Beiträge zur Namenskunde

Repertorium Academicum Germanicum – RAG Online

Das RAG ist ein Forschungsprojekt, das biografische Daten universitärer Gelehrten des Alten Reiches bis 1550 in einer Datenbank erfasst und auswertet.

Die Datenbank des RAG präsentiert die Elite der mittelalterlichen Studentenschaft: die Magister der Artistenfakultät, die Besucher der drei höheren Fakultäten der Jurisprudenz, der Theologie und der Medizin sowie die Universitätsbesucher aus dem Adel, auch wenn sie nicht promoviert worden sind.

Das RAG hat das Ziel, die Geschichte der kulturellen Reichweite einer geistigen Führungsgruppe der Vormoderne zu entwickeln und mit rund 60‘000 Personen einen umfassenden Einblick in die mittelalterlichen Ursprünge der modernen Wissensgesellschaft zu gewinnen.


Benutzerseite als genealogische Visitenkarte

Im GenWiki gibt es die schöne Möglichkeit, Benutzerseiten anzulegen. Das sind diese Steckbriefe, in denen jeder von uns, je nach Temperament, Aussagen zu den essenziellen W-Fragen machen kann. Wer-Wen-Wo-Was-Wie. Eine Seite ist bereits als Leerformular für jedes Mitglied angelegt und muss nur noch mit mehr oder weniger Inhalt gefüllt werden. 182 von 3.700 Mitgliedern haben dazu in die Tasten gegriffen. Was hat die übrigen 95 % davon abgehalten, es ihnen nachzutun?

War es die Hürde der Wiki-Syntax? War es die Scheu sich im System anzumelden? Oder war es einfach die Frage, was soll das? Die Antworten können nur Sie selbst geben. Und klar, niemand muss eine solche Seite haben. Aber schön wär’s schon. Nicht nur für die Kolleginnen und Kollegen, die bei einem Rumpeln in der Mailingliste oder einem besonders hilfreichen Beitrag gerne ein Who-is-Who befragen würden, um zu wissen mit wem sie diskutieren. Was würden sie gerne wissen?

  • WER bin ich? / kurze genealogische Visitenkarte
  • Zu WEM forsche ich?
  • WO, in welchen Regionen forsche ich?
  • WAS suche ich, mit WAS beschäftige ich mich, zu WAS kann ich Auskunft geben?
  • WIE arbeite ich? Genealogieprogramme und mehr.

Die jeweilige Benutzerseite, natürlich auch die eigene, erreicht man über das Suchfeld mit dem Eintrag: Benutzer:Name. Manche Kollegen haben einen kryptischen Benutzernamen gewählt. Das kann verschiedene durchaus nachvollziehbare Gründe haben, denen wir hier nicht nachspüren müssen. Mit der Suchstrategie <Benutzername:Vorname oder Nachname> und der anschließenden Volltextsuche finden wir aber auch sie.


Hilfe beim Anlegen einer Benutzerseite findet ihr unter http://wiki-de.genealogy.net/Hilfe:Benutzerseite


Beim Stöbern in diesen Benutzerseiten überrascht, wie verschieden jeder Einzelne von den Möglichkeiten dieser Seite Gebrauch macht. Da wird auf Veröffentlichungen, Namensseiten, Beiträge innerhalb des GenWiki, Stammbäume, Archivierungsorte und vieles mehr hingewiesen.

Mit allen Angaben auf der Benutzerseite ist man in der Öffentlichkeit. Das ist wichtig zu wissen, damit wir unsere Äußerungen entsprechend bewusst wählen. Auf dieser Seite eingestellter Text, Bilder und Links sind veröffentlicht. Sie sind publiziert und haben somit ein Publikum, das sie im Internet per Suchmaschine auffinden kann, ja soll. Denn über einen Permalink sind diese Texte nicht flüchtig, sondern immer wieder verlässlich erreichbar.

Damit kann eine Benutzerseite nicht nur wesentlicher Teil einer Kommunikations- sondern auch einer Nachlass-Strategie sein.



