Newsletter 2005/06

Internet

Totenzettel/Sterbebilder

Eine interessante Nebenquelle für den Familienforscher

Der Brauch, Sterbezettel anzufertigen und zu verteilen, kam in der ersten Hälfte des 18.Jahrhunderts in Holland auf. Erste Totenzettel werden bereits aus dem 17. Jahrhundert erwähnt. Als so genannte Bidprendtjes wurden sie im heutigen Gebiet der Niederlande im Raum Amsterdam verteilt. Diese Bidprendtjes wurden – wie auch heute noch – während oder unmittelbar nach den Beerdigungsriten an die Trauergäste übergeben, die den Verstorbenen auf seinem letzten Wege begleitet hatten.

Vorläufer dieser Totenzettel, meist handgeschrieben, gab es bereits ein Jahrhundert vorher. Zu Beginn waren es die katholische Geistlichkeit und der Adel, derer man mit diesen Trauerandenken gedachte. Später wurde diese Sitte auch allgemein üblich.

Von Holland aus breitete sich der Brauch über das ganze, vornehmlich katholische Europa aus. Zuerst in den Städten, später auch auf dem Lande wurden Totenzettel gedruckt und verteilt. Besonders die Kriege 1866 und 1870/71 „förderten“ in Deutschland diesen Brauch, besonders auf dem Lande. Man gedachte damit der auf den Schlachtfeldern dieser Kriege verbliebenen Männer und Söhne, die ihre Ruhestätte in fremder Erde, weit entfernt von der Heimat fanden.

Totenzettel enthalten in der Regel den Namen, das Geburts- und Sterbedatum, den Geburts- und Sterbeort des Verstorbenen. Weiterhin sind häufig Angaben über den Beruf, den Lebensverlauf, die Familie mit Ehepartner und Kindern sowie die Todesursache vermerkt. Auch besondere Auszeichnungen und Ehrungen können aufgeführt sein.

Nach der Erfindung der Fotografie findet man auf vielen Sterbezetteln auch eine Abbildung des Dahingegangenen. Schon seit jeher wurden diese Trauerzettel oder Trauerbildchen aus den verschiedensten Gründen gesammelt. Sie enthielten neben den Daten des Verstorbenen vor allem auch die schriftliche Bitte, dass der Leser für das Seelenheil des Dahingegangenen beten möge. In dieser Bitte um Gebete für den Verstorbenen lag die wahre Bedeutung und das Besondere der Totenzettel. Erst in zweiter Linie waren sie zu dieser Zeit als Objekte der Erinnerung gedacht.

Auf den heutigen Totenzetteln fehlen diese Fürbitten immer häufiger. In seiner gesamten Gestaltung, sowohl im Text als auch in der äußeren Form, tendiert das moderne Sterbebild immer mehr hin zum Gegenstand der Erinnerung. Unter der Adresse http://wiki.genealogy.net/index.php/Totenzettel sind viele weitere interessante Informationen über Totenzettel zu finden wie auch über ihre kulturhistorische Bedeutung.

Überregional gibt es viele Einzelpersonen und Gruppen, die sich die Sammlung und Auswertung solcher Totenzettel zum Ziel gesetzt haben. Denn Totenzettel enthalten ja Daten, die dem Genealogen wertvolle Hinweise für seine Forschungen geben können. Sie sind vielleicht noch am ehesten mit Sterbeanzeigen in Tageszeitungen vergleichbar. Was lag da also näher, als die vom Verein für Computergenealogie betriebene Datenbank der Familienanzeigen so zu erweitern, dass auch Totenzettelsammlungen integriert werden können?

Hans-Jürgen Wolf hat dies auf Anregung des Wadersloher Familienforschers Klaus Erdmann nun realisiert. Die Wadersloher Familienforscher werden ihre Totenzettelsammlung in die Datenbank eingeben. Die private Sammlung von Werner Ollig (über 20.000 Totenzettel) wird ebenfalls für die Datenbank bereitgestellt. Zusätzliche Eingaben können von Jedermann mit einer einfachen Excel-Eingabetabelle vorbereitet werden. Die direkte Einstiegsseite für die Totenzettelsammlung ist http://db.genealogy.net/familienanzeigen/totenzettel.php?PID=551.

