Jüdische Verleger in Leipzig 1815 – 1938

Noch bis zum 25. Juli 2021 zeigt das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig die Ausstellung „‘Uns eint die Liebe zum Buch‘. Jüdische Verleger in Leipzig. 1815 – 1938“.

Porträt der Familie von Henri Hinrichsen, einem der Jüdischen Verleger in Leipzig
Familie Hinrichsen, Leipzig 1919. Henri (1.v.l.) und Martha Hinrichsen (5.v.l.) mit den Kindern Ilse, Hans-Joachim, Robert, Paul, Max, Charlotte und Walter

Aus der Ankündigung zur Ausstellung im Museum Leipzig: „Seit dem 18. Jahrhundert zählt Leipzig zu den bedeutendsten Messe- und Verlagsstädten in Deutschland. Obwohl nur eine Minderheit in dieser Branche, waren ab Mitte des 19. Jahrhunderts auch jüdische Verleger, Autoren und Künstler an diesem Erfolg beteiligt, darunter Henri Hinrichsen oder Kurt Wolff. Viele andere sind heute fast vergessen. […] Die Bandbreite jüdischer Verlage war vor allem Anfang des 20. Jahrhunderts sehr groß: Sie reichte von religiösen Schriften über die berühmten Notendrucke der Edition Peters bis zu wissenschaftlichen Werken, Stadtplänen und Zeitschriften oder Künstlerbüchern der Moderne. Die Studioausstellung zeigt neue Facetten des Kulturaustauschs der Buchstadt Leipzig und ihrer Strukturen. Ihre Geschichte ist die von Liberalität und Bildung, der Hoffnung auf Toleranz und gegenseitigen Austausch.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung setzt auf Veranstaltungen vor Ort. Wer aus der Ferne einen Eindruck bekommen möchte, kann einen 25-minütigen Film online ansehen. Ausführlichere Beiträge zu jüdischen Verlegern in Leipzig, ihrer Arbeit und ihren Familien versammelt die beim Leipziger Verlag Hentrich & Hentrich erschienene Begleitpublikation. Die Ausstellung finden im Rahmen des Festjahres #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland statt, über das wir bereits im Blog berichtet haben.