpi-JPEG-Datei aufrufen oder herunterladen. Mit einem Bildbearbeitungsprogramm wie dem kostenlosen IrfanView ) kann man sich dann einen passenden Ausschnitt herausgreifen oder die Karten verkleinern. (re)

Bild: Ausschnitt aus der Blaeu-Karte „Herzogtum Bayern“ mit München und Umgebung


Zeitreise via Internet

Spaziergang durch Deutschland 1908 auf Adressbuecher.net

Mit gelangweilter Routine habe ich heute die soeben freigeschaltete Website http://www.adressbuecher.net geöffnet, die im Newsletter Nr. 03/2003 vorgestellt wurde: „Die ersten 50.000 Datensätze online!“ – …na und?

Zugegeben, es ist nicht originell, für einen Test nach „Müller, Otto“ in einem Adressbuch-Datenbestand aus dem Jahre 1908 zu forschen, aber in seiner Beliebigkeit und der bekanntermaßen großen Verbreitung beider typisch deutscher Namen ist die Suche doch praxisnah und somit zur Nachahmung empfohlen.

Unter zwölf Fundstellen nach Orten gegliedert wähle ich „Bremen (Landgebiete)“ – wie sich das schon anhört! – da wird wohl kaum etwas zu holen sein für den ernstaften Forscher. Aber bei Klick mutiert (Landgebiete) zu dem sehr präzisen: „Bremen-Oslebshausen“ und dann, fast wieder etwas enttäuschend, zum Datensatz: „Otto, Witwe, Müller – Am Fuchsberg 38 – Bremen-Oslebshausen“.

Jetzt aber folgt die Überraschung, die ein gedrucktes Adressbuch nicht oder nur mit größten Mühen hergibt. Drückt man auf die „einsame“ Adressangabe „Fuchsberg 38“ so offenbaren sich 77 Bewohner im Straßenzug dieser „ländlichen Idylle“ mit Angaben ihrer Berufe. Von diesen 77 Eintragungen sind nur vier „höheren Standes“: ein Bauunternehmer, ein Jalousiefabrikant, eine Butterhandlung und ein Haltestellen-Vorsteher. Ein für den aufgeweckten Forscher eindeutiges Bild erschließt sich, einzig durch die Online-Verfügbarkeit der formalen Daten: Ein Straßenzug mit Arbeitern, Handwerkern, Weichenstellern – und einer Witwe, unsere „Wittwe Müller“, des Otto Müller, selig, „Nachgelassene“.

Wenn ich mir vorstelle, dieser „Otto“ und sein Eheweib wäre nun wirklich m e i n e gesuchten Ahnen, ich hätte mehr als d i e s e gefunden. Die Daten auf http://www.adressbuecher.net geben Aufschluss über die Sozialstruktur, Hinweise auf die Einkommensverhältnisse oder auch die Standorte von Handel und Gewerbe. Da bedarf es kaum der Phantasie des Historikers, um aus diesen „harten“ Daten eines historischen Adressbuches lebendige Geschichtsbetrachtung zu destillieren. Durch diese Gemeinschaftsarbeit wird das Projekt „Historische Adressbücher online“ zur Quelle realer, verwendbarer- und verwertbares Ergebnisse praxisorientierter Forschung, wohl nicht nur für Genealogen.

Die Karten im Anhang und die Belege für die verwendeten Quellen sowie deren Standorte weisen die Macher dieses Projektes als professionelle und ergebnisorientierte Forscher aus, mit einem sicheren Gespür für das Machbare. Nur die Mehrsprachigkeit in der Nutzerführung wäre noch zu wünschen – aber das ist wohl nur noch eine Frage der Zeit. (Klaus Vahlbruch)

Software

Ein DOS-Evergreen behauptet sich

Zusammenfassung des PRO-GEN-Tests aus Heft 1/2003 der Computergenealogie

Das aus den Niederlanden stammende Genealogieprogramm PRO-GEN in der aktuellen Version 3.0b steht seit Februar 2002 auf CD-ROM, auf Disketten oder per Download von der dreisprachigen Homepage http://www.pro-gen.nl in niederländisch, englisch und deutsch zur Verfügung. Es wurde für MS-DOS-Rechner entwickelt, lässt sich aber unter Windows 3.X/95/98/NT/2000/XP in einem MS-DOS-Fenster benutzen. Die ersten Gehversuche der beiden Programmierer Johan Mulderij und Dinant J. Scholte in’t Hoff aus Markelo/NL wurden 1989 (damals noch unter der Programmbezeichnung Stamboom) unternommen. Die beiden sprechen übrigens perfekt deutsch und sind regelmäßig bei deutschen Computergenealogie-Tagen vertreten. Die Vollversion ist ohne Eingabe der schriftlich mitgeteilten Lizenzdaten (unter PRO-GEN-Hilfsprogramme – Sonstige – Registrierung) erst einmal eine Demoversion für max. 50 Personen, die man auch später jederzeit per Kopie weitergeben darf.

