Beiträge von und zu Archiven aller Sparten

11. Detmolder Sommergespräch am 4.9.2019

Am Mittwoch, 4. September 2019, ist das Landesarchiv NRW in Detmold mit dem 11. Detmolder Sommergespräch wieder Anziehungspunkt für Familienforscher, Archivare und Historiker. Die Vorträge stehen diesmal unter dem Oberthema „Namen, Häuser, Höfe – Traditionsbildung und Traditionsbrüche„. Die Referentinnen und Referenten beleuchten das Thema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven, von der Standesbeamtin und Namenberaterin über Sprachwissenschaftlerinnen, Kulturjournalisten und Stadtarchivare bis hin zum Genealogen und Bauforscher. Ein Rahmenprogramm mit Archivführungen, Infoständen und Namensprechstunde rundet das Angebot ab. Alle weiteren Informationen sind im Veranstaltungs-Flyer zu finden.

Status animarum – Seelenlisten des Bistums Münster

Neu bei Matricula-Online.eu: Der Status Animarum (Seelenlisten) von 1749 und 1750 ist die erste fast vollständige Erfassung der Bevölkerung des Bistums Münster und bietet die erste Volkszählung nach einheitlichen Vorgaben, auch wenn diese sehr unterschiedlich in den Kirchspielen umgesetzt wurden. Dennoch bietet der Status Animarum einen guten Überblick über die Gesamtbevölkerung, mit Angaben zu den Haushalten und Einwohnern, Alter, Berufe und weitere Angaben, die zur Familien-, Regional-, Sozial- und Demographieforschung herangezogen werden können.

Quelle: Matricula-Online

Archivjournal des Staatsarchivs Hamburg, Ausgabe 1/2019

Nach der fehlerhaften Vernichtung des Bestandes 352-5 Gesundheitsbehörde – Todesbescheinigungen im Staatsarchiv Hamburg – ist die aktuelle Ausgabe des Archivjournals diesem Thema gewidmet. Die weiteren Beiträge bieten quellenkundliche Erläuterungen zu wichtigen Beständen mit personenbezogenen Unterlagen aus der Zeit des Nationalsozialismus, z. B. dem Medizinalkollegium, der Staatskrankenanstalt Langenhorn oder der Staatsanwaltschaft.

Für Menschen, die in der Ahnenforschung oder Familiengeschichtsforschung mit Verbindungen zu Hamburg aktiv sind, zweifellos eine interessante Ausgabe.

Wie der angekündigte Prozess zur Steuerung von nachträglicher Bewertung von Unterlagen die Interessen und Hinweise von Nutzerinnen und Nutzern integrieren wird, wird die weitere Entwicklung zeigen.

Inventare aus rheinischen Archiven digital

Das Archivberatungs- und Fortbildungszentrum des Landschaftsverbands Rheinland in Brauweiler gibt seit 1941 zahlreiche Inventare aus kommunalen und kirchlichen Archiven sowie aus Adelsarchiven im Rheinland heraus, die nun z.T. auch als PDF-Datei heruntergeladen werden können. Sie können auch für Genealogen nützlich sein, wenn z.B. die Kirchenbücher keine Auskunft mehr über Personen oder historische Ereignisse geben. Ín der Reihe „Inventare Nichtstaatlicher Archive“ erschienen zu den folgenden Orten Inventarbände, die nun digital vorliegen:

Protokollbuch der Hochdeutsch-reformierten Gemeinde Köln vom 5.12.1724
  • aus Kommunalarchiven: Uerdingen, Wipperfürth, Nideggen, Nievenheim, Krefeld, Zülpich, Troisdorf, Erkelenz
  • aus katholischen Pfarr/Stiftsarchiven: Xanten, Euskirchen, Wickrath, Kaiserswerth, Neuss, Düsseldorf, Zülpich, Emmerich, Kempen
  • aus evangelischen Kirchenarchiven: Duisburg, Köln
  • aus Adelsarchiven: Schloss Diersforth bei Wesel, Gräfl. Landsbergisches Archiv, Hatzfeld-Wildenburg zu Schönstein/Sieg, Neuenahrer Herrschaften, Schloss Gartrop, Burg Rösberg, Schloss Eicks, Freih.v. Spiering, Gräfl. von Loësches Archiv Schloss Wissen

Zahlreiche weitere Bände, die seit 2006 in Druckform erschienen sind, sind über den Habelt Verlag in Bonn zu beziehen.

Archiv des Erzbistums München und Freising geht online

Eines der bedeutendsten Kirchenarchive Deutschlands geht online. Unter den rund vier Millionen digitalisierten Seiten finden sich auch das älteste Dokument im Archiv des Erzbistums, eine Urkunde von Bischof Otto I. aus dem Jahr 1147, alle historischen Tauf-, Trauungs- und Sterbebücher der Erzdiözese und die älteste Bistumsbeschreibung von 1315. Damit ermöglicht das Erzbistum eine zeitgemäße Nutzung seiner historischen Archivalien etwa für die Familien- und Ortsgeschichtsforschung. Zugleich soll die dauerhafte Überlieferung von Unterlagen gesichert sein. Historische wie gegenwärtige Aktenverwaltung werden verbunden durch ein integriertes System, das sowohl die digitale Planung und Erfüllung der archivischen Arbeiten als auch die Übernahme, Sicherung und Bereitstellung echter digitaler Verwaltungsunterlagen möglich macht. Auch die Online-Präsentation der Bestandsübersicht, von Findbüchern und digitalisierten Archivalien aller Gattungen wird so ermöglicht. Hier ist das Archiv ab dem 16. Juli abrufbar.

Quelle: VaticanNews

Archivnachrichten aus Hessen, Heft 1/2019

Das aktuelle Heft der „Archivnachrichten aus Hessen“ ist online zugänglich und legt einen Schwerpunkt auf die Epoche der Romantik. Das Hessische Landesarchiv hat neben einem „Denkanstoss“ dazu Beiträge unter den Rubriken „Literarische Romantik“ und „Musikalische Romantik“ zusammengestellt.

Daneben enthält das Heft aktuelle Beiträge unter den Rubriken „Aus den Beständen“, „Forschung“, „Ausstellungen und Tagungen“ sowie „Aktuelles aus der Archivarbeit“. Namentlich genannt seien die Berichte über den Nachlass der Luise von Ploennies, Dichterin der Spätromantik, im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt, über den Briefwechsel der Henriette von der Malsburg mit Georg Ernst von und zu Gilsa sowie über eine Ausstellung des Instituts für Stadtgeschichte Frankfurt am Main anlässlich des 200. Geburtstags von Clara Schumann (der dieses Jahr in Leipzig in einem ganzen Jubiläumsjahr begangen wird).

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