Stammbäume auf Grabsteinen und mehr

Es sind schon „echte Hingucker“, die Grabsteine mit genealogischen Stammbäumen, die im Blog „Genealogie Hradil“ aus Mähren auf Fotos zu sehen sind! Sie sind zusammengetragen von Ruhestätten auf der ganzen Welt und – besonders natürlich für Familienforscher*innen – wunderbare Schätze.

Aber es gibt viele andere „besondere“ Grabsteine auf Friedhöfen, die durch ihre Gestaltung oder Beschriftung eine Geschichte erzählen. Einige Beispiele solcher Denkmale hat auch Holger Holthausen, Organisator des CompGen-Projekts Grabsteine, gesammelt, um ihre besondere Aussage deutlich zu machen. Eine weitere Sammlung von oft seltsamen Grabsteinen, die auf der ganzen Welt zu finden sind, gibt es auch auf Pinterest zu sehen.

Viele dieser Bilder stammen aus einer der beiden großen Grabstein-Datenbanken: Find A Grave und Billion Graves. Find A Grave ist die älteste. Sie besteht seit 1995 (seit 2014 ist sie bei Ancestry) und enthält über 190 Millionen Datensätze von Gräbern, aber nicht alle mit Fotos. Man kann virtuell Blumen ablegen oder eine Notiz mit Erinnerungen hinzufügen. BillionGraves mit fast 40 Millionen Aufzeichnungen hat alle Grabsteine mit Fotos und den geografischen Koordinaten dokumentiert, so dass Genealogen Bilder und Angaben vor Ort überprüfen können. Billion Graves kooperiert mit FamilySearch und anderen Partnern, die auf ihren Suchmaschinen die Grabstein-Datenbank eingebunden haben. Beide verweisen auf weitere Dokumente und Quellen in genealogischen Datenbanken.

Beim Betrachten der Bilder wird umso mehr deutlich, dass Friedhöfe mehr Funktionen haben als nur die Bestattung der Toten. Neben dem schönen Grün, der besonderen Geschichte und der Trauer der Familie, sind es Orte der Liebe, des Erinnerns und des Zusammenseins in Frieden.
Ich liebe Friedhöfe!