Auerbach’s Keller: der Gründer Dr. Heinrich Stromer stammt aus Auerbach

Die historische Gaststätte in der Grimmaischen Straße in Leipzig ist weltberühmt durch Johann Wolfgang von Goethe, der dem Weinlokal im Faust I in der Szene „Auerbachs Keller in Leipzig“ ein literarisches Denkmal setzte. Während seiner Studienzeit in Leipzig 1765-1768 besuchte er den Keller oft und ließ sich von den dort aufgehängten Bildern zur Faustsage inspirieren.

Den Name des schon im 15. Jahrhundert erwähnten Weinkellers gab Heinrich Stromer (1476-1542), Arzt, Professor und Rektor der Universität Leipzig. Nach seinem Herkunftsort wurde er nur Dr. Auerbach genannt. Nach der Heirat im Jahre 1519 mit der reichen Kaufmannstochter Anna Hummelshain kaufte er das Anwesen, auf dem er den Auerbachs Hof, ein großes Messe- und Lagerhaus, mit dem bekannten Keller erbauen ließ. Stromer war auch Weinhändler.

Die Stadt Auerbach in der Oberpfalz ist der Geburtsort von Heinrich Stromer. Die Familie lässt sich in Auerbach bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen, sie war aus Nürnberg zugewandert. Die Vorfahren hat Martin Arends, die Nachkommenlisten haben Bernhard Pabst und Peter Hennings im Internet veröffentlicht. Der Auerbacher Chronist und Schulrektor a.D. Rudolf Weber hat zahlreiche Themen zur Geschichte seines Heimatortes zusammengetragen, unter anderem auch über den berühmten Sohn der Stadt, Heinrich Stromer. Ein weiterer Nachfahre von Heinrich Stromer, der evangelische Pfarrer Mathias Karlheinz Fritsch aus Friedberg (Hessen) besuchte die Stadt seines berühmten Ahnen, wie die Oberpfalz-Medien in ihrer Online-Ausgabe berichten. Er fand seine Ahnenverbindung zu Heinrich Stromer im Werk von Wendelin Köhler „Johannes Schmid’s Nachkommen“, Band 2, in der Reihe „400 Jahre Thüringer Familiengeschichte – fürstliche Beamte und Gelehrte“.