Kunst auf den Friedhöfen

Das Grabstein-Projekt dokumentiert seit 2007 die Grabsteine auf den Friedhöfen. Über 2,3 Millionen Grabsteinfotos und die daraus erfassten 3,6 Millionen Namen und Daten erzeugen eine viel genutzte Sekundärquelle für die Familiengeschichtsforschung.

© Klaus Martin Bardey

Zudem ermöglicht die Datenbank, das Andenken an die Verstorbenen virtuell zu konservieren. Die Nutzungszeit der heutigen Grabstätten läuft in der Regel nach 25 Jahren ab. Bei der Auflassung werden die Grabsteine abgeräumt und oftmals zermahlen, der daraus erzeugte Schotter wird für den Wege- und Straßenbau verwendet.

Ein weiterer Aspekt ist die kulturhistorische Bedeutung der Sammlung deutschlandweiter Grabsteinfotos, die in dieser Form einmalig ist. Das digitale Archiv zeigt anhand der Fotos die regionalen Unterschiede in der Gestaltung und Ausführung der Grabdenkmale.

Bei den systematischen Fotoexkursionen fallen den ehrenamtlichen Akteuren künstlerisch gestaltete Zierwerke abseits der Grabanlagen ins Auge. Diese werden auf der Eingangsseite eines jeden Friedhofs in den sogenannten Friedhofsansichten als Minifotos in der Vorschau gezeigt. Die Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern.

Die Kunst auf dem Friedhof ist an dem Beispielfoto bestens zu erkennen. Das Eingangstor des Friedhof in Pforzheim-Brötzingen fiel dem Grabstein-Projektmitglied Klaus Martin Bardey auf, er machte sogleich mehrere Fotos von dem Schmuckstück. Sicherlich glauben viele Familiengeschichtsforscher einen „Stammbaum“ zu erkennen.

Sie möchten im Grabstein-Projekt mitmachen? Kurzinformationen dazu finden Sie hier!