Gleichwohl können aber über die Startseite sowohl alle normalen Anzeigen als auch die Totenzettel in einer Abfrage durchsucht werden. Interessenten, die Totenzettel in die Sammlung eingeben möchten, nehmen bitte Kontakt zu Hans-Jürgen Wolf auf (hans-juergen@westpreussen.de). (Werner Ollig, Klaus-Peter Wessel)


Rahlstedt

Trauungen Rahlstedt (heute Hamburg-Rahlstedt) von 1665-1900 online

Der Norderstedter Familienforscher Peter Dörling hat auf seiner Internetseite wieder ein interessantes Projekte online gestellt.

Peter Dörling beschäftigt sich neben seiner eigenen Familienforschung auch und vor allem mit dem nordöstlich von Hamburg gelegenen Kreis Stormarn.

Zum Kirchspiel Rahlstedt wurde auf seiner Homepage eine Aufstellung der Trauungen von Anfang der Kirchenbücher (ca. 1665) bis zum Jahr 1900 zusammengestellt. (as)

Hintergrundinfo zum Kirchspiel Rahlstedt: Pastor Brüggemann tippte 1936 die Trauungen Rahlstedt von A – J zusammen und machte Bücher daraus, die heute in den Archiven liegen. Weiter kam er nicht. Helmut Siegert schrieb die weiteren Trauungen K-Z mit der Hand ab, Hans-Albert Neumann tippte sie in den Computer ein und Peter Dörling stellte sie ins Internet. Als nächstes werden nun die Trauungen A – J auch abgetippt. Dann wird das Ganze ausgedruckt und in die Archive gebracht.


Award

Wikipedia nominiert für Grimme Online Award

Die Wikipedia (ein Projekt, das hoffentlich mittlerweile jeder kennt, bitte aber nicht verwechseln mit unserem GenWiki) ist nominiert für den Grimme Online Award 2005. Zur Wahl geht’s hier:
http://www.giga.de/grimmeonlineaward/voteindex.php

Was der Grimme Online Award ist, kann man hier nachlesen:

Einige der zur Abstimmung stehenden Seiten sind ebenfalls für alle an Geschichte und Genealogie interessierten Internetsurfer interessant, z.B. diese hier:

Deutsche Geschichte(n) des 20. Jahrhunderts

So beschreiben die Betreiber ihr Projekt:

Deutsche Geschichten ist ein bildungspolitisch orientiertes Internet- und DVD Projekt, in dem ausgewählte Ereignisse, persönliche Erlebnisse und politische Entscheidungsprozesse aus den letzten 100 Jahren deutscher Geschichte in aktueller und zeitgemäßer Form dargestellt werden. Deutsche Geschichten nutzt dabei gezielt die Variationsbreite seiner multimedialen Elemente: Text, Bild, Grafik, Ton und Film. Bewusst verknüpft Deutsche Geschichten die politisch/öffentliche mit der privat/persönlichen Ebene und stellt der offiziellen Geschichtsschreibung mit ihren geschichtlichen Fakten, handelnden Personen und Staatsdokumenten eine „Oral History“ aus Alltagsgeschichten, Zeitzeugeninterviews und Privatdokumenten zur Seite.“
Zitat von:

Weitere Kandidaten sind u.a.:

Shoa.de

60 Jahre Kriegsende

und weitere Internetseiten aus ganz anderen Themenbereichen. (bw)

Software

TMG-News

Neuigkeiten für TMG-Benutzer

Auszug aus dem Wholly Genes Newsletter, Ausgabe 2005-06 vom 22. Mai 2005
(deutsche Übersetzung von Vera Nagel, veröffentlicht in der TMG-Anwenderliste)

PathWiz Version 5 jetzt auch als kostenfreie (FreeWare) Version
[neu: deutsche Programmoberfläche!]

