„Zufallsfunde“, die nicht besser in eine der vorhandenen Kategorien passen.

Neues vom Neandertaler

Neues vom Neandertaler

„Neanderthal-Museum Mettmann“by unterkuenfteduesseldorf is licensed under CC BY-ND 2.0

Die Vorfahren aller späteren Neandertaler lebten schon vor 120,000 Jahren in Europa

Forschende haben am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig Teile des Erbguts von zwei etwa 120.000 Jahre alten Neandertalern aus Deutschland und Belgien sequenziert. Die Analysen dieser Erbgut-Sequenzen ergaben, dass die letzten Neandertaler, die vor etwa 40.000 Jahren lebten, zumindest teilweise von diesen etwa 80.000 Jahre älteren europäischen Neandertalern abstammen. Im Erbgut des 120.000 Jahre alten Neandertalers aus Deutschland fanden die Forschenden außerdem Hinweise auf eine mögliche Abstammung von einer isolierten Neandertalerpopulation oder von Verwandten des modernen Menschen.

Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie

Kuriose Ortsnamen

Kuriose Ortsnamen

„Kotzen“by frollein2007 is licensed under CC BY-NC-SA 2.0

Pflaumloch, Kuhbier, Kotzen, Luschendorf, Linsengericht, Busendorf und viele andere kuriose Ortsnamen findet man auf Pro Sieben „Galileo“

Wie wichtig Ortsnamen in der Ahnenforschung sind, was GOV bedeutet und vieles andere mehr bei uns auf der Übersichtsseite zu Schwerpunktthemen.

Nachruf auf Christian Weiss  - Siebenbürgische Genealogie

Nachruf auf Christian Weiss – Siebenbürgische Genealogie

Verdienstvoller Pfarrer und Familienforscher: Nachruf auf Dr. Christian Weiss (29.7.1931 Kronstadt/Siebenbürgen + 28.5.2019 Tübingen)

Foto: G. Junkers (2005)

Christian Weiss wurde am 29. Juli 1931 in Kronstadt als Sohn des blinden Musikers und Organisten der Obervorstädter Kirche in Kronstadt Adolf und seiner Gattin, der Fotografin Martha Weiss (geb. Müller), geboren. … Konfirmator Dr. Konrad Möckel (1947) wurde für Christian Weiss nach dem in Klausenburg 1951-1955 absolvierten Studium am Vereinigten Protestantisch Theologischen Institut mit Universitätsgrad auch Vikariatsmentor (1955-1957) in Kronstadt. … Sein pfarramtlicher Dienst führte ihn von Agnetheln (1958-1964), Roseln (1964-1977), Kelling (1977-1993) abschließend nach Kleinschelken (1993-1996 sowie fortgeführt im Ruhestand bis zur Auswanderung 2000) – mit weiteren nun zur Diaspora gewordenen Kirchengemeinden (Alzen, Leschkirch, Reußdörfchen sowie Aushilfsdiensten in Marpod, Holzmengen, Großau, Neppendorf, Hamlesch und im Banat) … Sein ambitioniertes Projekt: Siebenbürgische Genealogie. Er suchte und fand vielfältige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Unterstützer. Er organisierte Projekttreffen in Bad Kissingen. … Parallel dazu hat er mit vielfältiger Unterstützung von Landeskirche, IKGS und Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde (AKSL) und im Auftrag des AKSL die „Matrikelaktion“ durchgeführt. Bis in den Sommer 2018 war er mit Begleitern und Helfern meist über viele Wochen am Stück in Siebenbürgen unterwegs, investierte Zeit, Kraft und Geld, um systematisch alle noch erreichbaren Matrikeln zu erfassen und fotografisch zu dokumentieren, die durch die widrigen Umstände des 20. Jahrhunderts in verschiedene Institutionen zerstreut worden waren. … Dr. Ulrich A. Wien

Siebenbürgische Zeitung Zeitung der Gemeinschaften der Siebenbürger Sachsen 24.6.2019
Lauschangriff - Achtung! Freund hört mit!

Lauschangriff – Achtung! Freund hört mit!

Ein Podcast ist eine Serie von meist abonnierbaren Mediendateien über das Internet. Das Kofferwort setzt sich zusammen aus der englischen Rundfunkbezeichnung Broadcast und der Bezeichnung für den tragbaren MP3-Player iPod, mit dessen Erfolg Podcasts direkt verbunden wurden. Wikipedia

Sucht man bei google nach Podcast, so werden ungefähr 1.430.000.000 Ergebnisse angeboten. Es ist nicht einfach ein Auswahl zu treffen. Sucht man nach „Podcast und Wissenschaft“, so findet man die Seite Wissenschaftspodcast. Auf der Seite kann man viel Zeit verbringen, das Angebot ist riesig.