Zum Einüben in das Programm ist eine Beispieldatei enthalten, mit der man das Programm erkunden kann. Als erstes lernt man, dass die Maus nicht funktioniert, aber mit den hell markierten Buchstaben ein schnelles Anspringen eines Menüpunktes möglich ist. Mit der ESC-Taste kommt man immer zurück ins Hauptmenü. Die Philosopie von PRO-GEN ist – wie bei den meisten anderen Programmen auch – die Unterteilung in Personen- und Ehe-/Relationen-Daten. Zu Beginn einer Forschung hat man erst mal die Daten vieler Personen einzugeben. Aber die meisten Personen sind verknüpft und haben Eltern-Kind-Beziehungen oder sind Ehepartner. Hier ist es eine wirklich praktische Idee der Programmautoren, die Relationen menügesteuert eingeben zu lassen. Nach Eingabe der ersten Person kann man mit dem Buchstaben „R“ (markierter Buchstabe im Menüpunkt „Einfügen in Relationsschema“) direkt Partner, Eltern oder Kinder eingeben.

Die für die Eingabe der detaillierten Personen- und Ehedaten vorgesehenen Karteikarten sind sehr umfangreich: Neben den Personennamen sind Patronyme und Alias-Namen vorgesehen. Lange Adelsnamen machen kein Problem. Vorsilben sollten auch vor dem Namen geschrieben werden. Eine Standardliste solcher Vorsilben (erweiterbar im Menü „Einstellungen ändern – Vorsilben ändern“) sorgt dafür, dass bei der späteren Sortierung nur nach den Stammnamen sortiert wird. Aber auch das kann man unterdrücken. Ins Feld Notiz kommen Einträge, die man später nicht unbedingt ausdrucken will (z. B. „noch zu erforschen“). Im Info-Feld kann man den Lebenslauf (max. 16.000 Zeichen, ca. acht Seiten) eintragen. Die nächsten Felder – Adressen, Geburt, Taufe, Tod, Einäscherung, Beerdigung – sind selbsterklärend. In der neuesten Version 3.0b sind auch endlich Eingabemasken für Zeugen bei der Taufe vorgesehen. In einer speziellen Eingabemaske für Geburtsregister sind diese Zeugen auch im Namensregister suchbar. In den normalen Eingabemasken ist dies leider nicht der Fall. Wegen dieses Mangels ist das Programm für die Kirchenbuchverkartung weniger gut geeignet. Häufig vorkommende Texte wie Ortsnamen oder Quellentexte lassen sich auf Funktionstasten speichern und mit einem Tastendruck wieder aufrufen. Belegen kann man: <F2> bis <F12>, <Shift+F2> bis <Shift+F12>, <Alt+F2> bis <Alt+F12> und <Strg+F2> bis <Strg+F12>, insgesamt also 44 Möglichkeiten. Die Definition erfolgt mit der Tastenkombination <Strg+ F1>, wenn man im Personen- oder Eheblatt arbeitet. Auch sonst sind viele Tasten(kombinationen) durch das Programm belegt, die meisten ergeben sich aus der untersten Menüzeile. Der Vorteil dieser Methode ist ein sehr schnelles Arbeiten bei der Eingabe. Die wichtigsten Tasteneingaben hat man sich schnell eingeprägt. Und wenn man sich doch einmal irgendwo verheddert in der Masse der einzugebenden Daten, dann hilft ein Druck auf die ESC-Taste immer wieder zurück zum Hauptmenü.

Eine Übersicht der Personen und Ehen kann man sich jederzeit über die entsprechenden Menüpunkte „Ändern“ bzw. „Ausgabe“ auf den Bildschirm holen. Man kann andere Ausgabelisten über den Menüpunkt „Option“ aus einer umfangreichen Liste verschiedener Möglichkeiten auswählen. Wem auch die noch nicht ausreichen, der kann im Hauptmenü unter „PRO-GEN Hilfsprogramme – Sonstige – Definitionen ändern“ vorhandene Listen optimieren oder ganz neu erstellen. Darüber hinaus gibt es verschiedene Text- und HTML-Ausgabemöglichkeiten. Ein besonderer Leckerbissen bei PRO-GEN ist die grafische Ausgabe einer halbkreisförmigen Ahnentafel, die im PDF-Format abgespeichert wird. Diese Tafel kann inzwischen mit bis zu zehn Generationen ausgedruckt werden. Bringt man die PDF-Datei in einen Copy- Shop, der Großformate ausdrucken kann, dann lässt sich das Blatt als mehrfarbiges Poster bis A0 ausdrucken.

PRO-GEN-Anwender können sich kostenlos der deutschsprachigen Mailingliste anschließen und Ihre Fragen stellen: http://groups.yahoo.com/group/pro-gen-d.

Fazit: Ich habe noch längst nicht alle Möglichkeiten von PRO-GEN austesten, geschweige denn nutzen können. Trotzdem ist es mein „liebstes“ Programm, weil die Dateneingabe so einfach ist und es meine Wünsche der Text- und HTML-Ausgabe optimal erfüllt. Für die Grafik hoffe ich noch auf bessere Windows basierte Ausgaben. Die PDF-Grafik macht immer Furore. Der Support ist sehr gut, die Austauschmöglichkeiten unter den Anwendern sollten aber mehr genutzt werden. (gj)

Den vollständigen Test lesen Sie in Heft 1/2003 der Computergenealogie.


