„Historisches und Aktuelles aus der Deutschen Zentralstelle für Genealogie“

Leipziger Markt um 1800 (Ausschnitt aus einem kolorierten Kupferstich)

Ein Filmmitschnitt vom Vortrag beim Deutschen Genealogentag in Gotha 2019.

Katrin Heil vom Sächsischen Staatsarchiv hielt beim letzten Genealogentag einen für uns Genealogen sehr informativen Vortrag.

Im ersten Teil schilderte sie – untermauert mit beeindruckendem Zahlenmaterial – wieviel Material seit der Gründung des Vereins „Zentralstelle für deutsche Personen- und Familiengeschichte“ 1904 in Leipzig (Findbuch zum Bestand) zusammengetragen wurde und wie das Material teilweise in den verschiedensten Standorten umhergeschoben wurde. Sie thematisierte

  • welche Rolle das Reichssippenamt spielte;
  • die Verfilmung von 500 000 Kirchenbüchern;
  • die Rolle von Paul Langheinrich in den Verhandlungen mit den Mormonen und der Zusammenführung all dieser im 2. Weltkrieg verstreuten Unterlagen 1946, bis schließlich nach weiteren Standorten eine Übergabe 1953 in das Zentralarchiv der DDR erfolgte;
  • 1965 dann Übergabe der Genealogischen Sammlungen an die „Zentralstelle für Deutsche Personen- und Familiengeschichte“ in Leipzig;
  • 1967 Umbenennung in „Zentralstelle für Genealogie in der DDR“ und Tätigkeit unter diesem Namen bis 1990, danach Übernahme als Spezialarchiv durch den Freistaat Sachsen;
  • seit 2005 Referat 33 Deutsche Zentralstelle für Genealogie / Sonderbestände im Sächsischen Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig in der Schongauerstraße 1 in Leipzig.

Im zweiten Teil berichtete die Referentin über zwei Projektkooperationen mit dem Verein für Computergenealogie (Online-Indizierung digitalisierter Quellen durch Freiwillige):

Zum einen über das abgeschlossene Projekt der Kartei Leipziger Familien (Moritzkartei) und zum aktuell laufenden Projekt zu den Leipziger Testamenten der Jahre 1696-1829.

Hier geht es zum Film: https://www.youtube.com/watch?v=9Vhjj2Yl9tw