Kirchenbücher aus Vorarlberg bei Matricula

Die gefragtesten Dokumente im Vorarlberger Landesarchiv in Bregenz sind die Personenstandsbücher (Matriken) der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden. Das Landesarchiv verfügt über 203 Sicherheits-Mikrofilme, die den Benutzern auch digital zugänglich waren. Die Digitalisate stehen auch bei Matricula-online.eu zur Verfügung. Zusätzlich gibt es auch noch einen Auszug der Bezirksverwaltungsbehörde aus den Matriken der Israelitischen Kultusgemeinde Hohenems von 1769 bis 1887.

Längst sind nicht alle Kirchengemeinden mit ihren Kirchenbüchern im Landesarchiv vertreten. Die Einsicht in die Kirchenbücher, die noch in den Pfarreien bzw. im Diözesanarchiv in Feldkirch liegen, muss vor Ort erfolgen. Für die Suche nach der zuständigen Pfarrei sind die downloadbaren Erläuterungen zum historischen Atlas der Österreichischen Alpenländer von Andreas Ulmer hilfreich. Da die staatlichen Personenstandsbücher in Österreich erst im Jahre 1938 eingeführt wurden, sind vor dieser Zeit die Kirchenbücher die einzige Quelle für die Aufzeichung von Geburten, Heiraten und Sterbefälle. Mit den Schutzfristen nach dem neuen Personenstandsgesetz von 2013 werden die Geburten/Taufbücher nach 100 Jahren nach der Geburt, die Ehebücher 75 Jahre nach der Eheschließung und die Sterbebücher 30 Jahre nach dem Sterbeeintrag zur Einsicht freigegeben, sofern die Eintragungen nicht lebende Personen betreffen.

Auf der Seite des Vorarlberger Archivs gibt es außerdem nützliche Hilfsmittel und Informationen zur Familienforschung in den Beständen des Archivs. Sechs gedruckte „Sippenbücher“ für Krumbach, Schröcken, Schoppernau, Nüziders, Bezau sowie Frastanz und Nenzing werden augefzählt, außerdem werden die Online-Familienbücher von Dornbirn und Lustenau und weitere Online-Quellen für die Ahnenforschung genannt.