Neues aus Franken

Erfahrungen mit neuen Funktionen von GFAhnen

Das Programm GFAhnen liegt nun in der Version 5.0 vor; einen ausführlichen Test der Version 4.0 brachte die Computergenealogie in Heft 3/2002. Der Programmierer Werner Bub und die GFF haben es wieder geschafft, pünktlich zur Jahreshauptversammlung der GFF eine neue verbesserte Version auf den Markt zu bringen. Die wichtigsten Neuerungen sollen im Folgenden beleuchtet werden.

Hatte die vorige Version noch Schwierigkeiten mit Windows XP, so sind diese nach meinen Feststellungen behoben. Dass der empfohlene Packer PKZIP bei Disketten unter Windows XP Schwierigkeiten hat, ist ein Problem vieler ZIP-Packer und nicht von GFAhnen. Zusätzlich wird der Packer Cabarc unterstützt, mit dem auf moderne Speichermedien wie Memocards und USB-Sticks gesichert werden kann.

Ein Schwerpunkt der Verbesserungen ist die Bedienoberfläche. Die Bedienelemente für die Neuanlage einer Person sind nun klar überschaubar. Für die Neueingabe eines Ehepartners ist es nicht mehr erforderlich, dass vorher ein Ehedatensatz angelegt wird. GFAhnen legt nun die Ehedatensätze automatisch an, der Benutzer muss dann nur noch das Datum der Eheschließung und den Ort eingeben.

Bei einer verwandtschaftlichen Neuanlage wie Vater, Mutter, Kind, Geschwister kann der Benutzer selbst wählen, welche Namen-und Ortsfelder übernommen werden.

Es wurde eine Möglichkeit zur Autovervollständigung von Datenfeldern geschaffen; es wäre aber sinnvoll, wenn man diese Funktion für jedes Feld einzeln zu- oder abschalten könnte.

Zusätzlich zu den bisherigen Namenslisten zur Personensuche sind 20 Standardsuchschlüssel mit drei Parametern wie Geburtsort, Geburtsdatum und Familiennamen geschaffen worden. Der Anwender kann aber auch eigene Suchschlüssel wie die von mir gerne benutzte Folge Geburtsort, Familiennamen und Geburtsdatum erstellen. Ich habe dann z.B. alle Flake aus Höntrup in chronologischer Reihenfolge zusammen stehen, was die Übersichtlichkeit stark verbessert.

Sowohl bei den Namenslisten als auch bei der Personensuche über Schlüssel werden die Namen der Eltern – sofern eingegeben und verknüpft – beim Überfahren der Liste mit der Maus angezeigt. Bei den Namenslisten können die Ehefrauen mit dem Namen des Ehemannes angezeigt werden, was die Zuordnung von Todesdaten in großen Datenbeständen erleichtert.

Die Quellenverwaltung ist nun in der Lage, Fuß- und Endnoten zu verarbeiteten, ich könnte mir als Benutzer jedoch eine verbesserte Bedienung hierfür vorstellen.

Die Gedcom-Schnittstelle hat entscheidende Verbesserungen erfahren. So war es mir nun möglich, Gedcom-Daten von PAF einschließlich der Quellen zu übernehmen, nachdem ich diese Gedcom-Datei vorher mit Word von Unicode ins normale Textformat verwandelt hatte.

GFAhnen ist jetzt auch in der Lage, Dynastien zu verarbeiten. Bei den frühen Dynastien gab es keine Familiennamen. Der deutsche Kaiser Heinrich IV gehörte zum Haus der Salier, hatte aber keinen eigentlichen Familiennamen. Diese Personen können nun nach den Dynastienamen ohne Familiennamen verwaltet und sortiert werden, auf Wunsch kann der Dynastiename in Klammern ausgegeben werden.

Zusätzlich zu der Möglichkeit mehrere Datenbestände zu verwalten, kann GFAhnen nun mehrere Kekulétabellen in einem Datenbestand verwalten.

Um den Bedürfnissen der Familienforscher aus Österreich gerecht zu werden, sind nun die Orte-Nachladetabellen um Austria erweitert: über 17.000 Orten mit Postleitzahl und Territorium.

Die Ausgabe von HTML ist beständig weiterentwickelt worden. Es ist zusätzlich eine Ausgabemöglichkeit von Beschreibungen von Orten, Familiennamen, Vornamen, Lebensphasen und Todesursachen hinzu gekommen. Der Anwender kann zu jeder der vorigen Gruppen Beschreibungen eingeben, die dann separat selektiert ausgegeben werden. Es wäre von Vorteil, wenn diese Beschreibungen direkt von der Person, bei der sie erforderlich sind, per Link aufgerufen werden könnten. Durch eine geschickte Wahl der Style-Sheets kann das Aussehen der Links, wie fast alles, so beeinflusst werden, dass die Links nicht störend sind. Beispiele dafür gibt es auf meiner Homepage www.hpenke.de . Die Ausgabe in HTML ist nicht nur für das Internet geeignet, sondern man kann damit auch wunderbar CDs mit den eigenen Daten erstellen, die dann ohne GFAhnen gelesen werden können.

