Adressbuch-Bearbeiter Peter Lingnau in der Tageszeitung
Die „Volksstimme“ aus Magdeburg berichtete in ihrer Stendaler Lokalausgabe über die ehrenamtliche Arbeit von Peter Lingnau aus Augsburg als Digitalisierer und Erfasser der Stendaler Adressbücher. 30 verschiedene Jahrgänge von 1867 bis 1948 dieser wertvollen Quelle für die Familien- und Ahnenforschung hat der Augsburger während seiner Familienbesuche in seiner Heimatstadt im Stadtarchiv eingescannt und in der Digitalen Bibliothek (DigiBib) des Vereins für Computergenealogie (CompGen) gespeichert und lesbar gemacht.
Zwei von 30 Stendaler Adressbüchern für die Datenbank abgetippt
Dort sind sie für jedermann frei zugänglich und lesbar. Zwei Stendaler Adressbücher sind bereits mit dem Daten-Eingabe-System (DES) von CompGen transkribiert. Das Adressbuch von 1900 haben sieben Freiwillige innerhalb von 10 Tagen im September 2022 erfasst, das Buch von 1867 wurde ein Jahr später von einer Freiwilligen transkribiert. Alle Daten, auch die zu anderen Orten, sind in der Adressbuch-Datenbank von CompGen durchsuchbar und zwar sowohl nach Namen, als auch nach Ortsnamen, Berufen oder Firmennamen. Die detaillierte Suche mit weiteren Kriterien im Stendaler Adressbuch von 1900 mit seinen fast 12.000 Einträgen macht weitere interessante Auswertungen möglich.
Neben Stendal bearbeitet Lingnau auch die Adressbücher der Kreise Salzwedel, Gardelegen, Osterburg und des Landkreises Stendal. Zusammen mit anderen Heimatforschern ergänzt und bearbeitet er die Wikipedia-Einträge für die Städte und Dörfer der Altmark.
Langjähriges Mitglied bei CompGen und dem BLF

Peter Lingnau (* 1964 in Stendal) ist Mitglied im Verein für Computergenealogie und dem Bayerischen Landesverein für Familienkunde (BLF). Der BLF veranlasste (auch im Namen von CompGen) seine Ehrung als „verdienter Genealoge“ durch die Deutsche Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände (DAGV) beim Genealogentag 2017 in Dresden. Die Laudatio trug der BLF-Vorsitzende Manfred Wegele vor.
Seit vielen Jahren ist er bei CompGen beim Projekt Geschichtlichen Ortsverzeichnis (GOV) aktiv. Dort sind seine Bearbeitungsgebiete Sachsen-Anhalt, Bayern und Litauen. Ein weiteres Spezialgebiet von ihm ist die Erschließung von Petzolds Gemeinde- und Ortslexika des Deutschen Reiches 1911 zum Aufbau und zur Ergänzung der Angaben im GOV. Ebenso hat er die Gemeindeverzeichnisse der evangelischen Kirchen in der Provinz Sachsen (1903) und der evangelisch-lutherischen Pfarreien in Bayern rechts des Rheins (1929) vorgenommen.
Seine Lingnau-Vorfahren stammen aus Klingerswalde, Kreis Heilsberg in Ostpreußen. Für die Familiennamen Lingnau und Gladigau aus der Altmark hat er besonders umfangreiche Seiten im GenWiki erstellt. Die Auswanderung von Altlutheranern aus Preußen nach Australien im 19. Jahrhundert hat er im GenWiki dokumentiert und Vorträge darüber gehalten.