Im Interview: die neue Beisitzerin für Öffentlichkeitsarbeit im CompGen-Vorstand
Die Mitgliederversammlung hat am 18. April 2026 Jasmin Riegler als Beisitzerin mit dem Aufgabenbereich „Öffentlichkeitsarbeit“ in den Vorstand des Vereins für Computergenealogie (CompGen) gewählt. In unserer Serie zur Vorstellung von neuen „Köpfen“ hat die Blog-Redaktion dem neuen Vorstandsmitglied wieder die elf Interview-Fragen gestellt, um deren Beantwortung wir in den vergangenen Jahren alle Neuen an der Vereinsspitze gebeten haben.
Infos zu Jasmin Riegler
Jasmin ist im Mai 1990 im baden-württembergischen Nürtingen, etwa 30 Kilometer südöstlich von Stuttgart, geboren und als „Dorfkind“ im nahen Altenriet aufgewachsen. Nach dem Besuch des Biotechnischen Gymnasiums machte sie eine Ausbildung als Pharmazeutisch-technische Assistentin. Seitdem arbeitet sie in Apotheken – mit Verantwortung für Aktionsplanung sowie die Social Media-Präsenz, als Beauftragte für Hilfsmittel, Gefahrstoffe und Datenschutz. Derzeit betreut sie in der Nürtinger Stadt-Apotheke hauptsächlich als Versandleitung die fünf Onlineshops.
Aus Interesse an Informatik begann sie ein Fernstudium an der Fernuni Hagen, was aber nebenberuflich nicht funktionierte, auch da neben der Genealogie noch andere Hobbys ihre Freizeit füllen: Sie ist Fan von Manga, Anime und asiatischen Serien, hört meist japanische Rockmusik, lernt Japanisch, Koreanisch und Chinesisch, fotografiert – u.a. für ihre Homepage stories-through-photos.de – und kam über Kickboxen und Aikido zum TaiChi.
Erste Schritte in der Familienforschung machte sie in der 8. Klasse, als sie in Vererbungslehre den Bluter-Stammbaum der Queen im Bio-Buch so cool fand, dass sie das auch haben wollte. Zwischendurch gab es teilweise lange Pausen. Mitglied bei CompGen ist sie seit November 2014, hat für das Grabsteinprojekt den Altenrieter Friedhof fotografiert und ist beim Projekt Weinkaufsbriefe engagiert.
Elf Fragen an Jasmin Riegler
1. Welches sind in Deiner persönlichen Biographie die drei glücklichsten Momente oder die drei bedeutendsten Ereignisse gewesen?

Puh, ich würde sagen: Vielleicht der Tag, an dem ich mein Motorrad gekauft hab, oder die erste eigene Wohnung und auch meine Reisen nach Japan. Eigentlich würde ich nicht behaupten, dass es in meiner Biographie besonders spannende Ereignisse gibt.
2. (mit Augenzwinkern:) Zu welchem Thema aus Deinem Privatleben möchtest Du nicht befragt werden?
Ich hab keine Geheimnisse, aber ich diskutiere nicht gerne darüber, was ich wegen des Studiums hätte anders machen sollen. Oder rede generell nicht gern über mich selbst…
Hier mache ich mal eine Ausnahmen.
3. Was siehst Du als Deine (größten) Stärken für Deine Aufgabe im CompGen-Vorstand?
Das würde ich lieber andere beurteilen lassen, aber wenn ich was sagen müsste dann vielleicht: Ich organisieren gerne Dinge (außer meine eigenen) und versuche Dinge auf den Punkt zu bringen.
4. Wie viele Stunden pro Woche verbringst Du selbst (durchschnittlich) mit eigener Familienforschung?
Das schwankt stark zwischen gar keine und das ganze Wochenende.
5. Auch wenn Quantität nicht alles ist in der genealogischen Forschung, sage uns doch, wie viele Familienmitglieder bzw. Vorfahren hast Du bisher bei Deiner Familienforschung erfasst?
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6. Was konntest Du bisher über Deine Vorfahren und deren Herkunft herausfinden?
Nun, das ist ein bunter Haufen an hauptsächlich Geflüchteten und Vertriebenen aus unterschiedlichen ostdeutschen Siedlungsbieten. Teils aus dem Ostalbkreis, teils Ostpreussen, teils Ungarn-Deutsche, teils Bessarabien-Deutsche. Unterlagen oder Fotos gibt es so gut wie keine. Inzwischen habe ich einiges an Kerndaten angesammelt, aber leider noch sehr wenig „Fleisch an den Knochen“.
