Blogs kurz vorgestellt: Ahnenforschung / Genealogie

Wer sich intensiver mit der Website von Margit Rambow beschäftigt, betritt ein kleines genealogisches Universum. In zwanzig Jahren – ja, so lange ist die Autorin schon im Netz unterwegs – hat sich ihre 2001 als Blog begonnene Webpräsenz über Rambow Page / Ahnenforschung Rambow und Liesegang (2007) und RambowGenealogie / Auf den Spuren der Vorfahren … (2011) zur jetzigen Ahnenforschung / Genealogie … (2020) entwickelt.

Der lange Weg von der Erforschung der Geschichte der eigenen Familie zu einer opulenten Sammlung und illustrierter Bibliographie genalogischer Quellen beginnt für mich mit einer Darstellungsform, die ich besonders schätze, und die ich schon in einem früheren Beitrag hervorgehoben habe. Es ist ein Ausschnitt aus der spannend anschaulichen Geschichte des eigenen Großvaters Behrens. Sie spielt in der Nachkriegszeit in den am Südharz gelegenen Orten Ilfeld und Königerode, handelt von Grenzgängern, Entbehrungen und Überleben, einem später abgeurteilten Massenmörder und führt dann über einen Rückgriff auf frühere Vorfahren zu einem sich daran anschließenden Rückblick in die Geschichte der Gegend bis an den Anfang des 15. Jahrhunderts. (Der Beitrag wurde zwei Jahre später für die heutige Website überarbeitet. )

Frühere Versionen von Websites sind häufig, wie in diesem Beispiel, noch über die WayBackMachine von Internet Archive zu erreichen.

Es gibt wohl kein Feld genealogisch-geschichtlicher Recherche, zu dem Margit Rambow nicht Beiträge geliefert hätte. Das blieb Institutionen wie der Bayerischen Staatsbibliothek München nicht verborgen, wo seitens der Stabi vor wenigen Jahren anlässlich eines Informationsbesuches zur Recherche genealogischer Quellen des Familienforscher-Stammtisches München ihre Website als eine der für Genealogen wichtigen Quellensammlungen herausgestellt wurde. Von Anfang an war ihre Website auch auf dem jeweils aktuellen technischen Stand und immer auch mit Aufmerksamkeit hervorrufendem Bildmaterial.

Wie wir alle, hat auch Margit Rambow einmal mit Wenigem angefangen, und so liest sich ihr Rückblick in der „Über-mich-Spalte“ auch für Anfänger durchaus ermutigend, wenn sie sich nach intensiver genealogischer Forschung erinnert: „Total naiv … “ (Siehe Bildausschnitt)

Margit Rambows Webpräsenz ist für mich ein Beispiel für die der Familienforschung günstige Entwicklung digitaler Techniken im Netz und die damit gegebenen schönen Möglichkeiten, gute Forschung umfangreich im Internet zu publizieren.

Anmerkung der Redaktion: In dieser Serie stellen wir in unregelmäßigen Abständen ein Blog vor, das genealogischen, historischen oder archivischen Themen gewidmet ist. Haben Sie einen Vorschlag? Dann schreiben Sie uns an news@genealogy.net.