10 Jahre GenTeam in Österreich

Die private Seite Genteam.at des Berufsgenealogen Prof. Ing. Felix Gundacker aus Wien wurde im Januar 2010 online gestellt. Der Datenbestand, der nur den registrierten Nutzern kostenlos zur Verfügung steht, ist seitdem weiter angewachsen. Die große Datensammlung von GenTeam und seinen Zulieferanten wäre ein Gewinn für alle, die in Österreich und den umgebenden Gebieten forschen wollen – wenn sie denn auch alle Zugang hätten.

Zu den ersten publizierten Datenbanken gehören die Ortsverzeichnisse aus Österreich, Tschechien, der Slowakei, Slowenien und Südtirol. Weitere Datenbanken sind die Namensregister der Wiener Taufen und Trauungen und die Indizes weiterer katholischer Pfarrgemeinden in Österreich und Böhmen. Die Daten wurden in Excel-Tabellen erfasst und in die Datenbanken eingespeist. Ebenso liegen die Daten aus Sterbeanzeigen aus Tageszeitungen aus Wien, Tirol, Prag und Budapest vor. Viele weitere Daten, auch Auswertungen aus Passau, Bayreuth und Nürnberg, wurden zur Einspeisung von Archiven und Freiwilligen zur Verfügung gestellt. Eine Reihe von Daten (Ortsverzeichnisse, Trauindizes Wien, Bauparzellenbesitzer) sind auch in gedruckter Form beim Institut für Historische Familienforschung (IHFF) von Prof. Ing. Felix Gundacker bzw. im Buchhandel zu beziehen.

Aus den Verlustlisten des Ersten Weltkrieges aus Österreich-Ungarn sind nach eigenen Angaben 1,9 Millionen Einträge (von insgesamt ca. drei Millionen) online. Es ist bedauerlich, dass bei diesem Projekt nach wie vor unnötige Doppelarbeit geleistet wird und es zu keiner gemeinsamen Bearbeitung mit dem wesentlich komfortableren Verlustlisten-Projekt mit dem DES (Daten-Eingabe-System) von CompGen kam. Gundacker ist herzlich verfeindet mit den Kollegen von Familia Austria, die inzwischen längst mit CompGen zusammenarbeiten. Wurden aus diesem Grund getreu den Nutzungsbedingungen („GenTeam kann ohne Angabe von Gründen Zugangscodes verwehren oder einen Benützer sperren“) eine Reihe von Familienforschern am Zugang gehindert? Auch der Autor dieser Zeilen darf die GenTeam-Daten nicht mehr einsehen. Warum? Familienforschung lebt vom gegenseitigen Austausch und der Zusammenarbeit. GenTeam und seine Nutzer können schließlich auch die vom Verein für Computergenealogie betriebenen frei zugänglichen Webseiten, Datenbanken und Mailinglisten kostenlos nutzen, was auch fleißig geschieht.