Militärkirchenbücher der Festungsgarnison Glatz in der Online-Erfassung

Die Sterbebücher der Glatzer Garnisons-Regimenter 33 und 47 aus den Jahren 1795 bis 1809, deren Originale sich im Geheimen Staatsarchiv, Preußischer Kulturbesitz befinden, werden in einem Kooperationsprojekt von der Forschungsgruppe Grafschaft Glatz (FGG) und CompGen mit dem Dateneingabesystem DES erfasst. Durch Vermittlung von der FGG und Compgen und mit Unterstützung von Matricula konnten die erstellten Scans dann auf der Plattform Matricula-online.eu eingestellt werden.

Titelseite des Sterbebuchs des Infanterie-Regiment Nr. 33 von Favrat. GehStA PK,VIII. HA, MKB, Nr. 1597

Weitere Militärkirchenbücher aus Glatz aus dem Bestand des Archivs des Katholischen Militärbischofs in Berlin aus der Zeit 1834-1944 stehen bei Matricula für die Forschung zur Verfügung. Die Sterbebücher sind eine interessante Forschungsquelle, da in der Garnison Soldaten aus dem gesamten preußischen Hoheitsgebiet stationiert waren. Die Füsiliere des Infanterie-Regiments Nr. 33 waren seit 1742 in Glatz stationiert, das Füsilier-Infanterie-Regiment Nr. 47 seit 1789. Mehrere Kompanien beider Regimenter kamen nach Silberberg am Südausläufer des Eulengebirges. Nach der Kapitulation von Magdeburg lösten sie sich 1806 auf und formierten sich mit anderen Truppenteilen neu. Einige Bataillone blieben danach jedoch noch einige Zeit in der Festung.

Bevor Sie mit der Erfassung beginnen, lesen Sie bitte sorgfältig die allgemeinen Kirchenbuch-Editionsrichtlinien zu den Kirchenbuch-Erfassungsprojekten. Auf Besonderheiten im jeweiligen Kirchenbuch (z.B. regionale Namensschreibweisen, Truppenteil- und Dienstgradbezeichnungen, Krankheitsbezeichnungen) wird in den projektbezogenen Editionsrichtlinien hingewiesen. Wer zum ersten Mal im Datenerfassungssystem arbeiten möchte, sollte zuerst die DES-Bedienungsanleitung anschauen und eine Benutzerkennung anfordern. Die Teilnahme ist kostenlos!