PathWiz! ist eine sehr praktische Software, die zu dem Zweck entwickelt wurde, dem Bedarf jener Anwender von TMG gerecht zu werden, deren externe Exponate auf verschiedenen Laufwerken bzw. Verzeichnissen gespeichert sind. Dies schließt auch diejenigen TMG Nutzer ein, die ihre TMG Projekte zwischen unterschiedlichen Rechnern mit verschiedenen Verzeichnisstrukturen „austauschen“. PathWiz! unterstützt TMG der Versionen 5 und 6.

Der Autor, Bryan Wetton, hat jetzt PathWiz! Version 5 als Internationale FreeWare Version veröffentlicht. Diese neue Softwareversion nutzt erstmals eine englische, deutsche, niederländische und norwegische Programmoberfläche. Zugleich weist sie eine Reihe neuer Funktionen auf, die Ihnen dabei helfen sollen, Ihre Multimedia-Exponate zu sortieren, zu filtern, zu kommentieren, zu katalogisieren und allgemeingültige Veränderungen an ihnen vorzunehmen.

Wenn Sie mehr über PathWiz! erfahren möchten oder die neue FreeWare Ausgabe der Programm-Version 5 herunterladen möchten, dann besuchen Sie:

[Anmerkung: Auch der Internetauftritt ist jetzt weitgehend in deutscher Sprache verfügbar!]

Quelle: Wholly Genes Newsletter, Ausgabe 2005-06 vom 22. Mai 2005

Auszug aus dem Wholly Genes Newsletter, Ausgabe 2005-07 vom 29. Mai 2005
(deutsche Übersetzung von Vera Nagel, veröffentlicht in der TMG-Anwenderliste)

TMG v6.01 ist jetzt verfügbar!

The Master Genealogist (TMG) Version6.01.000 ist soeben erschienen. Mit diesem kostenfreien Programm-Update werden zum einen viele Programmfehler behoben und zum anderen enthält es die folgenden Neuerungen:

NEUE PROGRAMM-MERKMALE:

  • Die Größe der Schriftart in Notizfeldern kann jetzt unter Einstellungen / Optionen / Programm-Optionen / Dateneingabe verändert werden.
  • Sowohl dem Menü „Bearbeiten“ wie auch dem Rechts-Klick Menü innerhalb von Notizfeldern wurde jeweils eine Option hinzugefügt, die es dem Anwender erlaubt, unformatierten Text in Notizfelder automatisch einzufügen.
  • Exponate, die in erzählenden Berichten zum Einsatz kommen sollen, können nunmehr bereits im Exponate-Verzeichnis in entsprechender Reihenfolge „vorsortiert“ werden. Dies geschieht durch einfaches Ziehen & Setzen (Drag & Drop) – (Exponate zu Personen im Exponate-Verzeichnis für die Person, Exponate zu Ereignissen in dem jeweiligen Exponate-Verzeichnis des Ereignisses).
  • HTML-Ausgabe von Berichten: HTML-Reiter „Header“ – hier kann in das entsprechende Feld jetzt auch ein Bezug auf eine externe Datei eingegeben werden (zum Beispiel: „!c:\myfile.txt“).

Quelle: Wholly Genes Newsletter, Ausgabe 2005-07 vom 29. Mai 2005

Wissen

Findmittel – die CG-Archivrecherche

Landesarchiv NRW Personenstandsarchiv Brühl

Das Landesarchiv NRW Personenstandsarchiv Brühl (PSA) befindet sich im Schloss Augustusburg, das auf den Resten der 1689 gesprengten erzbischöflichen Wasserburg der Kölner Kurfürsten aus dem 13. Jahrhundert in der Zeit von 1725 bis 1768 für den Kurfürsten Clemens August erbaut wurde.

Der ca. 5-minütige Fußweg vom Bahnhof Brühl bzw. dem gebührenfreien P & R Parkplatz führt durch den Schloßpark und stimmt den Ahnen-/Familienforscher vorab schon auf seinen Aufenthalt im PSA ein. Aber auch der Weg von dem nahegelegenen kostenpflichtigen Auto-Parkplatz führt vorbei an alten historischen Wohn- und Geschäftshäusern.