Unter der Kategorie Geschichte kommt in diesem Beitrag hier der „Zeitsprung„, Geschichten aus der Geschichte, zum Zuge. Der Teaser dazu:

Und wir haben eine Folge ausgewählt, die Auswahl fällt schwer, führt direkt auf die Seite von Zeitsprung, der Zeitsprung 186: Die Redlichen Pioniere von Rochdale und eine kurze Geschichte der Genossenschaften.

Wenn Dir unsere Auswahl nicht gefällt, wenn Du einen andere Podcast vorschlagen möchtest, dann schreibe uns. Schreib, warum wir Deinen Vorschlag veröffentlichen sollen, was gefällt Dir an Deinem Vorschlag besonders.

Podcast werden bei Compgen schon längere Zeit besprochen, siehe dieses Beispiel hier aus dem Jahr 2006

Offene Archive – 5. Konferenz mit ArchivCamp (4.-5.11.2019, Berlin)

30 Jahre nach der Friedlichen Revolution von 1989: Der Arbeitskreis Offene Archive im VdA lädt herzlich nach Berlin ein! 

Die Öffnung des Archivs der Stasi war ein weltweit einmaliger Vorgang mit Vorbildwirkung für viele postdiktatorische Gesellschaften. Erstmals konnten Bürger*innen am 2. Januar 1992 Einsicht in Stasi-Unterlagen nehmen, um ihr eigenes Schicksal aufzuklären. Die Machtzentrale der DDR-Geheimpolizei ist heute ein Ort der Aufklärung über Diktatur und Widerstand und ein Lernort für Demokratie.

Am 4. und 5. November 2019 laden wir 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution zur fünften Ausgabe der „Offenen Archive“ in Berlin ein. Hochkarätige Keynotes, spannende Kurzvorträge sowie eine Podiumsdiskussion zur Archiv-, Netz- und Kulturpolitik sind Teil des Programms. Das öffentliche archiv-, netz- und kulturpolitische Podium am 4. November (ab 19 Uhr) wird u.a. mit Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen), Prof. Dr. Gerald Maier (Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg), Helene Hahn (Wikimedia Deutschland e.V., Präsidium), Erhard Grundl (MdB, kulturpolitischer Sprecher Bündnis90/Die GRÜNEN-Bundestagsfraktion) und Martin Rabanus (MdB, Sprecher für Kultur und Medien, SPD-Bundestagsfraktion) besetzt sein. Eine weitere Anfrage läuft derzeit noch. 

Aber das Programm ist damit noch nicht erschöpft! Ein BarCamp bietet Teilnehmer*innen an beiden Tagen der Konferenz die Möglichkeit zur niedrigschwelligen, aber auch intensiven Diskussion. Themen können, eher archivuntypisch spontan, eingebracht werden; gängige oder eingefahrene Denkmuster der Archivwelt dürfen und sollen hinterfragt werden! 

Ort: Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU). Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie (“Haus 22”, Ruschestr. 103, 10365 Berlin). Zur Orientierung: https://www.bstu.de/ueber-uns/stasi-zentrale-campus-fuer-demokratie/  

Anmeldungen: veranstaltungen@bstu.bund.de
Informationen und News rund um Konferenz und ArchivCamp:
https://archive20.hypotheses.org/
@archive20
#archive20 #archivcamp
Einreichungen für das ArchivCamp sind ab sofort möglich (Mailadresse folgt!).

Flyer  

Eine Veranstaltung des Arbeitskreises Offene Archive im VdA in Kooperation mit der BStU, der Robert Havemann Gesellschaft e.V., der Wikimedia Deutschland e.V., dem  LWL Archivamt, dem Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein, dem Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg und digiS. Gefördert durch: Walter Nagel, rosenberger data und startext. Konzeption und Programm: Mitglieder des AK Offene Archive in Verbindung mit dem BStU und der Wikimedia Deutschland e.V.

