Es geht los: Die katholischen Militärkirchenbücher des Standorts Köln können erfasst werden

Ziemlich genau vor einem Jahr haben wir hier im CompGen-Blog gemeldet, dass das Archiv des Katholischen Militärbischofs für die Deutsche Bundeswehr Hunderte von Matrikelbücher aus Garnisonen von Aachen bis Züllichau bei Matricula-Online.eu zur kostenlosen Einsicht angeboten hat. Schon während der Eingabe der Daten aus den evangelischen Militärkirchenbücher in Köln hat die Kölner Arbeitsgruppe beschlossen, auch die katholischen Militärmatriken des Standorts Köln zu erfassen.

Katholisches Militärkirchenbuch Köln

Jetzt geht es mit dem ersten Taufbuch von 1851-1862 los! Helfen Sie mit, lesen Sie bitte zuerst die Editionsrichtlichen durch und starten dann mit der Erfassung. Die Projektleiter Horst Reinhardt und Günter Junkers freuen sich über jeden Eintrag und stehen für Ihre Fragen zur Verfügung. Das Gemeinschaftprojekt wird vom Archiv des Katholischen Militärbischofs für die Deutsche Bundeswehr, ICARUS/Matricula-Online, dem Verein für Computergenealogie und der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e.V. unterstützt. Unabhängig von Vereinsmitgliedschaften kann jeder, der mit der Eingabe von Daten helfen will, das Kirchenbuch zu erschließen, eine kostenlose Benutzerkennung beantragen und loslegen.

Das bewährte Daten-Eingabe-Systems DES des Vereins für Computergenealogie ist ein hervorragend geeignetes Mittel, um per Crowdsourcing mit möglichst vielen Helfern solche Quellen für die Familienforschung zu erschließen. Bei den evangelischen Kirchenbüchern der Garnison Köln haben 27 Helfer aus den 71.684 Einträge aus den 1.843 Seiten der 11 Matrikel aus dem Zeitraum 1816-1914 innerhalb von zwei Jahren erfasst. Die Daten stehen jedem kostenlos zur Suche zur Verfügung. Überraschende Ergebnisse wurden dabei entdeckt: In der Kölner Garnison waren Soldaten aus allen Teilen Preußens stationiert, bei den Taufen kamen die Paten aus weit entfernten Gebieten, z.B. aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Bei den Toten war die Zahl der Selbstmorde erschreckend hoch.