Eine Demoversion von GFAhnen 5.0 gibt es kostenlos auf . (Herbert Penke)


Vielfältige Berichte

Neue Version von TMG

Whollygenes hat eine neue Version von The Master Genealogist, kurz TMG zum Download ins Internet gestellt ). Laut Whollygenes beinhaltet diese Version 5.05 sowohl die am meisten gewünschten Berichtsformate als auch weitere Berichte als auch die folgenden neuen Eigenschaften:

  • neuer Bericht „Familienblatt“: optional mit Bildern viele andere Optionen zur Auswahl von Zeichensätzen, Notizen, Quellenangaben, etc.
  • neuer Bericht „Liste der Personen“: optionale Ausgabe nach Excel, dBase und anderen Tabellenkalkulationen und Datenbankformaten, Optionen für sekundäre Ausgabe erlauben die Auswahl einer Personengruppe, zum Erstellen eines neuen Projektes, um Zeittafeln global zu erstellen oder global zu lösen, Merkmale global zu ändern
  • neuer Bericht „Personenblatt – Detailaufzählung“: optional mit Bildern, Ausgabe von Merkmal-Werten, Ausgabe von Zeittafel-Ereignissen, viele weitere Optionen zur Auswahl von Zeichensätzen, Elementen, Datumsangaben, Orten, etc., wobei die Namen von Merkmalen und Elementen nicht übersetzt werden
  • neuer Bericht „Verteilung der Personen/Streuung der Daten“: erzeugt eine Häufigkeitsverteilung für eine vorgegebene Eigenschaft, es lässt sich beispielsweise eine Liste erstellen, welche angibt, wieviele Personen mit Namen Schmidt in den einzelnen Ländern geboren wurden, mehr als 200 Auswahlfelder stehen zur Verfügung
  • Ausgabe im PDF-Format (Acrobat): verfügbar für alle unterstützen Berichtsarten, Daten können per PDF-Datei leicht via E-Mail ausgetauscht werden
  • Systemleistung analysieren: diese neue Option, erreichbar unter Datei-Wartung, gibt Hinweise zur Verbesserung der Programmgeschwindigkeit
  • Bild-Miniaturen: diese Option (Einstellungen-Aktuelles Projekt-Fortgeschritten) benötigt etwas mehr Speicherplatz auf der Festplatte, aber die Geschwindigkeit des Exponate-Verzeichnisses wird stark verbessert; der Sicherungsdatei können verkleinerte Versionen von jedem Bild beigefügt werden, ohne die vollständigen Bilder einzubetten
  • Anzeige des Filter-Fortschritts: zeigt das berechnete Filterergebnis für jeden Ausdruck und den kombinierten Effekt verschiedener Filterausdrücke an
  • Weitere neue/verbesserte Eigenschaften: noch weiter verbesserter Import aus Legacy und Generations, Lesezeichen-Verwaltung nicht länger begrenzt auf 25 Einträge, verbesserte Anpassung an andere Gegebenheiten bzw. Sprachen , viele weitere Optionen in Einstellungen, Filtern, Historie-Elementen und benutzerdefinierter Symbolleiste, aktualisierte Hilfe-Datei.

Außerdem wurden viele von den Nutzern gemeldete Fehler korrigiert. Um die Aktualisierung auf V5.05 herunterzuladen und durchzuführen (10360627 bytes), startet man TMG, geht ins Hilfe-Menü und wählt „Auf Aktualisierung prüfen“. Alternativ kann auch der Menüpunkt „Check for a Program Update“ ausgewählt werden im Windows-Startmenü unter Start-Programme-„The Master Genealogist v5“. Die Aktualisierung wird dann hinzugefügt und TMG wird automatisch neu starten und die neue Versionsnummer „v5.05.000“ im Startbildschirm anzeigen. (TMG, Jürgen Drees)

Vereine

Visitenkarte

Genealogisch-Heraldische Gesellschaft Zürich

Im Mittelpunkt steht das von Silber und Blau schräg geteilte Stadtwappen von Zürich, zu welchem aus allen Richtungen Menschen strömen. Menschen, gleichmäßig aufgeteilt nach Frauen und Männer, was wiederum den genealogischen Gegebenheiten einer Ahnentafel entspricht. Dadurch entstehen gleichzeitig viele Punkte rund um das Wappen von Zürich, eine Vielzahl von Treffpunkten für die Familienforscher aus allen Kantonen der Schweiz und dem Ausland, die einen Austausch zum gemeinsamen Hobby suchen. Diese Plattform für mannigfaltige Treffpunkte bietet die Genealogisch-Heraldische Gesellschaft Zürich.

Zürich ist jedoch nicht erst in diesen Tagen ein Zentrum der deutschsprachigen Genealogie. Die Anfänge genealogischen Schaffens fallen ins 16. Jahrhundert. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhundert stoßen wir auf die ersten Geschlechterbücher. Daneben gibt es aber auch sehr vereinzelt bereits Stammtafeln. Allen voran geht der seines Amtes enthobene Pfarrer Erhard Dürsteler (1678-1766). Noch heute bilden seine Register zu den Tauf-, Ehe- und Sterbebüchern der vier Zürcher Stadtkirchen eine unerlässliche Hilfe zur Arbeit mit den Kirchenbüchern. Nach Dürsteler folgten noch 6-8 weitere Genealogen, die allesamt in zwei Gruppen eingeteilt werden können: Die einen erarbeiteten Stammlisten, die anderen Stammtafeln. Nicht ungenannt bleiben darf der letzte Vertreter der sogenannten „Tafelgruppe“, Wilhelm Hofmeister (1753-1814). Seine zierlichen 33 Bändchen im Querformat werden heute im Stadtarchiv verwahrt und bildeten die Grundlage für die ersten zivilstandsamtlichen Register der Stadt Zürich.