Neues von den Zufallsfunden

Gisbert Berwe schreibt am 25.06.2019 in der Vereinsliste von CompGen:

Liebe Forscherfreunde,
die Zufallsfunde (
http://www.zufallsfunde.net/index.php ) werden wegen Serverumzug am 26.6. um 9 Uhr abgeschaltet.
Vermutlich im Laufe des Tages, spätestens am 27.7. werden die Zufallsfunde unter der alten Adresse, aber auf dem neuen Server wieder
in vollem Umfang mit ca. 38 000 Datensätzen zur Verfügung stehen.

Was ist ein Zufallsfund:
Eine Person wird im Hamburg geboren. Diese Daten hat der Forscher in Hamburg. Wo die Person geblieben ist, kann er nicht feststellen. Der Forscher in München findet den Tod der Person im Kirchenbuch. Mit der Angabe „Aus Hamburg“. Wenn diese beiden Forscher (Funde) nun zusammen kommen, kann der Forscher in Hamburg seinen toten Punkt überwinden und der Münchner Forscher findet die Geburt seiner Person und kann in Hamburg weiter forschen. Leider liest der Hamburger Forscher nicht in der Münchner Mailingliste,aber beide können in den Zufallsfunden die Daten eintragen und finden und zusammenfinden. So können nicht nur tote Punkte überwunden werden, sondern auch Forscherfreundschaften werden so begründet.

Screenshot der Seite „Zufallsfunde“

Anlässlich des 6. Westfälischen Genealogentages am 14. März 2015 in Altenberge stellten die Verdener Familienforscher e.V. Ihr Projekt vor. Zuvor wurde schon oft über eine solche Sammelstelle dieser für Genealogen wichtigen Daten gesprochen.

Die Funde können seit dem in nur drei Schritten von hilfsbereiten Forschern direkt in die Datenbank eingeben und so dauerhaft archiviert werden. Nutzer können sowohl nach Namen als auch nach Orten suchen. Jeder der auf einen Zufallsfund trifft und diesen zur Verfügung stellen möchte, kann sich einmalig für dieses Projekt registrieren lassen und dann diesen und evtl. künftige Funde selbst direkt in die Datenbank eingeben, so dass sie jederzeit wieder gefunden werden können. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Eingabe einfach gehalten ist, aber effektive Suchfunktionen das Auffinden leicht machen.

Dieses Angebot ist für alle Interessierten kostenfrei. Die Verdener Familienforscher e.V. wünschten sich 2015 ein Miteinander vieler Familienforscher – unabhängig von Vereinszugehörigkeit oder bestimmten Regionen. Seitdem ist das Projekt ständig gewachsen. Zur Zeit hat das Projekt 211 Eingeber, die Eingaben der einzelnen Eingeber schwanken zwischen 1 und 1300.

Der Umzug ist wie geplant erfolgt, Gisbert Berwe und seinen Mitstreitern wünschen wir weiterhin Erfolg mit diesem Projekt.

Verbreitungskarten für Namen

Die Webseite nvk.genealogy.net (siehe auch: nvk.entless.org) bietet die Möglichkeit, sich für Familiennamen die Verbreitung in Deutschland für 1890 und/oder 1996 anzeigen zu lassen. Dabei sind zum Vergleich mehrere Namen und Varianten des Namens möglich, die unterschiedlich farbig dargestellt werden. Die Darstellung ist wahlweise eine Punktekarte oder die Anzeige der Häufigkeit durch eine „Heatmap“. Die Basis für die Daten aus 1890 sind die Namen aus den Verlustlisten des Ersten Weltkriegs.

Namensverbreitungskarte

Auf ZEIT online gibt es eine weitere interessante Möglichkeit, die Verteilung von Straßennamen in Deutschland darzustellen. Zu den häufigsten Straßennamen zählen natürlich die Hauptstraße oder die Bahnhofstraße. Viele Straßennamen enthalten die Namen von bekannten Persönlichkeiten z.B. die Schillerstraße, oder Ereignisse wie Platz der deutschen Einheit. 450.000 Straßennamen wurden untersucht. Sie ergeben ein vielfältiges Bild mit historischen Bezügen aus westdeutscher und DDR-Vergangenheit. In den Erläuterungen wird die ungleiche Verteilung von Männer- und Frauennamen in Hamburg oder andere regionale Besonderheiten dargestellt.