Der freundliche helle Lesesaal des PSA ist mit 30 Arbeitsplätzen ausgestattet, davon acht mit einfachen Microfiche-Lesegeräten und acht mit Readerprintern. Zusätzlich gibt es sieben weitere PC-Bildschirmplätze. Steckdosen für mitgebrachte Notebooks sind vorhanden.

Im Personenstandsarchiv sind ausschließlich Archivalien des Personenstandes aus den heutigen Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf vorhanden.

Die rheinischen Kirchenbücher beginnen vereinzelt schon im ausgehenden 16. Jahrhundert und reichen bis 1798 (linksrheinisch) bzw. 1810 (rechtsrheinisch). Kirchenbücher von 1815 bis 1874, die im nordöstlichen Teil des Regierungsbezirkes Düsseldorf angelegt wurden, liegen als Duplikate vor.

Für Familienforscher von unschätzbarem Wert sind die durch Napoleon eingeführten und von 1798 bis 1875 im PSA einsehbaren Zivilstands- und Personenregister aus dem linksrheinischen Gebiet mit ihren Nebenregistern. Nach dem Zusammenbruch der napolionischen Herrschaft auf dem linken Rheinufer legte die dann folgende preußische Besatzungsmacht Wert auf die Fortführung dieser Register. Sie enthalten zum größten Teil wesentlich umfangreichere Informationen über die benannte Person als die Kirchenbücher.

Es sind zwar im Bestand des PSA auch Personenstandsunterlagen für die Zeit von 1876 bis 30.06.1938 vorhanden, diese unterliegen jedoch dem § 61 PStG und können nicht selbst durchgesehen werden.

Außerdem befindet sich im PSA die eigene Dienstbibliothek mit Literatur zur Personengeschichte, Genealogie und historischen Demographie sowie die Bibliothek der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde:

Das PSA begann 1999 mit der Digitalisierung der älteren Kirchenbücher aus der Zeit bis 1809. Im Lesesaal des PSA können die bereits digitalisierten Kirchenbücher an den PC-Arbeitsplätzen eingesehen werden. Seit Kurzem besteht auch die Möglichkeit, diese Digitalisierungen käuflich auf CD beim Patrimonium Transcriptum Verlag zu erwerben. Dies bietet dem Forscher unabhängig von Archiv-Öffnungszeiten die bequeme Art, zu Hause am heimischen PC in den Kirchenbüchern zu forschen und evtl. zu verkarten. Der Digitalisierungsstand und nähere Infos zum Erwerb der CDs sind nachzulesen unter http://www.ptverlag.de. (Rosemarie Plücken)

  • Anschrift:

Landesarchiv NRW
Personenstandsarchiv Brühl
Schloßstr. 10-12
D-50321 Brühl

  • Öffnungszeiten:

Montag: 8.00 – 18.00
Dienstag – Freitag: 8.00 – 15.00

  • Erreichbarkeit:

Telefon: 02232 / 9 45 38 – 0
Fax: 02232 / 9 45 38 – 38
E-Mail: psa@lav.nrw.de
Homepage: http://www.lav.nrw.de

Lesen Sie auch folgenden Artikel im GenWiki:
Personenstandsarchiv_Brühl

Vereine

Visitenkarte

SGGEE – Society for German Genealogy in Eastern Europe
(Gesellschaft für deutsche Genealogie in Osteuropa)

Die SGGEE ist ein genealogischer Verein mit Sitz in Kanada, der 1998 gegründet wurde. Sie ist Mitglied der FEEFHS, eines nordamerikanischen Dachverbandes der Gesellschaften für osteuropäische Familienforschung.

Im Verein sind 425 Familienforscher (darunter 12 aus Deutschland; Stand: 2005) vereint, die sich mit der Erforschung ihrer Vorfahren in den ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten östlich der Oder-Neiße befassen. Das Hauptinteresse liegt im Gebiet des ehemaligen Kongreßpolens und des Gouvernements Wolhynien (im westlichen Teil der heutigen Ukraine), eingeschlossen sind aber auch Ost- und Westpreußen, Pommern, Schlesien und Posen.