Weit über die Grenzen hinaus wirkte der Sammler und Genealoge Johann Jakob Leu (1689-1768), Jurist, der es im Staatsdienst bis zum Amt des Bürgermeisters der Stadt Zürich brachte. Seine rund 300 handschriftlichen Manuskripte werden heute in der Zentralbibliothek Zürich verwahrt, darin eingeschlossen mehrere genealogische Arbeiten. Eine besondere Eigenheit und eine leicht zugängliche Quelle bilden die gedruckten Bürgerbücher der Stadt Zürich, die zwischen 1791 und 1926 in 47 Folgen erscheinen sind.

Johannes Frick (1859-1935), – ein Landwirt – hat erstmals auch die Geschlechter der Zürcher Landschaft mit in seine Arbeiten einbezogen. Er legte über alle zürcherischen Geschlechter je ein Dossier an, und erwähnte darin viele Urkunden und Aktenbestände und fasste die Nennungen in Regestenform zusammen. Seine große Sammlung wurde erst kürzlich in Hefte gebunden und steht im Lesesaal des Staatsarchivs Interessierten zur Verfügung.

Das größte Verdienst für genealogisches Schaffen in Zürich gebührt aber dem „Nestor“ unter den Rechtshistorikern und Genealogen, Dr. Wilhelm Heinrich Ruoff (1906-1980). Er erstellte die weit herum beachtete Ahnentafel Rübel-Blass, die alle Quellen berücksichtigte und bis ins Mittelalter führt. Sie erwähnt über 11.000 Personen, die zusammen 2,4 Mio. Ahnenplätze belegen. Allein Kaiser Karl der Große muss 42.500 mal gezählt werden. Unveröffentlicht – aber im Staatsarchiv Zürich zugänglich – sind die beiden großen Nachfahrentafeln des Zürcher Reformators Ulrich Zwingli (1484-1531) und des Berner Ritters Adrian von Bubenberg (um 1427 -1479). Über 40’000 Personen sind darin enthalten. Es gibt heute kaum einen Stadtzürcher, der nicht über die „Ahnentafel Rübel-Blass“ den Anschluss an mittelalterliche Dynastengeschlechter und den europäischen Hochadel nachweisen kann.

Als letzter großer Genealoge sei Johann Paul Zwicky (1906-1982) erwähnt. Er zeichnete als letzter Herausgeber des „Schweizerischen Geschlechterbuches“ (1905-1965, 12 Bände) und des „Schweizerischen Familienbuches (1945-1963, 4 Bände). Die Krönung seiner Arbeit ist aber die Herausgabe der Ahnentafel Benziger-Müller (1975), die für die Innerschweiz ebenso wichtig wurde wie die Ahnentafel Rübel-Blass für Zürich.

Zürich hat eine große genealogische Tradition. Wir setzen diese in unserer Gesellschaft mit unseren Tätigkeiten und jeder einzelne Familienforscher mit seiner genealogischen Arbeit fort.

Besonders zu erwähnen ist das Thema Auswanderung, mit welchem sich die Gesellschaft in den letzten Jahren intensiv beschäftigt hat. Die Publikationen dazu von Dr. Hans Ulrich Pfister, Winterthur sind viel beachtete wanderungsgeschichtliche Arbeiten, u.a.: 1983: „Schweizer Einwanderer in den Kraichgau nach dem Dreißigjährigen Krieg“, 1986: „Zürcher Auswanderung nach Amerika 1734/1735“, 2000: „Zürcher Einwanderer in die Gegend von Neustadt an der Weinstraße“ sowie „Wanderungsbeziehungen zwischen dem Kanton Zürich und Deutschland, 1648-1800“. Aber auch die „Ahnenlisten“ über sechs Generationen von Mitgliedern der GHGZ, die als Festschrift zum 75 Jahr-Jubiläum der Gesellschaft im Jahr 2000 erschienen ist, werden laufend fortgesetzt und um die siebte Generation ergänzt.

Besuchen Sie uns auf unserer Homepage http://www.ghgz.ch. Dort werden Sie noch mehr Interessantes entdecken und Kontakt mit uns aufnehmen können. (Werner Adams)

Kontaktadresse: Genealogisch-Heraldische Gesellschaft Zürich c/o W. Adams Dammbodenstraße 1 CH-8604 Volketswil Homepage: http://www.ghgz.ch


Geballtes genealogisches Wissen

Lexikon-CD für CompGen Mitglieder

Der Verein für Computergenealogie hat im Rahmen einer Sonderaktion für alle seine Mitglieder je ein Exemplar des genealogischen Lexikons der Genealogie-Service.de GmbH erworben; die Firma fungiert auch als Verlag für die gedruckte Ausgabe der Computergenealogie.

