CompGen Online-Meeting am 18.06.2026: Wie „braun“ waren Oma und Opa? – Familiengeschichte in der NS-Zeit
Im kommenden CompGen Online-Meeting am Donnerstag, 18.06.2026, zeigt Dr. Thomas Bauer anhand konkreter Beispiele, welche klassischen und verborgenen Quellen zur Erforschung der Familiengeschichte in der NS-Zeit weiterhelfen können. Zu der Veranstaltung im Rahmen der Reihe „CompGen Online-Meeting – Wissen und Praxis“ lädt der Verein für Computergenealogie (CompGen) – wie an jedem dritten Donnerstag im Monat – Euch zur Teilnahme auf Zoom ein.
Familiengeschichte in der NS-Zeit erforschen
Die Frage nach der Rolle der eigenen Vorfahren im Nationalsozialismus gehört zu den sensibelsten, aber auch wichtigsten Themen familiengeschichtlicher Forschung. In vielen Familien wurde dieses Kapitel über Jahrzehnte verdrängt, beschönigt oder nur in Andeutungen weitererzählt. Wer heute genauer hinschauen will, steht deshalb oft vor Lücken, Widersprüchen und schwierigen Quellenlagen. Der Vortrag „Wie ‚braun‘ waren Oma und Opa? – gängige und verborgene Quellen zur Erforschung der Familiengeschichte in der NS-Zeit“ wird anhand konkreter Beispiele zeigen, wie sich diese Fragen dennoch fundiert erforschen lassen.
Klassische und wenig genutzte Recherchewege
Vorgestellt werden zum einen die bekannten, klassischen Recherchewege, etwa personenbezogene Anfragen beim Bundesarchiv. Zum anderen geht es ausdrücklich auch um Quellen, die von Genealoginnen und Genealogen bislang eher selten genutzt werden – darunter Polizeiakten, Spruchkammerakten und historische Zeitungsbestände. Gerade diese weniger offensichtlichen Überlieferungen können wichtige Hinweise liefern, wenn es darum geht, Biographien im NS-System genauer zu rekonstruieren und familiäre Überlieferungen kritisch zu prüfen.

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Neue Recherchemöglichkeiten durch die NARA
Ein weiterer Schwerpunkt ist die im Frühjahr 2026 vom US-amerikanischen Nationalarchiv NARA online gestellte NS-Mitgliederkartei, über die wir hier im Blog bereits mehrfach berichtet haben. Der Vortrag geht darauf ein, welche neuen Möglichkeiten sich daraus für die Forschung ergeben und wie diese Quelle sinnvoll in eigene Recherchen eingebunden werden kann. Damit verbindet der Abend historische Einordnung mit ganz praktischen Hinweisen für die Familienforschung.
Unser Referent
Dr. Thomas Bauer ist Pressereferent an der Universität Münster. Er hat seine familiären Wurzeln in Ostwestfalen und Oberschlesien. Er ist Kommunikationswissenschaftler mit dem Schwerpunkt Mediengeschichte und Autor des Standardwerks zur Entwicklung der deutschen Programmzeitschriften bis 1945. Privat gilt sein Interesse neben der NS-Zeit insbesondere den beiden Weltkriegen und der Punk-Historie seiner Heimatregion Ostwestfalen-Lippe.
CompGen lädt zum Online Meeting im Juni ein
Reihe: CompGen Online Meeting – Wissen und Praxis
Thema: „Wie ‚braun‘ waren Oma und Opa? – gängige und verborgene Quellen zur Erforschung der Familiengeschichte in der NS-Zeit“
Referent: Dr. Thomas Bauer
Termin: Donnerstag, 18. Juni 2026, 20 Uhr (MESZ), Dauer: ca. 45–60 Minuten
Hier geht’s zum Event in unserem Veranstaltungskalender.
Am Zoom-Meeting teilnehmen:
https://us06web.zoom.us/j/81610799354?pwd=msefm7MgqV28HmpHbgmBRnmRCbiUXX.1
Meeting-Chat-Link: https://us06web.zoom.us/launch/jc/81610799354
Meeting-ID: 816 1079 9354
Kenncode: 814201
Schnelleinwahl mobil
+496950502596,,81610799354#,,,,*814201# Deutschland
+496971049922,,81610799354#,,,,*814201# Deutschland
Über SIP beitreten: • 81610799354@zoomcrc.com
Beitreten – So geht’s: https://us06web.zoom.us/meetings/81610799354/invitations?signature=b-3z0qJz3eDDIknm_ZWqmV-gbxqR8ciSzJBpr64efec