7. Welche Person in Deiner Familie findest Du besonders beeindruckend?
Schwer zu sagen, mir fehlen ja die meisten Infos noch. Aber ich hab auf jeden Fall großen Respekt vor alle denen, die sich durch Vertreibung, Flucht oder Auswanderung ein komplett neues Leben in einer fremden Umgebung aufgebaut haben. Und auch vor meiner Urururgroßmutter, die 15 Kinder auf die Welt brachte. Das wäre definitiv nix für mich.
8. Nenne bitte drei bis fünf Gründe, die Dich zur Übernahme der Position als Beisitzer mit der Zuständigkeit für „Öffentlichkeitsarbeit“ im Vorstand des Vereins für Computergenealogie bewogen haben.
Nun, ich bin nicht sicher, ob ich das so richtig beantworten kann. Ich hatte mich bei der Arbeit mit den Weinkaufsbriefen mit Ingrid Reinhardt angefreundet und wollte ihr ursprünglich eigentlich einfach nur unter die Arme greifen. Irgendwann wurde ich dann gefragt, ob ich mir auch einen Posten im Vorstand vorstellen könnte. Von allein wäre ich vermutlich nicht auf die Idee gekommen mich aufstellen zu lassen. Es war dann eher so, dass ich keinen echten Grund sah, der dagegen sprach. Ich wollte mich sowieso mehr im Verein engagieren und in Ingrid hab ich jemanden, auf dessen Erfahrungsschatz ich zugreifen kann. Ich hab kein Problem damit Verantwortung zu übernehmen und nun hab ich die Möglichkeit hier etwas beizutragen und ich lerne gern dazu. So why not?
9. Welche wird die schwierigste und welche die schönste Aufgabe für das neue Vorstandsteam von CompGen sein?
Soweit ich das in der kurzen Zeit beurteilen kann, gibt es sehr viele – vielleicht zu viele – Baustellen, um die man sich kümmern müsste, und zu wenig Hände dafür. Diese alle ab- und aufzuarbeiten wird sicher nicht einfach. Ich hoffe aber, dass wir Neuen im Vorstand frischen Wind und eine neue Dynamik mitbringen können.
10. Welche drei „Missionen“ willst Du bis zum Ende dieser zweijährigen Amtszeit im CompGen-Vorstand als „erledigt“ abhaken?
Ich fand immer schon, dass CompGen mit den Projekten wahnsinnig viel leistet, und wollte schon lange irgendwo mitarbeiten. Allerdings hab ich nie so richtig das „eine“ Projekt für mich gefunden, oder vielleicht war ich einfach von der großen Auswahl überwältigt und hab den Einstieg nicht gefunden. Ich glaub‘ mit dem Problem bin ich nicht die Einzige und daher würde ich gern versuchen, diese „Hürde“ zu reduzieren.
Auch aus technischer Sicht gibt es immer wieder Mitglieder, die den Anschluss verlieren. CompGen hat so viel zu bieten und es ist meiner Ansicht nach eine Schande, wenn unsere Mitglieder diese Angebote nicht voll ausschöpfen können. Daher würde ich hier gerne mehr Anleitungen und Assistenz bereitstellen um die vorhandenen Angebote zugänglicher zu machen. Das alles muss aber noch abgesprochen werden.
Außerdem hoffe ich, dass ich mehr Gelegenheiten für die Mitglieder schaffen kann, sich persönlich auszutauschen, nicht nur online sondern auch offline. Wir werden sehen, ob das gelingt.
11. Was sollten die Vereinsmitglieder bzw. die Blog-Leserschaft noch über Dich wissen?
Hmmm, eigentlich bin ich von Natur aus eher der stille Typ und oft auch nicht sonderlich empathisch. Von einer Kollegin wurde ich mal als „Eisbär“ betitelt. Ich kann manchmal wohl etwas direkt oder kurz angebunden sein, das liegt aber einfach daran, dass ich Dinge lieber kompakt auf den Punkt gebracht mag, anstatt ewig im Kreis zu diskutieren. Streitereien und Gezicke empfinde ich als Energieverschwendung, daher geh‘ ich denen lieber aus dem Weg.
Ansonsten bin ich ziemlich geduldig und hilfsbereit, würde ich sagen. Wenn jemand ein Anliegen oder einen Vorschlag zu meinem Aufgabenbereich hat, oder sich in irgendeiner Art und Weise an Veranstaltungen beteiligen möchte, ist er oder sie herzlich eingeladen sich bei mir zu melden.


