Tagebücher des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (1599–1656)

35 Jahre lang – bis zu seinem Tod – hat Christian II., regierender Fürst von Anhalt-Bernburg, Tagebücher geführt. Sie sind eine einzigartige Quelle, geschrieben in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Die 17.400 Seiten in 23 Bänden aus dem Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Dessau, werden in einem DFG-geförderten Projekt der Heinrich-August-Bibliothek in Wolfenbüttel transkribiert, editiert und online veröffentlicht. Derzeit sind 6.300 Seiten bearbeitet.

In der Edition werden in der parallelen Anzeige den Scans der Seiten die Transkription gegenübergestellt, ergänzt um Einführungen, Kommentare, Register und Übersetzungen der – u.a. – in französischer und italienischer Sprache geschriebenen Seiten. Alle erwähnten Personen, Orte und Körperschaften werden in Registern erfasst. In der Transkription sind sie rot markiert. Mit einem Klick darauf werden im Fenster umfangreiche weiterführende Informationen gegeben.

Die Karte zeigt das Fürstentum Anhalt zwischen 1611 und 1793, veröffentlicht in: Mitteilungen des Vereins für Anhaltische Landeskunde (VAL) 21 (2012), S. 208. Die Karte hat Hans-Jürgen Janik+, Köthen, erstellt. (Abgedruckt mit freundlicher Genehmigung der VAL-Redaktion)

Grafische Visualisierung von Verwandtschaften und Orten

Für Genealogen interessant sind die Tafeln der Genealogien der Fürsten von Anhalt und der Herzöge von Sachsen-Lauenburg. In einem großen Netzwerk (siehe Beitragsbild oben) werden die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen den im Tagebuch erwähnten Personen visualisiert. Die Grafik wurde mit Gephi in Verbindung mit dem SigmaExporter-Plugin erstellt.

Alle erwähnten Orte werden tabellarisch und im DARIAH-DE Geo-Browser karthographisch visualisiert, ebenso die Orte, die der Fürst bereiste.