Katholische Kirchenbücher des Bistums Dresden-Meissen bei Matricula

Zum Jahreswechsel 2020/2021 sind die katholischen Kirchenbücher des Bistums Dresden-Meissen auf der Plattform Matricula-Online.eu freigegeben worden. Der Zugang ist kostenlos.

Diözesanarchiv im Domstift Bautzen Foto: Paulis CC BY 3.0

Die ältesten Kirchenbucheinträge sind die aus Ostritz (1621), Crostwitz (1651), Ralbitz (1659),Bautzen (1660), Radibor (1664), Schirgiswalde (1676) und Nebelschütz (1676). Im 18. Jahrhundert beginnen die Einträge der Dresdener Hofkirche in der Altstadt 1708, der St. Trinitatis-Kirche in Leipzig 1711, in Hubertusburg/Wermsdorf 1727, Dresden-Friedrichstadt 1762, Strahwalde 1769, Ostro 1772 und Leutersdorf 1793. Die Matrikel der übrigen Kirchengemeinden beginnen meist erst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Zwickau (1821), Chemnitz (1828), Pirna (1828), Freiberg (1832) Meißen (1842), Annaberg (1845), Zittau (1864), Dresden-Neustadt (1871), Kamenz (1871).

Von einigen Orten wurden die Duplikate der Kirchenbücher aus dem Zeitraum 1851-1897 gescannt, daher liegen hier nur Digitalisate in Schwarzweiß vor. Dies gilt auch für die Kirchenbücher ab 1839 von vier Pfarreien, die jenseits der Neiße liegen: Grunau (Krzewina Zgorzelecka), Königshain (Działoszyn), Seitendorf (Zatonie) und Reichenau (Bogatynia, ab 1868). Die Laufzeit der Bücher geht mindestens bis 1875, dem Beginn der Standesamtsregister. Oft liegen aber noch Einträge bis ca. 1900, in wenigen Fällen bis 1922 vor.

In einigen Pfarrgemeinden sind auch Erstkommunionen, Firmungen, Kirchenein- und austritte, Konversionen und Trauungen in evangelischen Kirchen verzeichnet. In Sachsen galt der „Parochialzwang“, weswegen – besonders in ländlichen Gegenden – die Kinder in den evangelisch-lutherischen Kirchen getauft und in deren Kirchenbüchern eingetragen wurden.