Erläuterungen zu den Karteien der Wehrmachtsauskunftstelle (WASt)

Am 9. Mai 2020 berichteten wir in diesem Blogbeitrag über die durch Ancestry digitalisierte Verlust- und Gräberkartei aus der ehemaligen Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene (WASt), die sich im Bundesarchiv in Berlin befindet. Kurz darauf erschien auf der Webseite des Bundesarchivs eine kurze Beschreibung der Funktionen und Merkmale der Kartei der Verlust- und Grabmeldungen der WASt mit der Signatur des Bundesarchivs: BArch, B 563-2 KARTEI/..

Neben dem Namen, Geburtsdatum und -ort werden der letzte (Ersatz-)Truppenteil und Tag und Ort des Kriegssterbefalls notiert. Die Rückseite enthält den Hinweis auf die Beurkundung durch das zuständige Standesamt und die Grablage. Diese Information über die Gräber gibt es meist nur bis Ende 1944. Spätere Sterbefallanzeigen oder Umbettungen wurden nach Kriegsende nicht nachgetragen. Diese Informationen wurden zusammen mit den Informationen aus der Verlust- und Gräberkartei in die zentrale Personenkartei übernommen.

Eine kurze Beschreibung dieser zentralen Personenkartei der Wehrmachtsauskunftstelle (WASt) ist bereits früher auf der Bundesarchiv-Seite erschienen. Die Karteikarten (oft mehrere für eine Person) enthalten umfangreichere Informationen über die Verluste der Kriegsteilnehmer durch Verwundung, Krankheit oder Tod. Diese Kartei mit der Signatur BArch, B 563-1 KARTEI/.. ist nicht bei Ancestry digitalisiert zu sehen. Sie war bis Ende 2018 die Arbeitskartei der Deutschen Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht (WASt). Diese Karten enthalten auch die Daten von Ämtern, Angehörigen und Antragstellern, die eine Auskunft angefordert haben. Die heute zuständige Abteilung PA (Personenbezogene Auskünfte, früher WASt) des Bundesarchivs hilft auch heute noch bei der Aufklärung von vermissten Soldaten, Wehrmachtsangestellten und Angehörigen.

Die gebräuchlichen Abkürzungen der Deutschen Dienststelle (WASt) werden als Hilfsmittel in einer PDF-Datei zum Download angeboten.