Vereinsmitglieder bekommen vierteljährlich das SGGEE-Journal und gelegentliche Newsletter zugeschickt, außerdem haben sie Zugang zu den vereinsinternen Datenbanken, deren Bestand ständig wächst. So enthält die Stammbaumdatenbank zurzeit rund 276.000 Namen mit vielen Quellverweisen aus den EWZ-Akten und in der Datenbank polnischer Kirchenbuchauszüge befinden sich rund 215.000 Namen. Die Ortsdatenbank enthält über 1.400 Orte aus Wolhynien und 3.100 Orte aus Kongreßpolen mit den dazugehörigen Karten. Für Mitglieder sind mehrfarbige Karten, erstellt von Jerry Frank, zu den von Deutschen besiedelten Ortschaften in Polen und Wolhynien online einsehbar.

Mit der Unterstützung der Forschungsgruppe Wolhynien in der AGoFF (siehe: http://www.genealogienetz.de/vereine/AGoFF/fst/fgr_wolh.htm ) wurden eine Vielzahl der Vereinsseiten im Netz ins Deutsche übersetzt.

E-Mail:
contact@sggee.org für Anfragen auf Englisch bzw.
kontakt@sggee.org, wenn man einen Ansprechpartner haben möchte, der Deutsch versteht.

Postanschrift:
Society for German Genealogy in Eastern Europe
Box 905 Stn. ‚M‘
Calgary, AB T2P 2J6
Canada

Mitgliedsbeitrag:
30 US$ / Jahr oder 40 CAN$ / Jahr

Internet:

  • Homepage:
  • Aktuelle Projekte:
  • Offene Mailingliste: (350-360 Pers.)
  • Forum: (in Englisch)

Quelle: Artikel im Wolhynien-Wiki auf
Autoren: Irene Kopetzke, Gerhard König


CompGen-JHV

Anwender und Experten diskutierten über GenWiki und GOV

Zur Projektbesprechung über GenWiki und das [http://gov-neu.genealogy.net Genealogische Ortsverzeichnis] am 11.6.05 in Hannover vor der Jahreshauptversammlung des Vereins für Computergenealogie e.V. waren über 25 Mitglieder gekommen, die ihre Erfahrungen austauschen konnten. Es wurde begrüßt, dass mit der neuen statischen Vorschaltseite zum Genealogienetz-Portal auch wieder der Zugang zu den alten Seiten möglich ist. Sie ist allerdings noch nicht so grafisch attraktiv gestaltet wie die alte Eingangsseite. Mitglieder ohne schnellen DSL-Anschluss bemängelten die Schwierigkeit bei der Online-Bearbeitung von Wiki-Seiten. Tipp: Die Texte vorab offline erstellen und dann online in die Seite hineinkopieren. Da die meisten die (allerdings wenigen) Befehle für Fettdruck, Überschriften, Links usw. noch nicht so gut kennen, wird empfohlen, immer von vorhandenen Beispielseiten auszugehen und diese nach eigenen Bedürfnissen zu ändern. Es wird mehr Ausbildung durch Vorträge und Seminare vor Ort gewünscht. Allgemeine Zustimmung fand die Anregung, eine Mailingliste „GenWiki“ einzurichten, in der GenWiki-Benutzer konkrete Fragen technischer wie inhaltlicher Art zum GenWiki diskutieren können. Uwe Baumbach stellte seine Präsentation des GenWiki vor, die er bereits beim Treffen in Brandenburg vorführte.

