Werkstattgespräch: Daten produzieren und Daten verkaufen
Im Werkstattgespräch am 19. Februar 2026 „Daten produzieren und Daten verkaufen: kommerzielle DNA-Analysen im Blick von Familienforschung und Datenschutz” geht es um die Produktion und den Verkauf von genealogischen und genetischen Daten. Timo Kracke, aktiv im Verein für Computergenealogie (CompGen) gibt Einblick in die Verwendung von DNA-Analysen in der Praxis der Familienforschung, und Thilo Weichert, Jurist im Netzwerk Datenschutzexpertise erläutert die kritische Beobachtung der kommerziellen Angebote genetischer Analysen für die Genealogie.
Seit einigen Jahren sind kommerzielle genetische Tests für die Familienforschung verfügbar. In einem bürgerwissenschaftlichen Projekt erforschen die Universität Münster, der Verein für Computergenealogie und die Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung von 2025 bis 2027 die alltägliche Verwendung von genetischen Analysen in der Genealogie: Wer nutzt solche Testangebote? Mit welchen Erfahrungen ist das verbunden? Welche Kritik äußern Engagierte in den genealogischen Vereinen, und welche Bedenken bestehen seitens des Datenschutzes? Wie schätzen Fachleute der Genetik diese Angebote ein?
Unternehmen der Biotechbranche bieten DNA-Tests für die Familienforschung an und verknüpfen diese Daten mit denen der Genealogie. Aus Sicht der Familienforschung sind DNA-Analysen ein neuer Datentyp mit interessanten Erkenntnismöglichkeiten auch für genealogische Fragen – in Sachen Datenschutz gibt es hierbei Fragen zum Schutz sensibler genetischer Daten, die nicht im Rahmen unabhängig kontrollierter und gemeinwohlorientierter Forschung zirkulieren, sondern zwischen Privathaushalten, partizipativen Plattformen und Unternehmensdatenbanken.
Einladung zum Werkstattgespräch „Daten produzieren und Daten verkaufen: kommerzielle DNA-Analysen im Blick von Familienforschung und Datenschutz”

Termin: Donnerstag, 19. Februar 2026, 19:00 bis 20:30 Uhr
Ort: Speaker’s Corner in der Ausstellung „Gene – Vielfalt des Lebens“ im LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Str. 285, 48161 Münster
Moderation: Prof. Dr. Elisabeth Timm, Lehrstuhl für Kulturanthropologie, Universität Münster.
Die Veranstaltung wird hybrid durchgeführt und kann auch online besucht werden: Hier der Link zum Zoom-Zugang. Meeting ID 690 4487 7460 / Kenncode 347 072
Die Veranstaltung ist für alle Interessierten offen, Fragen und Diskussionsbeiträge sind ausdrücklich erwünscht!
Citizen Science Projekt
Das Werkstattgespräch ist eine von mehreren Veranstaltungen des bürgerwissenschaftlichen Projekts „Erzählen Deine Gene Dir Deine Geschichte?! DNA-Tests als Waren und populäres Vergnügen“. Die Kooperationspartner im Zeitraum von 2025 bis 2027 sind das LWL-Museum für Naturkunde, Münster (Werkstattgespräche und Ergebnispräsentation); der Verein für Computergenealogie (CompGen), die Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung (WGGF) und das Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie der Universität Münster. Koordination: Prof. Dr. Elisabeth Timm, Lehrstuhl für Kulturanthropologie, Universität Münster. Dieser Kurzfilm stellt die Arbeit vor.


