Militärkirchenbücher der Festung Glatz – Erfassung geht weiter

Für das neue Jahr haben sich die Projektbetreuerinnen Astrid Kreuz und Ursula Holz die Fortsetzung des Projektes Garnisonskirchenbücher der Festung Glatz auf die Fahne geschrieben. Ab sofort startet die Forschungsgruppe Glatz (FGG) – in Zusammenarbeit mit CompGen und der Unterstützung von Matricula – mit dem zweiten Teil der Erfassung der Militärkirchenbücher von Glatz/Schlesien. Hier erklären die Projektbetreuerinnen, wie es weiter geht mit der Erfassung.

Plan der Belagerung der Stadt und Festung Glatz 1760
Plan der Belagerung der Stadt und Festung Glatz am 26. July 1760. (Sammlung Rudolf Fiedler)

Fünf Militärkirchenbücher von Glatz bereits erfasst

Im vergangenen Jahr konnten bereits fünf Kirchenbücher der altpreußischen Armee mit ca. 4.500 Sterbefällen der Regimenter Nr. 33 und Nr. 47 in der schlesischen Garnison Glatz vollständig erfasst werden. Die nun ausgewählten Bücher beinhalten neben weiteren Sterbefällen auch Eheschließungen und Taufen der Soldaten und Angehörigen des Infanterie-Regiments Nr. 33 im Zeitraum 1741 bis 1809, die mit Hilfe des Daten-Eingabe-SystemsDES“ erfasst und so interessierten Familienforschern zur Verfügung gestellt werden sollen.

Wie schon im ersten Teil des Projektes darf erwartet werden, dass Personen aus dem gesamten preußischen Hoheitsgebiet und darüber hinaus zu finden sind. So manche Forscher werden Lücken in ihrer Familien- und Ahnenforschung schließen können, die sie z. B. nach Böhmen, Mähren, Hessen, Niedersachsen Pommern, Dänemark, Österreich, Polen und sogar nach Amerika führen könnten. Weitere Informationen zum Projekt und die Suchmöglichkeit in der Datenbank findet man hier im Genwiki: Garnison Glatz/Militärkirchenbücher/Projektbeschreibung.

Noch fleißige Helferinnen und Helfer gebraucht!

Darum sind alle Interessierten herzlich eingeladen, bei der Erfassung der Daten mitzumachen. Eine Bedienungsanleitung und die Editionsrichtlinien sind ebenfalls unter dem angegebenen Link zu finden. Mitwirkende sollten bereits Erfahrung mit alten Handschriften bzw. dem Lesen von Kirchenbüchern gesammelt haben.
Die Projektleiterinnen stehen für Fragen gerne zur Verfügung.

Astrid Kreuz & Ursula Holz