CompGen-Mitglieder erhalten die CD automatisch und ohne weitere Kosten mit der Lieferung der Computergenealogie 1/2003 bzw. beim Eintritt in den Verein im Laufe des Jahres 2003.

Die CD enthält folgende Informationen, die sich online kostenfrei aktualisieren lassen:

  • Adressen von über 43.000 evangelischen Gemeinden in Deutschland, sowie über 15.000 im Ausland. Mit Hinweisen auf die entsprechende Landeskirche, den Kirchenkreis sowie die Muttergemeinde
  • über 1.500 Nachnamen und 2.400 Vornamen lexikalisch erläutert
  • über 1.000 genealogische, allgemeine und lateinische Begriffe
  • über 900 vorwiegend historische Berufe und Titel
  • über 400 vorwiegend historische Krankheiten und Todesursachen
  • über 600 Hinweise auf Ortsfamilienbücher
  • über 200 alte und neue Verwandtschaftsbezeichnungen
  • Webverzeichnis Ahnenforschung.Net: Über 2.500 Links auf genealogische Seiten im Internet, davon über 900 private Homepages jeweils mit Hinweisen zum Inhalt
  • über 3.500 Hinweise auf Bücher, Software, CD-ROMs, Ahnentafeln, (Produktkatalog der Genealogie-Service.de GmbH)
  • Adressen von genealogischen und historischen Vereinen im In- und Ausland, genealogische Forschungsstellen der Mormonen und allgemein für genealogische Zwecke interessante Anschriften
  • wertvolle Anfängertipps zu den Themen „Wie beginne ich meine Familienforschung“, „Internet für Familienforscher“ sowie Hinweise zum Umgang mit Mailinglisten und Newsgroups.

Die Lexikon-CD basiert auf der Software Aid!. Hierdurch ist es sogar möglich das Lexikon selbstständig durch eigene Kategorien und Einträge zu erweitern. Aid! unterstützt dabei folgende Funktionen:

  • die Verwaltung von Telefonnotizen, Terminen, Adressen, Internetverknüpfungen und Verweise auf Dateien
  • einfache Suche durch den kompletten Datenbestand
  • automatische Erstellung von Links zu anderen Buchseiten / Einträgen
  • umfangreicher Import-Assistent für TXT, CSV, MDB
  • Publizieren von Aid-Büchern im Internet, oder Intranet um diese anderen zur Verfügung zu stellen

Der Kaufpreis der Lexikon-CD liegt bei 16,95 EUR. Die CompGen Mitgliedschaft im Jahr 2003 kostet 35 EUR und schließt u.a. folgende Leistungen ein:

   * Genealogie-Service Lexikon-CD;
   * FOKO-CD 2003/2004 (erscheint im Juni 2003);
   * CompGen CD 2003/2004 (erscheint im Dezember 2003);
   * vier Ausgaben der Vereinszeitschrift Computergenealogie. 

Auch bei einem Beitritt im Laufe eines Kalenderjahres werden natürlich noch alle Vereinsleistungen dieses Jahres nachgeliefert. Mitgliedsanträge kann man online stellen unter https://compgen.de/?Aufnahmeantrag. (kpw)


Släktforskningen in Schwerin

Die Schweden kommen zum Genealogentag

Besucher des 55. Deutschen Genealogentages in Schwerin im September werden gute Möglichkeiten haben, Auskünfte über nach Schweden ausgesiedelte Verwandte, Flüchtlinge und verlorene Freunde ihrer Familien sowie Archivspuren von Offizieren der Armee Gustav II Adolfs zu erhalten. Am 19. September kommen Vertreter folgender Vereine nach Schwerin:

  • Sveriges Släktforskarförbund, „schwedischer DAGV“ und Herausgeber einer CD mit Daten von allen Verstorbenen in Schweden 1950-1999 sowie einer CD über alle Schweden und Ausländer, die 1970 in Schweden lebten;
  • Genealogiska Föreningen, der älteste genealogische Verein Schwedens mit vielen deutschen Gesprächspartnern. (http://www.genealogi.net);
  • Föreningen G-gruppen, ein Partner der Genealogiska Föreningen mit eigener Liste und Webseite (http://www.g-gruppen.net, siehe auch Newsletter 2001/08 – Deutsch-schwedische Familienforschung)
  • DIS, Datorstöd i släktforskningen, „schwedischer CompGen“. mit Disbyt (http://www.dis.se, siehe auch Newsletter 2001/02 – Blick über den Zaun) und bald 20.000 Mitgliedern; auch wer nicht Mitglied ist, kann auf der Website nach Namen suchen, um Kontakt mit anderen Forschern bekommen, muss man jedoch Mitglied werden (100 SEK, ungefähr 11 EUR)
  • Landsarkivet i Lund (Landesarchiv in Lund);
  • Skånes Genealogiska Förbund (Genealogischer Verband für Schonen).

Wahrscheinlich kommen auch dänische, norwegische und finnische Teilnehmer nach Schwerin, auch mit Ausstellungen. (Gustaf von Gertten, aus der CompGen-Liste)

Kaleidoskop

Eine stolze Zahl

10.500 Newsletter-Abonnenten

Etwas mehr als zwei Jahre publizieren wir jetzt für Sie den Computergenealogie-Newsletter. Im letzten Monat haben wir die Zahl von 10.000 Abonnenten überschritten. Diese große Zahl von Lesern freut uns natürlich sehr, zeigt sie doch, dass unser Newsletter, den wir für Sie in unserer Freizeit erstellen, gerne gelesen und vor allem positiv angenommen wird.

