Kreisarchiv Warendorf: Lebendige Einblicke via YouTube

„Wenn Ihr nicht ins Archiv kommen könnt, dann kommt eben das Archiv zu Euch“. Unter diesem Motto machte die Belegschaft des Kreisarchivs Warendorf im April 2020 aus der Corona-Not eine Tugend und startete mit einer Serie kurzer Videos auf YouTube. In bisher 22 Beiträgen wird ein lebendiger Einblick in die Arbeit und die Bestände des Kreisarchivs gegeben.

Ein paar Stichworte geben einen Eindruck vom inhaltlichen Spektrum: „Beckum U1 – Die ältesteste Urkunde im Kreisarchiv Warendorf“, „Ahnenforschung leicht gemacht – mit den Personenstandsregistern im Kreisarchiv Warendorf“, „Als die Ems in Warendorf zugefroren war und nur noch eine Sprengung half“, „So läuft eine Umräum-Aktion im laufenden Betrieb im Kreisarchiv Warendorf“, „Die Trunkenbolde – beliebtes Thema in den Führungen des Kreisarchivs Warendorf“, „Vom Kreis Warendorf in die USA: Die Geschichte einer Auswandererfamilie“ oder „Seit wann Eis und Freibad zum Sommer dazugehören“.

Das Kreisarchiv Warendorf nutzt zusätzlich zu seiner informativen Website neben YouTube auch Instagram und Facebook zur Kommunikation. Damit ist es immer noch eine Ausnahme, denn viele Archive in Deutschland tun sich noch schwer mit der Nutzung von Social-Media-Kanälen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Aber eins ist klar: Ohne ein personell, räumlich und technisch angemessen ausgestattetes Stadt- oder Kreisarchiv verlieren Kommunen und ihre Bürgerinnen und Bürger ihre Geschichte.

Kommunalarchive sind wichtig! Ohne ihre Arbeit gehen die analogen und digitalen Unterlagen verloren, die mittel- und langfristig Geschichte und Geschichten dokumentieren – von der ältesten Urkunde einer Stadt bis zu Daten aus Ratsinformationssystemen. Und Führungen zu Trunkenbolden gäbe es dann auch nicht 😉