When Genes Meet the Archives: Erfahrungen und Kritik zu DNA-Tests
Wir suchen Aktive in der Familienforschung in Deutschland, Österreich und in der Schweiz für eine wissenschaftliche Studie. Wenn Sie bereit sind, in einem Interview über Ihre Erfahrungen oder Ihre kritische Haltung gegenüber DNA-Tests in der Familienforschung zu berichten, freue ich mich über eine Kontaktaufnahme per E-Mail an: Sarah Felix, M.A. Wissenschaftliche Mitarbeiterin sarah.felix@uni-muenster.de
- Haben Sie schon einmal einen DNA-Test zur Familienforschung genutzt?
- Arbeiten Sie in Ihrer Ahnenforschung mit genetischen Daten?
- Haben Sie sich gegen die Verwendung eines Gentests in Ihrer Familienforschung entschieden?
- Lehnen Sie DNA-Analysen als Ergänzung Ihrer Ahnenforschung ab?
- Wie gehen Sie mit Unsicherheit oder offenen Fragen bezüglich DNA-Genealogie um?
Interviews für ein Forschungsprojekt
Genetik findet nicht nur in abgeschlossenen Laboren statt. Seit einigen Jahren sind genetische Tests zur Ermittlung der sogenannten ‚biogeografischen Herkunft‘ oder zur Suche nach (entfernten) Verwandten eine erschwingliche Ware geworden. Sie werden im Alltag von Laien in der geschichtlichen Familienforschung oder bei der Suche nach ihrer Herkunft verwendet oder abgelehnt.
Über den alltäglichen Gebrauch – oder die Ablehnung – dieser Tests in der Ahnenforschung wissen wir noch sehr wenig. Hier setzt mein Forschungsprojekt an:
- Wer nutzt solche DNA-Testangebote? Was für Interessen spielen dabei eine Rolle?
- Wie kommt es zur Entscheidung für oder gegen die Verwendung von genetischen Daten in der Familienforschung? Welche Überlegungen spielen dabei eine Rolle?
- Welche Erfahrungen machen Nutzende mit den Testergebnissen der Unternehmen?
- Welche Bedenken oder Kritik gibt es bezüglich der Verwendung von DNA-Tests in der Familienforschung?
- Hat Sie das Beispiel eines DNA-Tests in der Familienforschung in Ihrem Umfeld angeregt, ebenfalls genetische Daten zu nutzen?
- Hat Sie eine Erfahrung mit einem DNA-Test in Ihrem Umfeld skeptisch gemacht bezüglich der Verwendung eines solchen Tests in Ihrer Familienforschung?
- Wie bauen Sie genetische Analysen in ihre Familienforschung ein, oder auch nicht?
Details zum Interview:
- ➢ Zeitraum: Die Termine werden flexibel zwischen Oktober 2026 und Oktober 2027 vereinbart.
- ➢ Format: Es handelt sich nicht um eine standardisierte Befragung, sondern um ein vertiefendes Interview, in dem ich gerne mehr über Ihren persönlichen Weg in der Familienforschung erfahren möchte, mit bzw. ohne DNA-Test. Das Interview dauert ca. eine Stunde und findet via Zoom bzw. MS Teams mit Audiotranskription statt.
- ➢ Anonymität: Die Interviewtranskription wird ausschließlich zu Forschungszwecken verwendet und vollständig anonymisiert. Es sind keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich.
Kooperationspartner
Diese Promotionsforschung wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen einer sogenannten Paketförderung finanziert, Laufzeit 2026 bis 2029. Kooperationspartner des Projekts sind drei genealogische Vereine in Österreich: Familia Austria – Österreichische Gesellschaft für Genealogie und Geschichte, Deutschland: Verein für Computergenealogie (CompGen) und der Schweiz: Schweizerische Gesellschaft für Familienforschung (SGFF)) sowie das Sächsisches Staatsarchiv/Staatsarchiv Leipzig mit seiner bedeutenden Sammlung genealogischer Publikationen.
Wir kooperieren zum Thema „Ancient DNA and Kinship: Reconsidering Relatedness across Disciplines“ mit zwei weiteren DFG-geförderten Projekten, die die Nutzung von aDNA (ancient DNA aus Funden, die älter als 100 Jahre sind) untersuchen: Prof. Dr. Johanna Fabricius (Freie Universität Berlin), Klassische Archäologie: „Kinship Relations in Greek Necropoleis: Comparing Archaeological and Archaeogenetic Evidence” sowie Prof. Dr. Ruth Müller (Technische Universität München), Science and Technology Studies: „New Evidence Practices in Archaeology: On the Relationship of Archaeogenetic and Archaeological Evidence in the Study of Kinship”.
Wenn Sie Interesse an weiteren Informationen oder Fragen zu dieser Forschung haben, können Sie gerne die Projektleiterin ansprechen: Prof. Dr. Elisabeth Timm, Universität Münster, Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie, Scharnhorststr. 100, 48151 Münster, Deutschland, Elisabeth.Timm@uni-muenster.de