Jesper Zedlitz nannte kurz die wichtigsten Neuerungen bei der Programmentwicklung zum [http://gov-neu.genealogy.net Genealogischen Ortsverzeichnis]: Europaweit können Orte gesucht werden, die Oberfläche ist mehrsprachig (bisher 6 Sprachen). Zu den Objekten (Typen: Ort, Kreis, Land, Name) können Akten, Archive und Quellen angegeben werden. Wünschenswert ist noch eine ansprechendere Benutzeroberfläche, die von der Datenbank abgekoppelt ist. (gj)

Eine ausführliche Anleitung zu GOV ist im GenWiki zu finden: http://wiki.genealogy.net/index.php/GOV/Anleitung

Kurzbericht Jahreshauptversammlung CompGen

Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Vereins für Computergenealogie fand am 11.6. in Hannover statt. Am Vormittag war eine Projektbesprechung angesetzt, auf der angeregte und lebhafte Diskussionen stattfanden.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Freizeitheim Vahrenwald folgte am frühen Nachmittag die offizielle Versammlung mit Wahlen – von Beiratsmitglied Arthur Teschler routiniert und professionell geleitet. Der 1. Vorsitzende Klaus-Peter Wessel konnte aufgrund eines Kuraufenthalts leider nicht teilnehmen, der Restvorstand war komplett vertreten.

Nach Begrüßung und Feststellung der Beschlußfähigkeit, Genehmigung von Tagesordnung und Protokoll der letzten JHV folgten die Berichte des Vorstands, der Schatzmeisterin und der Kassenprüfer sowie die Entlastung des Vorstands.

Schließlich standen Neuwahlen an. Zu wählen waren: 1. und 2. Vorsitzender, Schriftführer, drei Beisitzer und zwei Rechnungsprüfer. Der Vorstand setzt sich nunmehr wie folgt zusammen:

Vorstand des Verein für Computergenealogie e.V.:
1. Vorsitzender Klaus-Peter Wessel, Bremen
2. Vorsitzender Arthur Teschler, Greven
Schatzmeister Helga Scabell, Bremen
Schriftführer Mario Seifert, Potsdam
Beirat Mario Arend, Otzberg
Beirat Dr. Herbert Juling, Bremen
Beirat Dr. Günter Junkers, Leverkusen
Beirat Hans-Jürgen Wolf, Bremen
Beirat Jesper Zedlitz, Schönberg

Die Satzung wurde dahingehend geändert, dass der Jahresmitgliedsbeitrag ab 2006 schon am 15.2. d. J. fällig ist. Das hat den Vorteil, dass die Beitragszahlungen schon vor dem Versand des Computergenealogie-Magazins am Ende des 1. Quartals „unter Dach und Fach sind“ bzw. sein sollten. Ferner wurde in der Satzung der Begriff Kassenprüfer durch den Begriff Rechnungsprüfer ersetzt, da nicht nur die Kasse, sondern sämtliche Rechnungen und Buchungsvorgänge geprüft werden.

Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass es immer wieder angenehm und interessant ist, bei solchen Gelegenheiten diejenigen persönlich kennenzulernen, von denen man bisher nur den Namen und die E-Mail-Adresse (aus Listen-Mails) kannte. Vereinsmitglieder bekommen ein Protokoll der Versammlung mit einer der nächsten Ausgaben der Computergenealogie zugeschickt. (bw)


Wirges-Westerwald

7. Computergenealogietag der WGfF am Samstag, den 23. Juli 2005 von 10-16 Uhr

In der Bürgerhalle im Westerwald-Ort Wirges (in der Nähe der Autobahn A3 Ausfahrt Montabaur oder Ransbach-Baumbach, ca. 1 Stunde von Köln oder Frankfurt) treffen sich alle Ahnenforscher, die an Computerprogrammen für die Familienforschung, Literatur und Forscheraustausch interessiert sind.

Kurzvorträge zur Kirchenbuch-Verkartung, über Ortsfamilienbücher und regionale Forschungsmöglichkeiten ergänzen das Programm. Es wird ferner eine Präsentation des GenWiki geben.