Professor Udolph beim Ahnenforscher Stammtisch Unna

Am Donnerstag, dem 2. Mai 2019 hatte der Namensforscher Prof. Dr. Jürgen Udolph – bekannt zuletzt aus der ZDF-Sendereihe „Du ahnst es nicht!“ – begeisterte Zuhörer im vollbesetzten Raum beim Ahnenforscher Stammtisch Unna. Er sprach zum Thema „Woher kommen und was bedeuten unsere Familiennamen?“ Humorvoll und fesselnd führte er die Zuhörer zurück in die Zeit der Namensentstehung und brachte viele Beispiele zur Verteilung der Namen. Viele Namen sind durch die Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Osten in den Westen Deutschlands gekommen. Der Ahnenforscher Stammtisch Unna übertrug den Vortragsabend live über seine Facebook-Seite. Die Aufzeichnung wurde in der Zeit von 21 Uhr abends bis 8 Uhr morgens bereits 600 Mal aufgerufen. Die anwesende Vorsitzende des Vereins für Computergenealogie, Susanne Nicola, nahm im Namen des Vereins ein Angebot von Prof. Udolph zu einer Kooperation bezüglich der statistischen Auswertung der Namen und Kartierung aus den Verlustlisten des Ersten Weltkriegs durch seinen Mitarbeiter Mario Fraust an.

Deutsch-dänischer Familienforschertag

Zum 3. Mal findet am 27. Oktober 2018 das größte Treffen zur Familienforschung in der Region Sønderjylland-Schleswig in der Flensborg Bibliotek, Norderstraße 59, 24939 Flensburg, von 12-18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Genealogische Vereine, Arbeitsgruppen und private Familienforscher präsentieren ihre Arbeit und Projekte auf einer Ausstellungsfläche von mehr als 250m². Auch 2018 wird wieder ein vielfältiges Programm geboten:
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Die häufigsten Vornamen in den Verlustlisten Österreich-Ungarns

Eine ganz neue Auswertung aus den österreichisch-ungarischen Verlustlisten des Ersten Weltkrieges wird hier dargestellt: Ermittelt wurden die häufigsten Vornamen in den verschiedenen Komitaten/Bezirken, die in der Grafik dargestellt wurden:

Today I have a brand new and very interesting evaluation of the casualty lists of the WW1 Austria-Hungary for you. I…

Gepostet von Jesper Zedlitz am Donnerstag, 26. April 2018

Je mehr Daten aus den Verlustlisten erfasst werden, umso aussagekräftiger werden die Auswertungen. Hilf mit bei der Transkription der Namen und Daten im Datenerfassungssytem http://des.genealogy.net/ou1wk

Namensverbreitung in Österreich-Ungarn um 1890

Mit Hilfe der Daten aus den Verlustlisten des Ersten Weltkriegs für Österreich-Ungarn lassen sich nun auch Namensverbreitungskarten für Ungarn erstellen. Hier ist z.B. die Verteilung des Familiennamens HORVÁTH in Ungarn um 1890:

Mit Hilfe der Daten aus den Verlustlisten für Österreich-Ungarn lassen sich nun auch Namensverbreitungskarten für Ungarn…

Gepostet von Verein für Computergenealogie am Mittwoch, 4. April 2018

Die zehn häufigsten Familiennamen in Ungarn um 1890 auf Basis der Verlustlisten des 1. Weltkrieges zeigt diese Grafik:

Gepostet von Jesper Zedlitz am Dienstag, 10. April 2018

Wer möchte mithelfen, die Qualität der Daten weiter zu verbessern? Hier gibt es Informationen, wie man Daten suchen und selbst zum Projekt beitragen kann. JZ