Wir möchten Ihnen hier auch noch einmal unser dreistufiges Konzept erläutern, da doch immer wieder Fragen dazu gestellt werden. Einmal monatlich verschicken wir per E-Mail einen Newsletter, der viele Artikel nur kurz anreißt. Ein Link führt jeweils zur vollständigen Fassung des Artikels auf den monatlich neu erstellen Webseiten unter http://www.computergenealogie.de.

Alle drei Monate publizieren wir das gedruckte Magazin Computergenealogie, das Sie im Abo beim Verlag oder über eine Mitgliedschaft im Verein für Computergenealogie beziehen können. Im Magazin werden über den Newsletter und die Webseiten hinaus weitere Artikel zu unterschiedlichsten Themenschwerpunkten und vor allem regelmäßig ausführliche Testberichte genealogischer Programme veröffentlicht. Das Magazin Computergenealogie erscheint zurzeit in einer Auflage von 3.000 Exemplaren.

Bei der beeindruckenden Zahl von Lesern würden wir uns allerdings auch freuen, wenn unter den vielen Lesern ein paar zu finden wären, die Interesse haben, an der Computergenealogie mitzuarbeiten. Denn nur dann können wir die Qualität auch langfristig sichern. Wir suchen jederzeit „freie Mitarbeiter“, die Artikel schreiben, die uns interessante Neuigkeiten zur Computergenealogie mitteilen, die ein genealogisches Programm testen möchten, oder die unser Korrekturleseteam verstärken. Schreiben Sie uns doch eine Mail an redaktion@computergenealogie.de wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit haben. (kpw)


Drei Neuzugänge

Weitere Vereine mit Homepage und Datenbank auf genealogy.net

Im Zuge der Rahmenvereinbarung zwischen der DAGV und dem Verein für Computergenealogie hat nun die Arbeitsgemeinschaft Genealogie Magdeburg eine Internetpräsenz auf dem deutschen Genealogie-Server eingerichtet. Unter der URL stellt der Verein seine Aktivitäten und seine Mitglieder vor.

Eine weitere neue Vereinshomepage auf dem deutschen Genealogieserver betreibt der HEROLD – Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften zu Berlin e. V. Der Verein widmet sich seit über 125 Jahren den Historischen Hilfswissenschaften, insbesondere der Heraldik (Wappenkunde), der Genealogie (Familiengeschichtsforschung) und verwandten Wissenschaften wie der Sphragistik (Siegelkunde), der Phaleristik (Ordenskunde), der Numismatik (Münz- und Medaillenkunde), Prosopographie (Namenskunde) und Biographik, aber auch der mit diesen in Verbindung stehenden Landes- und Ortsgeschichte. Unter der URL ist die Interpräsenz des Vereins zu finden.

Mit einer Mitglieder- und Forscherdatenbank ist nun auch der Verein sudetendeutscher Familienforscher e.V. (VSFF) im Internet vertreten. Genutzt wird die gleiche Datenbank, an der sich schon 14 andere Vereine unter Federführung des Vereins für Computergenealogie beteiligen.

Durch die Erweiterung werden jetzt insgesamt 9.750 Mitglieder verwaltet. Durch Doppel- und Mehrfachmitgliedschaften sind das 8.414 einzelne Familienforscher. Sie alle haben insgesamt 104.996 Forcherdatensätze zusammengetragen, die online unter der Adresse http://db.genealogy.net/vereine abgefragt werden können.

Zurzeit werden die Mitgliederdatenbanken der Vereine übrigens von Herbert Juling so umgestellt, dass es in Kürze möglich sein wird, mit nur noch einer einzigen Bennutzerkennung alle CompGen-Projekte aktiv benutzen zu können (Mitgliederdatenbanken, FOKO, GedBas, GOV, Kalender, …). Wir werden Sie im nächsten Newsletter ausführlich über die Vereinheitlichung, die Ihnen die Benutzung unserer Datenbanken noch einfacher machen wird, informieren. (kpw)


Freier Zugang

Hessen-Liste für alle Interessierten geöffnet

„Die deutschsprachige Hessen-L-Liste steht allen Familienforschern mit Interesse an Genealogie in Hessen und ehemals hessischen Gebieten, sowie an hessischen Familien und Orten zur Teilnahme offen.“ heißt es auf http://list.genealogy.net/mm/listinfo/hessen-l. Im Gegensatz zu früher ist die Mitgliedschaft in einem der drei hessischen genealogischen Vereine ist nicht mehr Voraussetzung für die Mitgliedschaft in der Hessen-Liste.