Die Arbeitsgemeinschaft Familienforschung Westerwald ArGeWe beteiligt sich mit einem Stand. Hier gibt es unser Plakat
http://www.genealogienetz.de/vereine/wgff/WesterwaldPlakat.PDF
und den Flyer http://www.genealogienetz.de/vereine/wgff/WesterwaldFlyer.PDF
als PDF-Datei. Aussteller und Interessenten wenden sich bitte bis zum 30.6.05 an: mailto:wgff@genealogy.net (gj)

Medien

Neue Bücher

Schriftenreihe der AMF

In der Schriftenreihe der AMF sind folgende Bücher neu erschienen:

Heft 160: Für den Arbeitskreis Erzgebirge zusammengestellt von Christian Bretschneider; Das 6. Treffen des Arbeitskreises Erzgebirge am 9./10. Oktober 2004. Die Broschüre enthält die Texte aller auf der Tagung gehaltenen Vorträge, einen zusammenfassenden Bericht und eine Teilnehmerliste.
Preis des Heftes: 8,90 Euro
Bestell-Nr.: AMF-SR 160

Heft 161: Kurt Zahn; Zur Geschichte von Wenigenjena uns Camsdorf von der Ersterwähnung 1257 bis zur Eingemeindung in die Stadt Jena 1909; Familienregister und Häuserbuch. Die Bedeutung dieses Buches für den Familienforscher erschließt sich umfassend aus dem Titel. Der Name des Autors bürgt für eine mit großer Sorgfalt ausgeführten Arbeit.
Preis des Heftes: 21,10 Euro
Bestell-Nr. AMF-SR 161

Heft 162: Erhard Werndl von Lehenstein; Die Werndl von Lehenstein aus Eger in Leipzig; Nachkommen der frühen Wettiner und Ottonen über mütterliche Vorfahren. Der Titel ist selbsterklärend. Von besonderer Bedeutung dieser Arbeit sind die aufgeführten Quellen.
Preis des Heftes: 3,85 Euro
Bestell-Nr.: AMF-SR 162

Heft 163: Günter Kriependorf; Die Orte des Burgenlandkreises aus Schumanns Post-, Staats- und Zeitungslexikon 1814 – 1833. Mit diesem Band schließt Herr Kriependorf an das Heft 152 an, in dem er den Kreis Weimar vorgestellt hat. Dieses Heft stieß auf reges Interesse. In diesem Heft werden 342 Orte und Flecken des Burgenlandkreises in einer zusammengefaßten Übersicht vorgestellt.
Preis des Heftes: 16,25 Euro
Bestell-Nr.: AMF-SR 163

Heft 164: Siegfried May; Leichenpredigten – eine Quelle für die Familienforschung. Mit diesem Heft gibt der Autor eine sehr interessante Anleitung für die Nutzung von Leichenpredigten. Er weist die Pfade auf, die zum Auffinden von Leichenpredigten führen, insbesondere zu den Predigten aus Sachsen, für die noch keine ausführlichen Register vorliegen. Die Broschüre ist mit ausführlichen Registern erschlossen.
Preis des Heftes: 10,45 Euro
Bestell-Nr.: AMF-SR 164

Bestellmöglichkeiten unter: http://www.genealogienetz.de/vereine/AMF/leistungen/bestellung_sr.html
Ein Verzeichnis der lieferbaren Titel finden Sie unter: http://www.genealogienetz.de/vereine/AMF/leistungen/schriftenreihest.html

(Günther Unger)

Kaleidoskop

Termine

Für den Monat Juni sind 31 genealogische Termine in Ankum, Berlin, Bonn, Bonn-Bad Godesberg, Dreieich, Dresden, Dortmund, Düsseldorf (2x), Essen, Großalmerode, Haltern am See, Hamburg (2x), Hannover (3x), Hildesheim, Höchst/Odw.-Hummetroth, Kaarst, Kassel, Mechernich-Kommern, München, Münster, Osnabrück (2x), Pforzheim, Potsdam, Venlo (NL), Wegberg und Wuppertal im „genealogischen Kalender“ eingetragen. Die Inhalte der Veranstaltungen, sowie Uhrzeiten, Ortsangaben und Veranstalter finden Sie unter: http://wiki.genealogy.net/index.php/Genealogischer_Kalender