FamilySearch darf wieder in ukrainischen Archiven fotografieren

Am 2. Juni 2020 ist mit der Unterschrift des neuen Direktors des Staatlichen Archivdienstes der Ukraine, Anatoli Khromov, ein Vertrag zwischen FamilySearch und dem ukrainischen Archivdienst über die Digitalisierung von genealogisch relevanten Beständen in bestimmten ukrainischen Archiven geschlossen worden.

Sophienkathedrale in Kiew. Foto: Nick Grapsy CC-BY-SA 4.0 Wikipedia

Der FamilySearch-Beauftragte in der Ukraine, Alexander Sichkarenko, berichtet im Blog lostrussianfamily von Vera Miller über diesen wichtigen Erfolg nach fast zehnjähriger Pause für die Arbeit der FamilySearch-Teams in der Ukraine. Zwischen 1994 und 2011 konnte FamilySearch in 16 regionalen Archiven bereits über 20 Millionen Bilder erstellen. Sie sind bei der Suche im FamilySearch-Katalog vielfach auch digital aufrufbar. Man kann bei Indexierungsprojekten für Kirchenbücher von griechisch- und römisch-katholischen Gemeinden oder bei den sogenannten Revisionslisten (Steuerlisten) mitmachen und sich auf derselben Seite über die vorhandenen Sammlungen aus der Ukraine informieren.

Nun soll die Arbeit mit Kameras und Scannern fortgesetzt werden, wobei nicht nur Kirchenbücher, sondern auch Volkszählungen, Gerichtsakten, Grundbesitzakten, Zeitungen und Karteien der NS-Behörden über Zwangsarbeiter und Gefangene des Zweiten Weltkriegs und vieles mehr von Interesse sind.

Mit Dank an die Redaktion der „Partner Zeitung“ der International German Genealogy Partnership IGGP, die in der jüngsten Ausgabe vom Juli-August 2020 dazu informierte.