Beiträge über digitale Angebote Dritter (Archive, Bibliotheken etc.)

Neue Suchmaschine für Creative Commons-Bilder

Die Ersteller der Creative Commons-Lizenz haben kürzlich ihre eigene Suchmaschine veröffentlicht, mit der Nutzer zur Zeit über 300 Millionen Bilder durchsuchen können. Diese Bilder lassen sich dann ohne Problem weiter verwenden.

Aber nur bei Einhaltung der Regeln! Lizenzfrei gibt es nicht, es gibt nur lizenzkostenfreie Werke. Wie verwendet man Bilder mit einer CC-Lizenz kannst Du hier nach lesen.

Am Beispiel des hier verwendeten Bildes lässt sich gut demonstrieren, dass auch das Einfügen von Quelle und Lizenz einfach handhabbar ist.

Das Urheberrecht stößt im Internet immer wieder an seine Grenzen. So können zum Beispiel die Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) den Bestrebungen des Rechteinhabers im Wege stehen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Urheber Dritten grundsätzlich die Nutzung seiner Werke erlauben möchte, ohne dass dafür einzelne Lizenzverträge geschlossen werden müssen. CC-Lizenzen bieten hierfür die Lösung. Denn hier legt der Urheber fest, was er erlaubt und eben auch was er nicht erlaubt.

Künftig wird die Anzahl der Bilder wachsen, denn längst sind noch nicht alle unter CC verfügbaren Bilder erfasst. Die Anzahl solcher Bilder bewegt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt bei mehr als 1 Milliarde.

Langfristig soll es aber nicht nur bei Bildern bleiben. In Zukunft soll man auch nach Büchern und Musik und mehr suchen können, die unter CC-Lizenz veröffentlicht wurden.

Die neue Suchmaschine kann Familienforschern erleichtern, für ihre Veröffentlichungen im Blog Creative-Commons-Bilder zu finden, diese sauber mit der jeweiligen CC-Angabe zu verbinden und damit möglichen Abmahnbüros keine Chance zu geben. Wer Creative Commons in dieser Form nutzt, wird auch eher bereit sein, eigene Werke unter diese Lizenz zu stellen.

Zur Suchmaschine CC Search kommt man hier. Ein Anleitung um die Lizenz einzubinden findest Du im Video

Kirchenbücher des Bistumarchivs Münster jetzt bei Matricula-Online.eu

Das Bistumsarchiv Münster hat von 314 Pfarreien aus dem nordrhein-westfälischen Teil der Diözese Münster die Kirchenbücher bei „Matricula-Online.eu“ eingestellt. Insgesamt wurden 6.021 Matrikelbücher mit 510.806 Seiten hochgeladen. Auch die Bücher aus dem Archiv des Offizialats im oldenburgischen Teil des Bistums sind nun online zugänglich. Einige wenige Kirchengemeinden haben ihre Matrikelbücher nicht an das Bistumsarchiv abgegeben – sie fehlen bei den Digitalisaten. Die Schutzfristen (bei Taufbüchern 120, bei Heiraten und Sterbebüchern 100 Jahre) sorgen dafür dass z.B. die Taufen nur bis 1898 angezeigt werden dürfen. Das Angebot findet großen Anklang. Seit Beginn der Digitalisierung der Kirchenbücher auf „Matricula“ im Frühjahr 2017 haben Nutzer mehr als 600.000 Mal auf das Onlineangebot zugegriffen. In einem Gemeinschaftsprojekt mit ICARUS, dem Verein für Computergenealogie und dem Bistumsarchiv Münster wurde mit der Erfassung des Kirchenbuchs Bork mit dem Online-Datenerfassungssystem DES begonnen.

Neben dem Bistum Münster sind auch die Kirchenbücher aus den Bistümern Hildesheim, Magdeburg, Passau und Paderborn bei Matricula zur Einsicht frei zugänglich. Hinzu kommen evangelische Militärkirchenbücher aus Köln und Kirchenbücher aus Österreich, Luxemburg, Polen, Serbien und Bosnien-Hercegovina.

Siehe auch die Pressemeldung vom 15.5.2019 bei Kirche+Leben Netz von Martin Schmitz, KNA