Gemeinsam Transkribus zur Texterkennung kennenlernen und einüben

Ingrid Reinhardt lädt Interessierte dazu ein, in einer Arbeitsgruppe Transkribus zur Texterkennung von handschriftlichen Dokumenten kennenzulernen und zu erfahren, wie man damit ein Kirchenbuch oder eine Urkundensammlung automatisch entziffern lassen kann. Mit zwei ausgewählten Beispielen wird der Umgang mit Transkribus geübt und die Software „trainiert“. Für ein gut lesbares Kirchenbuch wurde ein bereits vorhandenes Standardmodell der Software benutzt, mit dem schon eine große Zahl von Worten erfolgreich gelesen werden konnte. In gemeinsamen ZOOM-Sitzungen soll der Umgang mit Transkribus geübt werden, wie es auch im CompGen-Onlinetreff von Johanna Walcher gezeigt wurde. Wenn die ersten Seiten von den Nutzern fertig korrigiert sind, kann ein neues Modell erstellt werden, um die weiteren Seiten damit besser erkennen zu lassen.

Kirchenbuchseite, die mit Transkribus gelesen wurde (ohne Korrektur)

Die Aufgabe der Teilnehmer/innen ist nun, eine bestimmte Anzahl von zugewiesenen Seiten auf Lesefehler zu überprüfen und falsch gelesene Worte zu korrigieren. Je mehr mitmachen, umso besser kann das gewählte Modell „angelernt“ und das komplette Buch fertig transkribiert werden. Mit den gewonnenen Erfahrungen können dann später auch eigene Projekte gestartet werden, die sinnvollerweise einen größeren Umfang haben sollten und mit gleichartiger Schrift geschrieben wurden. Das können auch Tagebücher oder andere umfangreiche Protokolle, Notarverträge o.ä. sein.

Ausgewählt und vorbereitet wurde für dieses Projekt beispielhaft ein Kirchenbuch von Marschendorf/Maršov 1641-1672 in Tschechien im Riesengebirge aus dem Staatlichen Gebietsarchiv Zarmsk und ein Urkundenbuch mit einer Sammlung von Privilegien der Oberlausitzer Sechsstädte aus dem Archivverbund Bautzen.

Wer mitmachen möchte, lädt sich die kostenlose Transkribus-Software herunter, ruft sie auf und meldet sich als Teilnehmer/in an. Die verwendete e-Mailadresse bitte an Ingrid Reinhardt mitteilen. Sie wird die Interessenten dann zum CompGen-Projekt zulassen und in die geschlossene Gruppe aufnehmen. Bei der ersten Online-Sitzung wird dann alles weitere zugewiesen.