Update zu: Vermisstensuche beim Deutschen Roten Kreuz

Am 6. Mai 2020 berichteten wir über den „letzten Aufruf zur Suche nach im Krieg vermissten Angehörigen beim DRK“. Anfragen zu vermissten Wehrmachtssoldaten, Zivilisten, Kriegsgefangenen, Zivilinternierten oder Kindern, die durch Flucht und Vertreibung von ihren Familien getrennt worden sind, sollten bis zum 31.12.2021 beim Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gestellt werden. Der Protest gegen das Ende des DRK Suchdienstes, der ursprünglich 2023 beendet werden sollte, wurde laut. Von unzähligen Menschen fehlt nach dem Zweiten Weltkrieg immer noch jede Spur.

Jetzt teilte die DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt in einer Pressemitteilung mit, dass das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) aufgrund des großen Interesses jetzt entschieden hat, dass die finanzielle Förderung des DRK-Suchdienstes zum Zweiten Weltkrieg durch das BMI bis Ende 2025 fortgesetzt wird. Mit rund 11 Millionen Euro fördert das Ministerium den DRK-Suchdienst jährlich. Aktuell sind 25 von 98 Mitarbeitern in der Schicksalsklärung Zweiter Weltkrieg für den DRK-Suchdienst tätig. Mit in die Förderung aufgenommen wurde ein Forschungsprojekt des Instituts für Zeitgeschichte in München zur Geschichte des Suchdienstes des DRK .