Landkarten aus Amsterdam

Bodenmosaik mit Weltkarte Foto: Ellywa CC BY-SA 3.0

Am 28. Juni 2019 wird im Königlichen Palais im Amsterdam die Ausstellung „Das Universum von Amsterdam – Schätze aus dem Goldenen Jahrhundert der Kartografie“ durch König Willem-Alexander eröffnet. Die größten Karten der Welt liegen auf dem Boden des Bürgersaals im Herzen des Königlichen Palais Amsterdam. Die drei runden Mosaiken haben einen Durchmesser von 6,24 m. Sie zeigen die Ost- und West-Halbkugel der Welt und den Sternenhimmel. Für die Sternenkarte wurde als Vorbild eine Karte von Willem Janszoon Blaeu aus dem Jahr 1628 benutzt. Amsterdam war das bedeutendste Zentrum der Kartografie im 17. Jahrhundert. Die besten Kartografen arbeiteten hier. Aus der Staatsbibliothek zu Berlin wird das größte Buch der Welt, der Atlas des Großen Kurfürsten von Brandenburg (ca. 1665) gezeigt. Der Riesenatlas wiegt 125 Kilo, geöffnet ist er 1,70 x 2,20 m groß. Er entstand wahrscheinlich in Amsterdam, aus der Hand von Joan Blaeu. Ein weiteres Prunkstück ist das Blaeukabinett von ca. 1664 zur Aufbewahrung des Atlas. Das Kabinett stammt aus der Allard Pierson-Sammlung in der Universität Amsterdam, die eine der bedeutendsten Kartensammlungen Europas betreut. Die Ausstellung ist geöfnet bis zum 22. September 2019.