Wiedereröffnung: Familiengeschichtsforschung im Leipziger Stadtarchiv ab 04.11.2019 wieder möglich

Mit einer feierlichen Einweihung wurde gestern das für einen längeren Zeitraum geschlossene Stadtarchiv Leipzig an seinem neuen Standort im früheren Sowjetischen Pavillon auf dem alten Messegelände eröffnet. Das Stadtarchiv gehört zu den bedeutendsten kommunalen Archiven in Deutschland und befindet sich nun in einem eindrucksvollen und sehenswerten Gebäude mit einem großzügigen Forschungssaal. Für ergänzende Literatur-Recherchen günstig ist auch die fußläufige Nähe zum Leipziger Standort der Deutschen Nationalbibliothek.

Der Umzug aus dem alten Standort erfolgte in mehreren Phasen, begonnen wurde Anfang März 2019 mit der Meldekartei der Stadt Leipzig aus den Jahren 1955 bis 1989 (539 laufende Meter Karteikarten). Die Urkunden- und Aktenbestände aus tausend Jahren Geschichte der Stadt Leipzig umfassen mehr als 4.000 Urkunden und 12.500 laufende Meter Akten. Hierzu gehören auch die Geburten-, Ehe- und Sterbebücher der Stadt und eingemeindeter Vororte ab 1876 (rund 440 laufende Meter Archivgut).

In den kommenden Tagen bietet das Stadtarchiv zahlreiche Sonderführungen an und steht für Besichtigungen offen. Ab Montag, dem 4. November beginnt der Regelbetrieb. Die neuen, erweiterten Öffnungszeiten und weitere Hinweise für Benutzungen sind der Website zu entnehmen.

Die – zu dieser Zeit beim staatlichen Polizeipräsidium geführte – Meldekartei zur Stadt Leipzig aus den Jahrzehnten vor 1955 befindet sich übrigens im Bestand 20031 Polizeipräsidium Leipzig im Sächsischen Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig.

  • Archivarin (begeistert). Ehrenamtlich aktiv bei CompGen (2012-2018 im Vorstand) und im Landesverband Sachsen des Verband deutscher Archivarinnen und Archivare (seit 2013 im Vorstand). Bei Twitter unter @VdAKluttig