Im Projekt HistoGenes wird die mittelalterliche DNA von archäologischen Funden in Südosteuropa erforscht

In einem EU-Großprojekt, das von der österreichischen Akademie der Wissenschaften koordiniert wird, erforschen Genetiker, Archäologen und Historiker im Projekt „HistoGenes“ die Wanderungsbewegungen der Menschen in Südosteuropa um 400-900. Hunnen und Goten, Langobarden und Awaren, Franken und Slawen beherrschten nacheinander das Land. Grabfunde sind neben schriftlichen Quellen die wichtigsten Zeugnisse.

Teilnehmer am „HistoGenes“-Projekt. Quelle

Das Wiener Team vom Institut für Mittelalterforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, die Prähistorische Abteilung des Naturhistorischen Museums und die Universität Wien wird international vernetzt. Aus Deutschland ist das Team des Genetiker Johannes Krause am Max-Planck-Institut in Jena, aus den USA der Historiker Patrick Geary am Institute for Advanced Study in Princeton und aus Ungarn der Archäologe Tivadar Vida an der Universität Budapest beteiligt. Im Projekt „HistoGenes“ werden 6000 Individuen aus der Region analysiert. Weitere physikalische und anthropologische Untersuchen werden Auskunft über Ernährung, Arbeit, Klima, Wanderung und Vermischung der Völker ergeben.

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