Eine Anmeldung zur Teilnahme an der Liste ist auf der genannten Internetseite möglich. Die Anmeldeprozedur (Nachfrage per E-Mail, Bestätigung per E-Mail) soll die Integrität der Liste wahren (keine anonymen Anmeldungen, Schutz vor Anmeldungen Dritter durch Witzbolde usw.) und ist im Regelfall kurzfristig abgeschlossen. (Mario Arend, Listadmin)


Noch mehr Zeitreise-Ziele

Weitere Adressbücher online

Nach dem Start der Adressbuchdatenbank zum 1.3.2003 (wir berichteten im letzten Newsletter), sind weitere Adressbücher erfasst worden und nun in der Datenbank abfragbar. Hinzugekommen sind: Bremen 1796, Perleburg 1925 sowie Wadersloh 1818, 1825 und 1895.

Die Datenbank ist abfragbar unter der URL: http://www.adressbuecher.net Der Verein für Computergenealogie würde sich freuen, wenn noch mehr Freiwillige Adressbücher abschreiben, erfassen und in der zentralen Datenbank bereitstellen würden. Unter der URL können Sie sich den Aufbau der Mustertabelle ansehen, in welcher die Daten erfasst werden müssen. Nehmen Sie bei Interesse an einer Mitarbeit bitte Kontakt mit dem Projektleiter Andreas Pörschke auf (info@adressbuecher.net). (kpw)


Genealogische Veranstaltungen

Termine

Für den Monat März sind 26 genealogische Termine in Bensheim, Berlin, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Flensburg, Gießen, Hamburg (5x), Hannover, Hildesheim, Höchst-Hummetroth, Kassel (2x), Köln, Mechernich-Kommern, Münster, Neuss, Oldenburg, Osnabrück (2x), Raunheim und Sindelfingen im „genealogischen Kalender“ eingetragen. Die Inhalte der Veranstaltungen, sowie Uhrzeiten, Ortsangaben und Veranstalter finden Sie unter http://www.genealogy.net/gene/kalender.html. (as)


Vereinsvielfalt und genealogische Erfahrung

Auswertung der letzten Umfragen

Da wir im letzten Monat aus Termingründen das Umfrageergebnis vom Februar nicht kommentieren konnten, wollen wir das heute nachholen. Die Frage lautete: Warum sind Sie (noch) kein Mitglied in einem genealogischen Verein?

Das Ergebnis der Umfrage war in etwa so, wie wir es erwartet hatten: Die Hälfte der insgesamt 330 Teilnehmer an der Umfrage gab an, dass es zu viele Verein gebe und man nicht wisse, in welchen man denn eintreten solle. Weitere 17% der Umfrageteilnehmer gaben andere Gründe an und teilten uns diese auch in zahlreichen Leserbriefen per E-Mail mit.

Fast jeder Familienforscher sucht nicht nur in einer spezifischen Region nach seinen Vorfahren, sondern in mehreren. Man könne aber nicht in jeden Verein eintreten, in dessen Forschungsgebiet man nach Vorfahren sucht, denn das würde dann schnell das Budget für (ansonsten durchaus für angemessen gehaltene) Beitragszahlungen sprengen.

Viele Leser teilten uns auch mit, dass sie heute in Städten leben, in denen es zwar durchaus einen genealogischen Verein gibt, sie selbst in anderen Regionen forschen. Hier wurde dann kein Mehrwert durch eine Mitgliedschaft gesehen. Andere Leser wiederum meinten, dass sie zwar Vereine für ihr Forschungsgebiet kennen, diese aber wiederum nicht an ihrem Wohnort vertreten sind. Dadurch kann der Forscher nicht am Vereinsleben teilnehmen und eine Mitgliedschaft sei deshalb nicht interessant. Immerhin 18% aller Umfrageteilnehmer treten übrigens generell in keinen Verein ein.

Die föderale Struktur der genealogischen Vereine im deutschen Sprachraum (alleine unter dem Dach der DAGV sind ca. 65 Vereine organisiert; es gibt viele weitere, unabhängige Vereine) hat also nicht nur Vorteile. Zwar kann durch die regionale Forschungsbezogenheit natürlich auf die lokalen Gegebenheiten einer Forschungsregion am Besten eingegangen werden, allerdings hat sie eben auch den Nachteil, dass nicht alle Forscher angesprochen werden können, da der Einzelne dann oft in zu vielen Vereinen Mitglied werden müsste.

Im März wollten wir von Ihnen wissen: Wie lange interessieren Sie sich schon für Familienforschung? Fast 1000 Leser nahmen an dieser Umfrage teil. Jeder vierte Teilnehmer gab dabei an, sich seit weniger als einem Jahr mit dem Hobby zu beschäftigen. Immerhin jeder dritte betreibt Familienforschung schon seit mehr als 10 Jahren. Für uns als Redaktion der Computergenealogie bedeutet dies, dass wir ein breites Spektrum abdecken müssen. Sowohl Fachartikel als auch Grundlagenwissen sind gefordert. Der Wunsch geht hierbei an die erfahrenen Familienforscher, ihr Wissen den Anfängern weiterzugeben. (kpw)

Unsere neue Frage: Wie sind Sie dazu gekommen, sich mit Familienforschung zu befassen?

  • Ich war einfach neugierig
  • Freunde oder Verwandte betreiben Familienforschung
  • Alte Unterlagen haben mich neugierig gemacht
  • Ich habe einen Beitrag über Familienforschung gelesen bzw. im Radio gehört, im Fernsehen gesehen
  • Durch das Internet