41. IAJGS Internationale Konferenz für Jüdische Genealogie

Ursprünglich sollte die diesjährige 41. IAJGS Internationale Konferenz für Jüdische Genealogie in Philadelphia, Pennsylvania, stattfinden. Doch wegen der Corona-Pandemie wird sie, wie schon im vergangenen Jahr, als Online-Konferenz organisiert. Sie beginnt am Sonntag, 1. August und dauert bis Donnerstag, 5. August 2021. Das Motto der Großveranstaltung: „Von der Vergangenheit in die Zukunft“. Veranstalter ist die International Association of Jewish Genealogical Societies (IAJGS), der Dachverband von 93 jüdischen genealogischen Organisationen weltweit.

Plakat der 41. IAJGS Internationalen Konferenz für Jüdische Genealogie

Programm der Online-Konferenz für Jüdische Genealogie

Die Konferenz wird auf einer kommerziellen Plattform von eShow Virtual Event Management (VEM) durchgeführt. Dazu gibt es auf der Veranstalter-Webseite eine ausführliche Anleitung für die Besucher.

Angeboten werden mehrere Themenkreise:

  • Frühe jüdische Siedler in der Neuen Welt
  • Kulturelles Erbe
  • Forschungsmethoden
  • Anfänger-Vorträge
  • DNA-Forschung
  • Shoah-Erinnerungen

Das umfangreiche Programm für die fünf Tage enthält Live-Vorträge, spezielle Interessengruppen, und vorab aufgezeichnete On-Demand-Vorträge. Letztere werden noch bis 60 Tage nach dem Ende der Online-Konferenz für Jüdische Genealogie abrufbar sein. Alle Vorträge finden in englischer Sprache statt. Nach Referenten, Forschungsgebieten oder speziellen Themen kann man auf der Übersicht „Program and Schedule“ suchen. Dort werden Vorträge für viele Forschungsgebiete in Europa angeboten.

Davon seinen nur zwei Beispiele herausgegriffen:

  • Peter Kovac Rosenbluth referiert über „Neue und detaillierte genealogische Quellen (1. und 2. Weltkrieg, Holocaust) mit Blick auf Deutschland, Österreich und Ungarn„.
    Dazu schreibt er in seinem vorab veröffentlichten Handout, dass es neue digitalisierte Quellen von Regimentsbüchern und -rollen des 1. Weltkrieges gibt. Die Verlustlisten der k.u.k. Österreichisch-Ungarischen Armee mit über 1,5 Millionen Namen seien in diesem Sommer veröffentlicht worden (es bleibt leider unklar, welche Publikation gemeint ist). Er gibt ein Beispiel (aus einer ungarischen Quelle) wieder für einen jüdischen Soldaten.
  • Jeanette Rosa Rosenberg hat für ihren Vortrag „Einführung in die Jüdische Genealogie in Nordrhein-Westfalen“ eine umfangreiche Linkliste erstellt.
    Diese nennt u.a. auch die Quellen und DES-Projekte des Vereins für Computergenealogie: Die Adressbücher, das Portal Vereine und die Juden- und Dissidentenregister, aber auch die Time Machine Köln mit dem Teilprojekt Kölner Bürger.

Die Registrierung für die gesamte virtuelle Mammut-Konferenz kostet 325 US-Dollar, für Frühbucher war es billiger. Für die Teilnahme an einzelnen Vorträgen oder nur begrenzte Zugänge gibt es günstigere Preise. Pressevertreter sind eingeladen, über die Konferenz zu berichten. Informationen gibt dazu hier.