Genea-logisch! – Standesamt und Personenstandsunterlagen

In Personenstandsunterlagen findest Du wichtige Informationen für Deine Familienforschung. In Standesämtern und Stadtarchiven (aber auch Landesarchiven) kannst Du diese wichtigen genealogischen Quellen einsehen. Aber welche Unterlagen gibt es überhaupt und welche Informationen lassen sich entnehmen?


In den Personenstandsunterlagen findest Du also Informationen über Vorfahren in der jüngeren Vergangenheit. Die Standesämter wurden 1876 in ganz Deutschland eingerichtet. In linksrheinischen Gebieten gibt es frühere Aufzeichnungen, die die Franzosen ab 1795 eingeführt hatten. Der Beginn der Aufzeichnungen und die jeweilige Erscheinungsform sind also regional sehr unterschiedlich (siehe dazu auch GenWiki Personenstandsregister).

Mögliche Unterlagen, auf die Du stoßen kannst, sind:

Geburtenregister:
Erfasste Informationen sind meist Geburtsdatum, -ort, Name der Eltern, Beruf und Wohnort der Eltern, sowie Zeugen. (Fallbeispiele im GenWiki)

Heiratsregister:
Erfasste Informationen sind meist für beide Ehepartner Geburtsdatum, -ort, Name der Eltern, Beruf und Wohnort der Eltern, sowie Zeugen.

Sterberegister:
Erfasste Informationen sind meist Sterbedatum, -ort, Beruf und Wohnort, evtl. die Todesursache, Ehepartner/in, Eltern und Zeugen. Außerdem wird entweder das genaue Geburtsdatum oder das Alter angegeben, woraus man dann das Geburtsdatum berechnen kann.

Meldebögen, Familienbögen:
Mögliche enthaltene Informationen sind: Geburtsdatum, -ort des Haushaltsvorstands, bzw. Ehemannes, Religion, Ehepartnerin und Wohnort. Auch die weiteren Haushaltsmitglieder werden erfasst, meist mit Weitere Familienangehörige: Geburtsdatum,-ort, Religion und Eheschließungen der Kinder; in Meldebögen möglicherweise auch: Foto, Personenbeschreibung und Fingerabdrücke

Wichtig: Die Unterlagen unterliegen Sperrfristen, die sich je nach Archiv unterscheiden können. Meist sind Unterlagen nach folgenden Fristen öffentlich einsehbar: 110 Jahre nach der Geburt, 80 Jahre nach der Eheschließung und 30 Jahre nach dem Tod. Zusätzlich können weitere Fristen und Bestimmungen zum Schutz der Persönlichkeitsrechte und des Datenschutzes den Zugriff einschränken.

Tipp: Beachte auch die Randbemerkungen der Einträge. Oft findest Du dort wichtige Hinweise auf andere Lebensdaten und Eintragungen, aber auch Informationen zu falschen Angaben oder Schreibweisen.

Fazit: Personenstandsunterlagen erfassen also sehr viele Informationen zu den Vor- und Nachfahren einer gesuchten Person – von ca. 1800, bzw. 1876 bis heute.

Viel Spaß beim Forschen, Eure Cosima