Quelle: https://archive20.hypotheses.org/7199 J. Kemper

Griechenland: Baby mit Erbgut von drei Eltern geboren

Weil künstliche Befruchtungen immer wieder scheiterten, hat ein spanisch-griechisches Ärzteteam bei einer 32-Jährigen mit fremden Eizellen experimentiert. Das Kind trägt die DNA von drei Menschen in sich.

schreibt Spiegel Online

"Aufgenommen Ausgang Juli i(n) "Villa Wagner" auf dem Balkon 1927"

Ausstellung im Landesarchiv Schleswig-Holstein

„Heraus aus der Finsternis!“ Weibliche Lebenswelten von der Kaiserzeit bis heute

"Aufgenommen Ausgang Juli i(n) "Villa Wagner" auf dem Balkon 1927"
Foto: Kai Heinrich Flickr CC BY-NC 2.0

Historische Schriftstücke, Fotografien und viele andere Originaldokumente aus mehr als 150 Jahren Frauengeschichte sind zurzeit im Schleswiger Prinzenpalais zu sehen. Verschiedene Themenbereiche aus der Frauengeschichte – von den Anfängen der Frauenbewegung Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur ersten schleswig-holsteinischen Ministerpräsidentin – werden behandelt. In der Kaiserzeit hatten Frauenvereine für das Stimmrecht gekämpft, das unmittelbar nach Ende des Ersten Weltkriegs in Deutschland eingeführt wurde. Sie setzten sich ebenso für bessere Bildungs- und Arbeitsbedingungen ein und engagierten sich in sozialen und karitativen Bereichen. Eine zweite Welle der Frauenbewegung entstand fast zeitgleich mit den Studentenprotesten in den 1960er-Jahren. Die Teilnehmerinnen engagierten sich für mehr Gleichberechtigung im Alltag und demonstrierten gegen Gewalt und für die Abschaffung des sogenannten Abtreibungs-Paragrafen 218. Aber es dauerte noch weitere 20 Jahre, bis Frauen auch in politischen Gremien stärker präsent waren und 1993 schließlich mit Heide Simonis die erste Ministerpräsidentin der Bundesrepublik ihr Amt antrat.

Die Ausstellung ist bis zum 31. Januar 2020 montags bis freitags von 8.30 bis 17.00 Uhr im Prinzenpalais in Schleswig zu sehen. Der Eintritt ist frei. Öffentliche Führungen finden am 20. September und 13. Dezember statt.

Uraltes menschliches Erbgut entdeckt


STOCKHOLM (dpa). Forscher haben in 10 000 Jahre alten Kaugummis aus Schweden menschliches Erbgut entdeckt und analysiert. Es handle sich um die ältesten sequenzierten DNA-Stücke von Menschen, berichtete die Universität Stockholm. Sie stammten von zwei Frauen und einem Mann. Das skandinavische Forscherteam präsentiert die Studie im Fachjournal Communications Biology.

Badische Zeitung

Steinzeitmensch aus der Uckermark

Auf dem Urnengrabfeld bei Groß Fredenwalde in der Uckermark haben Archäologen schon 2014 ein Gräberfeld freigelegt, das Spuren von der Jungsteinzeit bis in die Eisenzeit (800 bis 500 vor Christus) aufweist. Damals wurde das „älteste Baby der Welt“ geborgen, vor rund 8400 Jahren vermutlich an Unterernährung gestorben ist. Nun wurde ein weiterer Steinzeitmensch ans Tageslicht gehoben. Laut einer Pressemitteilung des Brandenburgischen Landesamts für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums (BLDAM) weiß man bisher nur so viel: Der oder die Tote ist in der Mittelsteinzeit vor etwa 7000 bis 8000 Jahren bestattet worden.  Studierende der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) legten das Grab nicht direkt vor Ort frei, sondern präparierten es als Sandblock aus dem Erdboden heraus und bereiteten es für den sicheren Weitertransport in einer Holzkiste vor. Der Fund wird nun in den Räumen der HTW untersucht werden. Die Kooperationspartner der HTW, die Universität Kiel, das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege und das BLDAM, erforschen, wie es zu dem Übergang von der Mittelsteinzeit mit ihren nomadischen Kulturen zur Jungsteinzeit kam, die von Ackerbau und Viehzucht geprägt war. Quelle: Nordkurier/Uckermarkkurier

Der Stifter Rudolf Stoye

Der Apotheker und Genealoge Rudolph STOYE (26.11.1898 – 3.1.1969) errichtete eine Stiftung, die seinen Namen trägt. „Die Arbeit der Stiftung konzentriert sich im Allgemeinen auf die Edition genealogisch nutzbarer Quellen, um die Erfassung von Geschlechtern aus dem mitteldeutschen Raum zu ermöglichen.“

50 Jahre nach seinem Tode ließ die Stiftung Ende April 2019 neben seinem aufgelassenen Grab auf dem Speyrer Friedhof ein Denkmal errichten.  

Bei dem letzten der 72 bisher veröffentlichten Bände der Stiftung Stoye handelt es sich um:
Dominicus, Rolf-Dieter: Historische Geschlechter in und um Erfurt 1100 – 1800. Marburg/Lahn 2019. ISBN 978-3937230-33-7

Quelle: Margit Rambow